RatgeberSchlafen im Zelt - Tipps zum komfortablen Campen

Schlafen im Zelt – Tipps zum komfortablen Campen

Der Schlaf in der Zivilisation gilt aufgrund einiger Faktoren als wenig gesund. Du kannst Dich nicht an den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus halten und musst morgens in der früh aufstehen, wenn es draußen noch dunkel ist. Deine biologische Uhr tickt mitunter anders als Deine Arbeitszeiten und das führt dazu, dass Du Dich zu einem suboptimalen Tagesablauf zwingen musst.

Steht Dir etwas Zeit zur Verfügung bietet das Camping einen super Ausgleich, um Dich zu erholen und Deinen Körper die notwendige Ruhe zu gönnen. Das Schlafen im Zelt ist jedoch selten komfortabel und falls Du bereits unter Rückenschmerzen[1] leidest, nicht unbedingt zu empfehlen.

Wie es dennoch problemlos klappt und Du im Zelt erholsam die Nacht verbringst, erfährst Du in diesem Ratgeber.

Herausforderungen des Schlafens im Zelt

Als Kind oder Jugendlicher bist Du noch einigermaßen robust. Mal eine Nacht auf einem unbequemen Untergrund[2] zu verbringen stellt keine große Herausforderung dar. Dein Körper verkraftet dies locker und Du kannst den Ausflug dennoch genießen.

Im zunehmenden Alter steigen jedoch die Anforderungen an den Schlafplatz. Du verbringst möglicherweise viel Zeit im Büro und bewegst Dich nicht ausreichend. Dein Rücken ist durch diesen Bewegungsmangel gezeichnet und Verspannungen sowie Schmerzen sind die Folge. Ein Bandscheibenvorfall ist für einige Angestellte ab einem Alter von 40 Jahren ein großes Berufsrisiko. Dies verdeutlicht, dass das Schlafen im Zelt nicht mehr so simpel funktioniert, wie noch in jüngeren Jahren.

Auch im Zelt sollte der Komfort nicht leiden. Du benötigst eine Schlafunterlage, welche Dich warm hält und Deinem Rücken eine entsprechende Entlastung bietet. Das Material muss flexibel auf Deinen Körper reagieren, sodass eine ausreichende Unterstützung geboten ist.

Mit einer hohen Kaltschaummatratze Deines eigenen Bettes ist die Schlafmöglichkeit im Zelt nicht vergleichbar. Dennoch musst Du nicht zwangsweise mit Rückenschmerzen aufwachen. Gestaltest Du Deine Schlafumgebung entsprechend Deiner Bedürfnisse, wird das Campen einige Vorteile bieten.

Camping - Tagesablauf
Beim Camping besinnst Du Dich auf den natürlichen Tagesablauf zurück

Du orientierst Dich am natürlichen Tagesablauf, nimmst mehr Vitamin D[3] auf und bist an der frischen Luft. Dadurch wird die Nacht wesentlich erholsamer und Du füllst Deine Energiereserven. Die folgenden Schlafunterlagen unterstützen diesen positiven Effekt.

Die komfortable Schlafumgebung

Welche Möglichkeiten bieten sich Dir nun, Deinen Schlaf aufzuwerten und auf welche Utensilien solltest Du auf keinen Fall verzichten? Mit der hier präsentierten Übersicht bist Du Dir eher im Klaren, wie ein gesunder Schlaf auch im Zelt möglich ist.

Luftmatratze

Eine der einfachsten Optionen für das Schlafen im Zelt ist die Luftmatratze. Diese bietet den Vorteil, dass sie sehr kompakt verstaut werden kann. Im Reisegepäck nimmt sie kaum Platz ein und sie lässt sich sehr flexibel anwenden. Dadurch ist sie gerade bei Backpackern beliebt, die zu Fuß für einige Tage durch die Wildnis streifen.

Beim Schlafkomfort müssen aber einige Abstriche hingenommen werden. Die Luftmatratze passt sich kaum an den Rücken an und gibt nicht punktgenau nach. Ebenso besteht die Gefahr, dass das Material einen Schaden erleidet und die Matratze unbrauchbar wird.

Eine selbstaufblasbare Luftmatratze erspart Dir jede Menge Arbeit. Dennoch ist diese Variante nur zu empfehlen, falls Du sehr kompakt unterwegs bist und keine Rückenprobleme bestehen.

Gästematratze

Bist Du mit einem Fahrzeug unterwegs und hast etwas mehr Stauraum zur Verfügung, ist eine Gästematratze eine komfortable Alternative. Diese besteht aus mehreren Elementen und lässt sich auf ein Mindestmaß zusammenfalten. Hochwertige Varianten stehen einer normalen Matratze in kaum etwas nach. Sie können sogar aus mehreren Lagen bestehen, sodass diese sowohl stabil sind als auch flexibel der Belastung nachgeben.

Die Reisematratze ist in unterschiedlichen Varianten erhältlich. Neben den klappbaren Matratzen gibt es auch Modelle, die zusammengerollt werden. Entscheide je nach Stauraum, welche Ausführung für Dich besser geeignet ist.

Isomatte

Als einfache Alternative zur Luftmatratze könnte auch eine Isomatte für Dich infrage kommen. Diese sind relativ dünn und nehmen kaum Platz ein. Mittlerweile gibt es auch ausreichend Modelle, die sich selbst aufblasen und beim Aufbau keinen zusätzlichen Aufwand verursachen.

Die Isomatte besteht aus einem Schaumstoff und ist vom Schlafkomfort vergleichbar mit einem dickeren Topper. Er passt sich besser an den Rücken an und gewährt eine gute Unterstützung. Ist nur wenig Platz vorhanden, stellt die selbstaufblasbare Isomatte eine gute Entscheidung dar. Zudem hält sie warm und schützt Dich vor dem Auskühlen.

Kissen

Zelten - Kissen
Auch in der Natur dürfen Kissen und Decke nicht fehlen

Wenn es um den höchsten Schlafkomfort geht, ist nicht nur die Unterlage von Belang. Neben dem Rücken ist auch der Nacken häufig eine Quelle für Verspannungen. Problematisch ist hierbei, dass die Einschränkungen auch in Form von Kopfschmerzen auftreten können und damit eine deutliche Minderung der Lebensqualität darstellen. Daher ist es wichtig auch beim Schlafen im Zelt[4] über ein passendes Kissen zu verfügen.

Das Kissen solltest Du in Abhängigkeit Deiner Schlafposition wählen. Schläfst Du auf dem Rücken, ist ein Nackenstützkissen eine gute Wahl. Diese Modelle aus einem Gedächtnisschaum sind relativ kompakt und bieten eine perfekte Unterstützung. Für den Rucksack sind sie allerdings weniger gut geeignet.

Hier solltest Du lieber zu einem Reise Nackenkissen greifen. Diese sind häufig in Form eines Hörnchens gestaltet und lassen sich leicht am Rucksack anbringen. Dieses Kissen legst Du um Deinen Nacken und kannst ebenfalls gut die Nacht verbringen.

Reisedecke

Je nach gewünschten Zielort kann es während der Nacht ziemlich kalt im Zelt werden. Selbst wenn es am Tage noch warm ist, solltest Du Dich dringend beim Schlafen schützen, um eine Unterkühlung zu vermeiden.

Eine Reisedecke ist dafür das geeignete Mittel der Wahl. Diese ist kompakt verstaubar und robust genug, um auch mit etwas Kälte und Feuchtigkeit fertig zu werden. Sie lassen sich einfach reinigen und dadurch auch für mehrere Nächte gut verwenden.

Vermeiden solltest Du das Verwenden von gewöhnlichen Decken. Diese sind an die Bedingungen des Zeltens nicht angepasst und werden weder einen hohen Komfort bieten, noch die Nacht unbeschadet überstehen.

Komfortabel im Zelt schlafen

Sich eine Auszeit in der Natur zu gönnen ist eine gute Option, um die eigenen Energiereserven wieder zu füllen. Der normale Arbeitsalltag und das Leben in der Stadt sind für Körper sowie Geist auf Dauer eine hohe Belastung. Der Mensch ist nicht darauf ausgelegt morgens mit dem lauten Wecker den Tag zu beginnen und schon in der Dunkelheit aufzustehen.

Das Schlafen im Zelt in der freien Natur ist wesentlich gesünder. Du entspannst Dich, der Stress fällt von Dir ab und Du bewegst Dich mehr. Damit Dein Rücken unter dieser Erfahrung nicht leidet, solltest Du die hier präsentierten Tipps befolgen, um eine komfortable Schlafumgebung zu erhalten. Dann wird das Zelt garantiert zum Wohlfühlort und die positive Erfahrung steigert Dein Wohlbefinden.

Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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