Hast Du kürzlich Nachwuchs bekommen, soll dieser so komfortabel wie möglich schlafen. Schließlich sind die ersten Monate ohnehin eine große Belastung und da möchtest Du nicht, dass das Neugeborene ständig aufwacht, weil es sich unwohl in der Kinderwiege fühlt.

Die Babymatratze ist einer hohen Belastung ausgesetzt. Die letzte Mahlzeit wird erbrochen und der Geruch der Windel ist so intensiv, dass dies auch auf die Matratze abfärbt.

Wie lässt sich die Babymatratze waschen und welche Pflege ist notwendig, damit der Schlaf nicht beeinträchtigt wird?

Die besondere Beanspruchung der Babymatratze

Eine Matratze ist selbst bei Erwachsenen einigen unschönen Einflüssen ausgesetzt. Gerne wird rund ein Drittel des Lebens auf der Matratze verbracht und diese muss sich gegen allerhand Stress erwehren. Dazu zählen zum Beispiel der Schweiß, mögliches Sabbern im Schlafen und das Gewicht, welches auf den Kern einwirkt. Daher ist es notwendig sowohl die Matratze als auch den Bezug regelmäßig zu reinigen, damit sich keine Bakterien oder Keime ausbreiten.

Baby - Essen
Nicht selten landen die Essensreste auch auf der Babymatratze, was eine häufigere Reinigung zur Folge hat

Bei der Babymatratze ist es noch extremer. Das Baby verbringt fast den gesamten Tag damit zu schlafen. Die Anfangsmonate sind für das Neugeborene intensiv und die neu gewonnenen Eindrücke müssen verarbeitet werden. Dies geschieht am besten, wenn ein tiefer Schlaf auf einer komfortablen Matratze für Dein Baby stattfindet.

Obwohl Babys so viel Zeit mit dem Schlafen verbringen, wird dieser ständig unterbrochen. Der Hauptgrund dafür ist, dass nach einer Mahlzeit verlangt wird. Nicht selten passiert es jedoch, dass das Essen nicht im Mund verbleibt, sondern noch Reste auf die Matratze gespuckt werden.

Auch eine volle Windel kann auf die Matratze abfärben und eine zusätzliche Reinigung erforderlich machen. Da Dein Baby fast den gesamten Tag in der Kinderwiege verbringt, ist daher ein besonderer Fokus auf die Reinigung notwendig.

Andernfalls könnte es passieren, dass der Schlaf gestört wird. Dein Baby fängt häufiger an zu schreien, schläft unruhig und wirkt wenig ausgeglichen. Der Schlaf ist für die Entwicklung essenziell und der Hauptbestandteil des jungen Lebens. Wasche die Babymatratze häufiger, um eine saubere und komfortable Schlafumgebung zu schaffen.

Wie darf die Babymatratze gewaschen werden?

Deinem Baby möchtest Du eine hygienische und angenehme Schlafumgebung bieten. Dazu gehört eine saubere Babymatratze dazu. Doch wie lässt sich die Matratze waschen und was musst Du beachten?

Zunächst sei gesagt, dass die meisten Matratzen nicht mit Wasser gewaschen werden sollten. Schaumstoff und ähnliche Materialien sind sehr empfindlich. Werden diese feucht, leidet die Widerstandskraft, sodass die Matratze sich nicht an die Körperform des Babys anpasst. Als mögliche Folge könnte ein Plattkopf auftreten oder der Schlaf ist weniger erholsam.

Wichtig für eine saubere Babymatratze ist vor allem der Bezug. Dieser fängt die meisten Verunreinigungen auf und dient als direkte Auflagefläche für Dein Baby. Der Bezug sollte bei mindestens 60°C in der Maschine waschbar sein. Die hohen Temperaturen stellen sicher, dass Flecken sowie Verunreinigungen wirksam entfernt werden. Auch für Allergiker ist diese Temperatur notwendig, damit die Milbenbelastung in der Matratze sinkt.

Beachte beim Waschen des Bezuges die Pflegehinweise des Herstellers. Nach dem Waschen muss der Bezug wieder komplett trocken sein, bevor er auf die Matratze aufgezogen wird. Andernfalls wäre die Feuchtigkeit nicht nur unangenehm, sondern könnte das Wachstum von Pilzen und Schimmel in der Matratze fördern.

In Ausnahmefällen lassen sich manche Materialien mit sparsam eingesetzten Wasser direkt waschen. Dies trifft zum Beispiel auf Babymatratzen aus einer Kokosfaser zu. Diese sind widerstandsfähiger und bieten auch nach einem sanften Abspülen noch genügend Halt, damit Dein Baby sich wohlfühlt. Auch hier gilt, dass die Matratze komplett getrocknet sein muss, bevor sie wieder eingesetzt werden darf.

Ansonsten gilt für die Babymatratze, dass nur eine Trockenreinigung möglich ist. Hierfür verwendest Du am besten ein Mikrofasertuch und etwas Seife. Damit sollten sich die meisten Flecken aus der Matratze entfernen lassen.

Weitere Reinigungstipps

Ständig die Babymatratze zu reinigen ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Die Arbeit lässt sich mit den folgenden Maßnahmen deutlich erleichtern, sodass die Matratze geschützt ist und Dein Baby besser schläft.

Matratzenschoner oder Topper verwenden

Die Matratze ist bereits von einem Bezug umgeben, welcher eine erste Schutzbarriere darstellt. Der Bezug ist jedoch relativ dünn und kann nicht alle Verunreinigungen aufhalten. Insbesondere Flüssigkeiten dringen zur Matratze durch und sorgen dort für eine starke Verschmutzung.

Abhilfe schaffen speziell wasserdichte Matratzenschoner oder ein Topper. Der Topper bietet zudem den Vorteil, dass er die Liegeeigenschaften der Matratze verbessert und sich präziser an den Körper des Babys anpasst. Allerdings sind diese Ausführungen für Babys nur schwer erhältlich. Daher musst Du genau darauf achten, die passende Größe zu verwenden. Ein spezieller Visco-Topper bietet gerade für Kleinkinder und Erwachsene eine gute Möglichkeit, um den Rücken zu schonen und die Belastung für den Körper zu verringern.

Matratze auslüften

Nicht immer ist eine aufwendige Reinigung notwendig, damit die Gerüche aus dem Material verfliegen und die Matratze wie neu erscheint. In den meisten Fällen reicht es aus, wenn Du die Matratze am Morgen aufstellst und im Freien oder am Fenster auslüftest. Dadurch verfliegt jeglicher Schweiß und der Kern erhält die Möglichkeit zu trocknen. Die Belastung durch Keime und Bakterien sinkt, sodass die hygienischen Bedingungen verbessert werden. Achte auch hierbei darauf, dass keinerlei Feuchtigkeit an die Matratze gelangt. Lasse sie also nicht unbeaufsichtigt im Garten stehen, wo Du von einem Regenschauer überrascht werden könntest.

Matratze wenden

Die meisten Matratzen für Dein Baby sind symmetrisch gestaltet. Sie sind relativ dünn und besitzen keinen komplexen Aufbau. Das Gewicht des Neugeborenen ist so gering, dass dies nicht notwendig ist.

Daraus ergibt sich der Vorteil, dass die Matratze sich wenden lässt. In regelmäßigen Abständen bietet es sich an die Babymatratze zu wenden, damit die Belastung über die gesamte Fläche verteilt wird. Kuhlen in der Matratze und andere Abnutzungserscheinungen wird vorgebeugt, sodass für längere Zeit ein hoher Komfort gewährleistet wird.

Die saubere Babymatratze

Die Babymatratze an sich lässt sich kaum waschen. Das Material würde die feuchte Wäsche nicht überstehen und verklumpen. Dadurch wird der Liegekomfort beeinträchtigt und eine neue Matratze wäre notwendig.

Anders sieht es beim Bezug aus. Dieser sollte bei mindestens 60°C in der Maschine waschbar sein. Dann ist sichergestellt, dass Flecken und sonstige Verunreinigungen aus der Babymatratze gewaschen werden. Verwende zusätzlich einen Topper oder einen Matratzenschoner, um den Kern der Matratze zu schützen.

Befolgst Du die hier vorgestellten Tipps, wird die Babymatratze einen komfortablen Schlaf gewährleisten und eine hygienische Umgebung bieten.