Im schlaf weinen – Was sind die Auslöser und welche Bedeutung hat es für Dein Baby?

Du hast einen schlechten Traum gehabt und schreckst im Schlaf völlig erschöpft auf. Mit einem Tränen übergossenem Gesicht sitzt Du im Bett und weißt nicht so recht wie Du damit umgehen sollst. Du bist zu aufgewühlt, um einfach wieder einzuschlafen und machst Dir Sorgen, dass etwas mit Dir nicht stimmen könnte.

Ist das Weinen im Schlaf ein Zeichen dafür, dass es Deiner Psyche nicht gut geht oder erweist sich dieses Phänomen als harmlos? Erfahre, weshalb das Weinen im Schlaf auftritt und wie gefährlich es wirklich ist.

Weshalb weinst Du im Schlaf

Das Weinen im Schlaf[1] ist nicht so selten, wie Du denken magst. Für Babys und Senioren ist es eine regelmäßige Begleiterscheinung im Schlaf.

Babys weinen beim Wechsel der Schlafphase

Babys weinen etwa, weil Sie in eine andere Schlafphase übergehen. Bis zu einem Alter von 4 Jahren ist dies ein gewöhnlicher Ausdruck und sollte Dich nicht beunruhigen. Das Weinen tritt aber nur sehr sanft auf und geht selten mit einem Schreien einher. Vielmehr fließen die Tränen, während Dein Baby noch ruhig im Bett liegt.

Bei Senioren deutet das Weinen auf eine Demenz hin

Im Schlaf weinen - Demenz
Ein häufigeres Weinen im Schlaf deutet bei älteren Personen auf eine Demenz hin

Bei Senioren ist ein häufigeres Weinen im Schlaf ernst zunehmen. Es könnte ein Ausdruck einer geistigen Erkrankung sein. Als frühes Anzeichen einer Demenz oder Alzheimer[2] könnte es darauf hindeuten, dass die Nervenzellen nicht mehr vernünftig arbeiten. Am nächsten Morgen ist das Weinen nicht mehr im Bewusstsein und schon wieder vergessen. Dennoch sollte bei Senioren genauer darauf geachtet werden, falls diese zu einem häufigeren Weinen während der Nacht neigen.

Weinen als Folge von Albträumen

Das Weinen im Schlaf kann ein normaler Ausdruck eines Albtraums sein. Jeder Mensch erlebt hin und wieder einen Albtraum, der so real erscheint, dass sich dies im Weinen ausdrückt.

Der Schlaf dient zur Bewältigung von Emotionen und der Geschehnisse des Tages. Körper und Geist erholen sich und verarbeiten die Erfahrungen.

Intensives Traumerlebnis

Erlebst Du gerade einen Albtraum, könnte das Weinen ein Weg darstellen, um den entstehenden Stress zu lösen.

Leidest Du unter einem höheren Stress und plagen Dich Ängste? Dann sind Albträume häufiger zu erwarten. Das Weinen ist eine Reaktion auf die Ängste und dient dazu den Stress zu lindern. Es ist völlig natürlich auf solch eine gefährliche Situation mit dem Weinen zu reagieren.

Achte darauf, abends möglichst entspannt einzuschlafen. Versuche negative Gedanken nicht zu sehr ins Bewusstsein zu lassen und verarbeite diese lieber in einer Entspannungsphase am Tage. Machen sich die Probleme vor allem vor dem Einschlafen bemerkbar, ist dies ein Anzeichen dafür, dass Du Dir während des Tages nicht genügend Auszeiten gönnst.

Das Weinen als Ausdruck einer Erkrankung

Hin und wieder im Schlaf weinen ist eine normale Reaktion auf einen schlechten Traum. Selbst wenn Du ein glückliches Leben führst, wirst Du manche Nacht von einem Albtraum heimgesucht, welcher zum Weinen führt. Dies sollte Dich nicht beunruhigen und die nächste Nacht wirst Du wie gewohnt tief und fest schlafen.

Tritt das Weinen bei Dir häufiger auf? Dann solltest Du Dich mit körperlichen sowie geistigen Ursachen auseinandersetzen und im Zweifel einen Arzt aufsuchen. In Zusammenarbeit lässt sich besser erörtern, weshalb diese Reaktion bei Dir auftritt. Insbesondere, wenn das Weinen Deinen Schlaf stört und Du morgens vollkommen übermüdet aufwachst, solltest Du daran arbeiten, Dein Schlafverhalten und Deine Lebensweise zu verändern.

Psychische Gründe

Stress - Weinen im Schlaf
Stress und eine hohe Anspannung können zum Weinen im Schlaf führen

Wie sieht Dein Alltag aus? Stehst Du unter hohem Stress, weil eine wichtige Prüfung im Studium auf Dich wartet oder verlangt Dein Chef regelmäßig Überstunden von Dir? Leidest Du unter einer Anspannung, die Du nicht mehr loswirst und hast Du Zukunftsängste?

Dann ist es wahrscheinlich, dass das Weinen aufgrund der hohen psychischen Belastung auftritt. Millionen von Menschen leiden unter einem hohen Stress[3] und sind nicht in der Lage diesen zu lindern. Der Schlaf ist meist zu kurz und wenig erholsam, um das Stressniveau abzumildern. Die Anspannung könnte sich im Weinen entladen.

Nimmst Du keine Rücksicht auf Deine Bedürfnisse und kommen die Entspannungsphasen zu kurz, könnte der Stress in einer Depression münden. Ein Burn-out und eine völlige Antriebslosigkeit sind ebenfalls häufige Folgen.

Das Weinen ist in diesem Fall ein Warnsignal Deines Körpers und sollte ernst genommen werden. Gönne Dir ausreichend Erholungsphasen, um den Stress zu lindern und gehe besser mit Deinen Ängsten um.

Negative Erfahrungen der Vergangenheit

Im Schlaf werden mit Hilfe von Träumen Erfahrungen der Vergangenheit verarbeitet. Diese können sowohl positiv als auch negativ sein.

Leidest Du unter einem Trauma, wie etwa einem Missbrauch in der Kindheit, einem Unfall, Todesfälle oder gar Kriegserlebnisse, dann ist eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) für das Weinen häufig die Ursache. Bestimmte Auslöser können dazu führen, dass die negativen Ereignisse wieder ins Bewusstsein rücken.

Trauma

Traumatische Erlebnisse können im Schlaf wieder in das Bewusstsein rücken und das Weinen auslösen.

Die traumatischen Ereignisse stehen zudem in Zusammenhang mit Schlafstörungen. Sie führen zu Ein- und Durchschlafprobleme. Die Schlafstörungen wiederum verstärken die Symptome des Traumas, sodass ein Teufelskreis entsteht.

Wichtig ist deshalb im Rahmen einer Therapie das Trauma aufzuarbeiten. Dann bist Du in der Lage die negativen Erlebnisse hinter Dir zu lassen und wieder besser zu schlafen.

Körperliche Ursachen

Der Tränenfluss könnte auch auf körperliche Ursachen zurückzuführen sein. Dies ist zum Beispiel bei trockenen Augen der Fall. Sind Deine Augen zu trocken, dient der Tränenfluss der Befeuchtung. Wende Dich an Deinen Augenarzt und erörtere, weshalb der Tränenfilm nicht ausreichend ist. Mit Augentropfen verhinderst Du zunächst ein Austrocknen und der übermäßige Tränenfluss sollte nicht mehr auftreten.

Auch Atemaussetzer können zum Aufschrecken und einem leichten Tränenfluss führen. Die Schlafapnoe oder ein starkes Schnarchen stören den Schlaf und sollten in schwerwiegenden Fällen im Schlaflabor untersucht werden.

Wie reagierst Du auf das Weinen

Weinst Du selber im Schlaf oder siehst Du, wie Dein Kind aufgeschreckt im Bett sitzt?

Bei einem typischen Nachtschreck[4] wacht Dein Kind nicht vollständig auf. Es befindet sich im Halbschlaf und bekommt kaum etwas von der Umgebung mit. Im Normalfall wird es von allein wieder einschlafen und sich am nächsten Morgen daran keine Erinnerung mehr besitzen.

Du kannst beruhigend einwirken, indem Du mit sanfter Stimme zu Deinem Kind sprichst. Auch das Summen eines Schlafliedes kann dabei helfen die Folgen des Nachtschrecks etwas abzumildern. Es ist aber nicht notwendig und häufig kontraproduktiv Dein Kind aufzuwecken. Dadurch fällt nur das Einschlafen schwer und der Schlaf wird gestört.

Bemerkst Du bei Dir selber, dass Du häufiger im Schlaf weinst, dann versuche anhand der Gründe eine Linderung herbeizuführen. Wende Dich an Deinen Arzt und möglicherweise ist eine Therapie notwendig, um ein Trauma zu verarbeiten. Häufig ist es ausreichend, wenn Du Dir mehr Erholungsphasen gönnst, um den Stresslevel zu reduzieren. Mit mehr Entspannung wirst Du erholsamer schlafen und seltener von den Albträumen heimgesucht.

Gründe für das Weinen im Schlaf Deines Babys

Weint Dein Baby in der Nacht und Du weißt nicht, wie Du damit umgehen sollst? In aller Regel brauchst Du Dir um Dein Baby keine Sorgen machen. Das Weinen tritt häufig auf und steht im Zusammenhang mit der natürlichen Entwicklung.

Hunger

Ein Grund könnte etwa sein, dass Dein Baby hungrig oder durstig ist. Nach einer kurzen Mahlzeit beruhigt es sich wieder und geht in den tiefen Schlaf über.

Zu kalt oder warm

Auch die Schlafumgebung ist wichtig für Dein Baby. Der kleine Körper ist kaum in der Lage seine Temperatur zu regulieren. Daher solltest Du darauf achten, dass eine angenehme Temperatur vorherrscht und es weder zu warm noch zu kalt in der Kinderwiege ist. Berühre den Nacken Deines Kindes um zu spüren, ob dieser besonders warm ist.

Nasse Windel

Das Weinen könnte auch nur ein Ausdruck dafür sein, dass eine neue Windel benötigt wird. Denn kein Baby möchte die Nacht in einer nassen Windel verbringen und zeigt dies deutlich durch das Weinen und Schreien.

Albträume

Ob Babys unter Albträumen leiden ist nicht bestätigt. Es wird davon ausgegangen, dass ab einem Alter von 18 Monaten die schlechten Träume auftreten können. Vorher ist es eher seltener und unwahrscheinlich, dass Dein Baby von den Albträumen heimgesucht wird.

Wie gehst Du mit dem Weinen Deines Babys um?

Baby weint im Schlaf
Weint Dein Baby im Schlaf, dann versuche es zunächst, ohne Aufwecken, zu beruhigen

Versuche auch hier herauszufinden, weshalb Dein Baby weint. Das Weinen, weil es sich unwohl fühlt oder gerade nur schlecht schläft, unterscheidet sich meist deutlich. Bei Hunger, einer nassen Windel oder einem zu warmen Bett wird Dein Baby sich laustark bemerkbar machen[5]. Beruhige in diesem Fall Dein Baby und gehe auf das Bedürfnis ein. Meist wird das Schreien schnell zurückgehen und es fällt leicht wieder in den Schlaf.

Ruhe bewahren

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Dein Baby abends oder im Schlaf weint. Wichtig ist, dass Du die Ruhe behältst und zunächst sanft auf Dein Baby einwirkst. Dann beruhigt es sich vielleicht von allein und findet wieder in den Schlaf.

Weint Dein Baby aufgrund eines Albtraums, ist dies am Gesichtsausdruck und der Bewegung der Beine oder Arme zu erkennen. Zudem ist das Weinen im Schlaf eher leise und nicht von einem Schreien begleitet. In diesem Fall solltest Du Dein Baby einfach weiterschlafen lassen. Es mag zwar Deinem natürlichen Gefühl entsprechen Dein Baby in den Arm zu nehmen und es beruhigen zu wollen. Doch es ist hilfreicher es einfach schlafen zu lassen und nicht den Schlaf zu stören. Es wird sich von allein wieder beruhigen und am nächsten Morgen sich gar nicht mehr an den Albtraum erinnern.

Das Weinen im Schlaf

Du merkst also, dass das Weinen im Schlaf aufgrund verschiedenster Ursachen auftreten kann. In unregelmäßigen Abständen ist es wenig bedenklich und kann von Albträumen ausgelöst werden.

Weinst Du häufiger im Schlaf, könnten jedoch ein Trauma oder eine körperliche Ursache dafür verantwortlich sein. Wende Dich an Deinen Arzt, da im Schlaf Weinen auch zu Schlafstörungen führen kann. Behandle die Ursachen, um wieder erholsamer die Nacht zu verbringen und nicht mehr mit einem Schreck aufzuwachen.

Weint Dein Baby und schreit dabei, deutet dies auf ein natürliches Bedürfnis hin. Füttere es, wechsel die Windel oder beruhige es mit sanfter Stimme. Weint es hingegen ruhig und verzieht dabei das Gesicht, könnte dies an einem Albtraum liegen. Dann lasse es weiterschlafen und es wird sich von selber beruhigen.

Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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