Für viele Personen ist das Aufstehen kein schöner Moment. Der Wecker klingelt, die Arbeit ruft und eigentlich würde man selber noch länger im gemütlichen Bett bleiben. Dies sind Probleme, die viele Menschen betreffen, aber leicht zu überwinden sind.

Ist Dein Morgen jedoch von Knieschmerzen geprägt, sodass der Start in den Tag mit körperlichen Beschwerden verbunden ist? Dann stellt dies eine hohe Beeinträchtigung Deines Alltags dar.

Doch die Knieschmerzen musst Du nicht einfach über Dich ergehen lassen. Finde heraus, weshalb die Schmerzen nachts oder am Morgen auftreten und treffe geeignete Maßnahmen, um endlich beschwerdefrei aufzustehen.

Ungünstige Schlafposition

Eine Ursache für die Knieschmerzen könnte in Deinem Schlafverhalten zu finden sein. Schläfst Du bevorzugt auf der Seite, stellt dies eine hohe Belastung für Deinen Körper dar. Das Problem hierbei ist, dass Deine Wirbelsäule nicht ausreichend stabilisiert wird. Dies führt dazu, dass das obere Bein nach vorne gelegt wird oder auf dem anderen Knie verbleibt.

Während der Nacht ist es völlig normal, dass Du Dich bewegst und die Position leicht änderst. Liegen die Knie aufeinander, kann dies zu einem Reiben führen und unter dem ständigen Druck können Schmerzen in der Nacht oder am Morgen auftreten.

Daher ist es vorteilhaft, wenn Du ein spezielles Kissen verwendest, welche eine höhere Unterstützung für die Seitenlage bietet. Eine Kissenrolle oder ein Kniekissen lässt sich zwischen die Beine klemmen, damit die Knie in der Nacht nicht mehr aufeinander Knochen an Knochen liegen. Die weiche Polsterung gewährt einen angenehmen Schutz, sodass Du sicher und komfortabel liegst.

Arthrose

Die Knieschmerzen können allerdings auch auf einer ernsthaften Krankheit beruhen. Befindest Du Dich in einem höheren Alter oder betreibst Du intensiv einen Sport, welcher die Knie belastet, könnte ein Gelenkverschleiß aufgetreten sein.

Im gesunden Knie sorgt das Knorpelgewebe für einen reibungsfreien Ablauf des Gelenks. Die Bewegungen verlaufen ohne Probleme und selbst nach längeren Ruhephasen sind keine Schmerzen zu bemerken.

Knieschmerzen - Arthrose
Die Knieschmerzen könnten auf eine Arthrose hindeuten

Bei einer fortgeschrittenen Arthrose können die Knieschmerzen nach einer längeren Ruhephase auftreten. Dann benötigst Du erst ein paar Schritte, um wieder in Gang zu kommen. Nach dem Aufstehen ist das Knie möglicherweise noch geschwollen und es tritt eine leichte Rötung auf.

Diese Symptome werden auch als Morgensteifigkeit beschrieben. Treten die Knieschmerzen unter Belastung und nach dem Schlafen auf, deutet dies auf eine Arthrose hin. Dann wird der Knorpel bereits so weit verschlissen sein, dass die Knochen aufeinander reiben und der Knorpel als schützende Schicht nicht mehr vorhanden ist.

Morbus Ahlbäck

Treten die Knieschmerzen tief im Gelenk auf und sind sowohl während der Nacht als auch unter Belastung deutlich ausgeprägt?

Dann könnte die Morbus Ahlbäck Erkrankung dafür verantwortlich sein. Bei dieser liegt eine verminderte Durchblutung des Kniegelenks vor. In der Folge stirbt der unter dem Knorpel liegende Knochen ab und die Knochensubstanz bildet sich zurück. Der Knochen wird regelrecht brüchig und porös.

Das Gefühl ist ein Ähnliches, als wäre Dein Knie einem schweren Trauma ausgesetzt. Der Schmerz liegt tief im Inneren des Knies und es können sich Flüssigkeitseinlagerungen bilden. Die Ödeme sind die eigentliche Ursache des Schmerzes und stellen ein wichtiges Warnsignal dar.

Die gute Nachricht ist, dass diese Entwicklung gehemmt werden kann. Gehst Du frühzeitig mit diesen Symptomen zum Arzt, kann mit einer orthopädischen Behandlung gegen diese Erkrankung vorgegangen werden. Es wird die Durchblutung angeregt und die Nekrose vermindert, sowie die Regeneration gefördert. Damit sollten auch die Beschwerden zurückgehen.

Was Du gegen die Knieschmerzen unternehmen kannst

In erster Linie solltest Du mit Deinem Arzt abklären, weshalb die Knieschmerzen auftreten. Lässt Du die Beschwerden frühzeitig untersuchen, kannst Du wertvolle Zeit gewinnen, um etwaigen Erkrankungen entgegenzuwirken.

Dennoch sind Erkrankungen und Schmerzen des Kniegelenks sehr tückisch. Der Verschleiß lässt sich nicht mehr korrigieren, sodass Du mit anderen Mitteln versuchen solltest, die Gesundheit des Kniegelenks zu verbessern und die Symptome zu mindern.

Führe die folgenden Maßnahmen durch, um morgendlichen Schmerzen im Knie zu reduzieren.

Höhere Matratze

Treten die Schmerzen vor allem beim Aufstehen aus dem Bett auf, könnte dies auf eine zu niedrige Höhe hindeuten. Je niedriger die Liegehöhe ist, desto höher ist die Belastung für das Knie. Das Knie ist stärker gebeugt und die Kraft wirkt genau auf das Gelenk.

Angenehmer ist es, wenn die Matratze wesentlich höher ist. Dadurch wird das Gelenk nicht so stark gebeugt und einer niedrigeren Belastung ausgesetzt.

Knieschmerzen - Matratze
Eine höhere Matratze oder ein Boxspringbett ermöglichen ein gelenkschonendes Aufstehen

Wähle daher Matratzen, die mindestens 20cm hoch sind, um eine angenehmere Liegehöhe zu erhalten. Bist Du bereit mehr Geld zu investieren, dann wähle ein komfortables Boxspringbett. Diese sind aufgrund des mehrlagigen Aufbaus höher als ein gewöhnliches Bett mit einem Lattenrost.

Gerade für Senioren stellt es eine Erleichterung dar, eine höhere Variante zu wählen. Dann fällt das Aufstehen leichter und der Tag kann aktiver begonnen werden.

Durchblutung fördern

Verbringst Du viel Zeit am Schreibtisch und ist die Bewegung kaum ausreichend für Dich?

Dann könnte ein Grund für die Schmerzen im Knie eine mangelhafte Durchblutung sein. Diese könnte infolge des Bewegungsmangels und einer schwachen Muskulatur auftreten.

Fördere die Durchblutung mit einem Venenkissen oder führe den Beinen etwas Wärme mit einem Hirsekissen zu. Nutzt Du diese Kissen während der Nacht, wirst Du am Morgen unter weniger Beschwerden leiden.

Langfristig solltest Du jedoch an einem gesünderen Lebensstil arbeiten. Treibe etwas Sport und belaste die Muskulatur gleichmäßig. Dann wird die Durchblutung gefördert und die Schmerzen gemindert.

Schlafposition

Verbringst Du die Nacht auf dem Rücken, der Seite oder dem Bauch?

Der Seitenschlaf wird von einigen Personen bevorzugt. Vermittelt er doch eine gewisse Geborgenheit und fühlt sich komfortabel an. Für die Wirbelsäule stellt diese Position jedoch eine größere Herausforderung dar. Durch tieferes Einsinken in die Matratze wird die Wirbelsäule unnatürlich gekrümmt. Daraus resultieren Fehlhaltungen im unteren Rücken, welche sich auch im Kniegelenk äußern.

Daher solltest Du in der Seitenposition darauf achten, dass die Wirbelsäule möglichst gerade bleibt und nicht nach unten wegknickt. Dafür ist es hilfreich eine orthopädische Matratze zu verwenden. Diese verfügt über mehrere Liegezonen, die sich perfekt dem Körper anpassen. Der Schulterbereich sowie der untere Rücken werden stabilisiert, sodass eine Entlastung der Wirbelsäule erfolgt.

Probiere zudem aus, ob nicht der Rückenschlaf eine Alternative für Dich wäre. Dieser ist gemeinhin gesünder und wird besser von den Knien aufgenommen.

Stehe morgens schmerzfrei auf

Schmerzen im Kniegelenk können verschiedene Ursachen haben. Häufig beruhen diese auf eine krankhafte Veränderung oder einer falschen Schlafhaltung.

Kläre zunächst mit Deinem Arzt ab, ob etwa eine Arthrose oder eine Nekrose des Kniegelenks vorliegt. Dann wird dieser geeignete Behandlungsmöglichkeiten aufzählen, um die Beschwerden zu mindern.

Da die Beschwerden selbst bei einer geeigneten Therapie nicht vollständig zurückgehen, solltest Du weitere Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört, dass Du eine bessere Schlafumgebung schaffst.

Mit einer höheren Matratze und dem Verwenden spezieller Kissen wirst Du Deinen Körper entlasten. Die Gelenke werden weniger belastet und es lässt sich morgens der Tag mit weniger Schmerzen beginnen.

Achte selbst in jungen Jahren auf Deine Gelenke, da ein übermäßiger Verschleiß kaum zu korrigieren ist. Befolge diese Ratschläge und Du wirst nicht mehr mit Knieschmerzen aufstehen müssen.

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