Ab wann sollte Dein Baby im eigenen Zimmer schlafen?

Schläft Dein Baby im Familienbett oder in einer eigenen Wiege neben dem Bett, könnte dies den Schlaf der Eltern stören. Doch auf die Nähe mit dem Neugeborenen zu verzichten fällt kaum jemandem leicht. Vielleicht bedrückt Dich auch das Gefühl, dass Dein Baby sich im eigenen Zimmer vernachlässigt fühlen könnte und darunter leidet.

Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, ab dem Dein Baby im eigenen Zimmer schläft? Finde heraus, welche Vorteile es hat, wenn Dein Baby die Nacht im eigenen Bett verbringt.

Ab wann das Baby im eigenen Zimmer schlafen lassen?

Es gibt viele Gründe dafür, dass Du Dir das Bett oder zumindest das Schlafzimmer mit Deinem Baby teilst. Schreit es, kannst Du schneller darauf reagieren. Zudem schläft es für gewöhnlich zügiger ein und fühlt sich in Deiner Nähe wohler.

Für Babys ist es ein natürlicher Instinkt, den Körperkontakt zu den Eltern zu suchen. Sie sind komplett hilflos und der Umgebung schutzlos ausgeliefert. Vor allem aus evolutionsbiologischer Sicht war es für das Überleben notwendig, dass Babys sich möglichst in der Nähe der Eltern aufhalten. Lauerten doch vor einigen tausend Jahren noch einige Gefahren, die nur mithilfe der Eltern überwunden werden konnten.

Mittlerweile ist die Umgebung für Babys deutlich sicherer geworden. Du hast ein eigenes Zimmer eingerichtet und die Kinderwiege oder das Bett stehen bereit. Wann ist nun der richtige Zeitpunkt, ab dem Dein Baby das eigene Zimmer nutzt?

Ärzteempfehlung

Ab einem Alter von 6 Monaten können Babys problemlos im eigenen Zimmer schlafen

Mit dem Umzug in das eigene Zimmer könnte die Angst bestehen, dass Dein Baby darunter leidet. Womöglich schläft es unruhig und Du bekommst gar nicht mit, wenn es schreit und nach Deiner Aufmerksamkeit verlangt.

Die Angst ist laut einschlägiger Studien jedoch unbegründet. Es zeigt sich sogar, dass Babys im eigenen Zimmer besser und länger schlafen. Die Schlafdauer ist in einem Alter von 4 Monaten rund 45 Minuten höher. Ab einem Alter von 9 Monaten beträgt der Unterschied satte 100 Minuten.

Im Vergleich zum Schlafen im Familienbett oder dem Zimmer der Eltern, fühlen sich Babys im eigenen Zimmer offensichtlich wohler. Eltern stellen womöglich eine Störquelle dar und das Baby fällt nicht in den gewünschten Tiefschlaf.

Als weiterer Faktor muss der plötzliche Kindstod berücksichtigt werden. Der plötzliche Kindstod wird dadurch gefördert, dass die Luftzirkulation durch Kissen oder Kuscheltiere in der eigenen Schlafumgebung beeinträchtigt ist. Auch eine Decke, die sich über das Gesicht legt, hemmt die Atmung und fördert das Risiko des plötzlichen Kindstodes.

Ab einem Alter von 6 Monaten scheint dieses gesundheitliche Risiko überwunden. Eine leichte Decke kann selbstständig vom Gesicht weggeschoben werden und ein Schreien verrät, wenn es zu warm oder kalt ist. Daher empfehlen einige Ärzte, dass spätestens ab dem Alter von 6 Monaten der Umzug in das eigene Zimmer vollzogen werden sollte.

Der eigenen Intuition vertrauen

Ab wann Dein Baby im eigenen Zimmer schlafen sollte, bleibt letztlich Deine Entscheidung. Babys sind höchst individuell und eine allgemeine Empfehlung muss für Deinen Nachwuchs nicht zwingend korrekt sein.

Daher ist es unproblematisch, wenn Du etwas länger wartest und Dein Baby noch im elterlichen Schlafzimmer belässt. Dort baut Ihr ein enge Bindung auf und genießt die Zeit zusammen.

Nach rund 12 Monaten wird jedoch geraten, dass Dein Baby im eigenen Zimmer schläft. Andernfalls nehme die Trennungsangst zu und es würde zunehmend schwerer fallen, im eigenen Zimmer zu schlafen.

Ob Du diesen Rat folgen möchtest und was für Deine Familie am besten ist, musst Du selber entscheiden.

Ab wann sollte das Baby im eigenen Bett im Schlafzimmer der Eltern schlafen?

Baby im eigenen Bett schlafen
Babys sollten so früh wie möglich im eigenen Bett schlafen

Neben der Frage, ab wann das Baby im eigenen Zimmer schlafen sollte, ist auch die Frage berechtigt, wann Dein Baby im eigenen Bett schlafen sollte. Könnte doch zu Beginn Dein Bay noch gemeinsam im Familienbett schlafen.

Hier ist die Antwort eindeutiger. Es gilt die Empfehlung, dass Dein Baby so schnell wie möglich in der eigenen Wiege oder dem Schaukelbett schlafen sollte. Im größeren Familienbett besteht die Gefahr, dass durch die Decke die Atemwege blockiert werden, was zum plötzlichen Kindstod führen könnte.

Zudem sind Babys noch so fragil, dass Dein Gewicht körperliche Schäden hinterlassen kann, wenn Du Dich im Schlaf bewegst. Daher gilt die Empfehlung, dass Babys lieber im Beistellbett im Schlafzimmer der Eltern die Nacht verbringen sollten.

Das Baby an das eigene Zimmer gewöhnen

Der Umzug in das eigene Zimmer gefällt den wenigsten Babys. Zwar überwiegen mit der Zeit die Vorteile, doch die ersten Nächte gestalten sich als überaus schwierig. Damit das alleine Schlafen besser gelingt, helfen die folgenden Tipps.

Tagsüber Zeit in dem Zimmer verbringen

Die neue Umgebung fühlt sich für Dein Baby noch total ungewohnt an. Der Raum wirkt unvertraut und jede Veränderung birgt eine potentielle Gefahr.

Um Deinem Kind zu vermitteln, dass das eigene Zimmer ungefährlich ist, solltet Ihr während des Tages dort Zeit verbringen. Spiele im Kinderzimmer, lese Geschichten vor und hilf dabei, den Raum mit positiven Assoziationen zu füllen.

Nach der ersten kleinen Eingewöhnungsphase kannst Du damit beginnen, dass Dein Baby im eigenen Zimmer den Mittagsschlaf durchführt. Gelingt dies problemlos, kannst Du Dich an die Nacht herantasten.

Einschlafrituale befolgen

Schlafrituale sind für Babys wichtig, damit sie einen Eindruck erhalten, wann die Schlafenszeit gekommen ist. Sie verfügen noch nicht über einen eigenen Schlaf-Nacht-Rhythmus, weshalb Du hier mit geeigneten Ritualen nachhelfen kannst.

Als Einschlafritual zählt die Gute-Nacht-Geschichte ebenso, wie ein ruhiges Schlaflied. Verzichten solltest Du gänzlich auf elektronische Hilfsmittel. Das Smartphone oder der Fernseher sind keine geeigneten Schlafhilfen. Das bläuliche Licht hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin, weshalb Dein Baby kaum zur Ruhe kommt.

Du könntest auch beginnen Dein Baby auf dem Arm zu tragen und es so zum Einschlafen bewegen. Danach ist es wichtig, dass Du Dein Baby alleine im eigenen Bett schlafen lässt. So gewöhnt es sich daran, nicht pausenlos Deinen Körperkontakt zu spüren und verkraftet dies gut.

Für Geborgenheit sorgen

Damit Dein Kind sich im eigenen Zimmer wohlfühlt, muss ein Gefühl der Sicherheit vermittelt werden. Die Dunkelheit der Nacht wirkt selbst für ältere Kinder noch unbehaglich. Da ist es kein Wunder, dass auch Dein Baby es mit der Angst zu tun bekommt, wenn es alleine im eigenen Zimmer schlafen soll.

Abhilfe schafft dafür ein Nachtlicht für Kinder. Diese erhellen den Raum und sind so gestaltet, dass sie den Schlaf nicht stören. Spezielle Modelle mit einem Sternenhimmel fördern das Einschlafen.

Babys schlafen fast den gesamten Tag. Damit Du Dich nicht komplett ruhig in der Wohnung verhalten musst, kannst Du ein Weißes Rauschen Gerät verwenden. Diese senden ein sanftes Rauschen, welches ähnlich beruhigend, wie der Staubsauger wirkt.

Verzichten solltest Du hingegen auf Kuscheltiere im eigenen Bett. Diese beeinträchtigen die Luftzirkulation und verschlechtern die Schlafatmosphäre. Alternativ ist ein Babynest hilfreich, um ein Gefühl der Geborgenheit zu vermitteln, ohne den Schlaf zu stören.

Ab wann das Baby im eigenen Zimmer schlafen lassen

Für Babys stellt es einen kleinen Meilenstein dar, wenn Sie das Beistellbett bei den Eltern verlassen und die Nacht im eigenen Zimmer verbringen. Für Eltern bietet dies den Vorteil wieder intimer zu werden und etwas mehr Ruhe in der Nacht zu haben. Auch Babys scheinen sich daran zu erfreuen und schlafen im Durchschnitt länger.

Ab einem Alter von 6 Monaten wird das Schlafen im eigenen Zimmer empfohlen. Dann ist die Gefahr des plötzlichen Kindstodes kaum mehr existent und Dein Baby kommt mit der Trennung gut zurecht.

Verwende ein Babyphone und gestalte eine optimale Schlafumgebung, damit Dein Kind sich im eigenen Zimmer wohlfühlt. Auf diese Weise kommt der Schlaf nicht mehr zu kurz und der Alltag wird wesentlich entspannter.

Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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