Können Menschen Winterschlaf halten und wäre das eine Erklärung für Dich, weshalb Du im Winter ständig unter einer anhaltenden Müdigkeit leidest?

Ob der Mensch tatsächlich, wie andere Säugetiere, vom Winterschlaf profitieren könnte und wie viel Urinstinkt in uns vorhanden ist, erfährst Du im folgenden Artikel.

Die Müdigkeit im Winter

Das Phänomen kennen wohl viele Menschen in Deutschland. Während es draußen kälter und die Tage immer kürzer werden, scheint die Müdigkeit die Überhand zu gewinnen. Wir fühlen uns ohne Energie und das, obwohl wir uns am Wochenende gerne ein paar Stunden zusätzlichen Schlaf gönnen und im Gegensatz zum Sommer, öfter mal gemütliche Abende zu Hause verbringen.

Schnell liegt daher der Verdacht nahe, dass der Körper des Menschen in eine Art Winterschlaf verfallen könnte und darin die Ursache für die Müdigkeit gefunden werden kann. Die Hauptursache ist allerdings eine andere, denn es fehlt dem Körper schlichtweg das Sonnenlicht.

Das Sonnenlicht besitzt einige positive Auswirkungen auf den Körper, unter anderem die Produktion bestimmter Glückshormone. Bist Du selten im Freien und verbringst die wenigen Stunden, die draußen die Sonne scheint, im Büro oder in den eigenen vier Wänden, kann der Körper nicht die wohltuenden UV-Strahlen aufnehmen.

Winter spazieren.
Im Winter spazieren gehen ist für den Menschen besser als jeder Winterschlaf.

Der Hormonhaushalt wird durch den Mangel an Sonnenlicht nachhaltig beeinflusst und die Müdigkeit tritt während des gesamten Winters intensiver auf. In Extremfällen kann sich dies in einer Winterdepression äußern. Dann ist nicht nur der Energielevel niedrig, sondern die Stimmung erreicht einen Tiefpunkt. Ähnlich wie einer regulären Depression empfinden die Betroffenen keinen Antrieb mehr und würden am liebsten den gesamten Tag zu Hause im Bett verbringen.

Hiergegen helfen Spaziergänge im Freien. Selbst wenn es draußen bewölkt ist, kann das Sonnenlicht positiv wirken und die Stimmung aufhellen. Auch der Besuch in einem Sonnenstudio oder ein Tageslichtwecker können helfen, die Winterdepression zu lindern.

Die Ernährung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Denn während des Winters benötigt der Körper mehr Kalorien, da er seine Körpertemperatur aufrechterhalten muss. Schnell kann dies dazu führen, dass eher fettreiche Lebensmittel und Mahlzeiten verzehrt werden. Hilfreicher ist es, wenn Du weiterhin auf eine ausgewogene Ernährung achtest und Deinem Körper lieber eine Extraportion Obst gönnst, anstelle der fettigen Gänsekeule.

Können Menschen einen Winterschlaf halten?

Auch wenn es in der Praxis unter den heutigen Umständen kaum umzusetzen wäre, ist es dennoch interessant zu erfahren, ob Menschen grundsätzlich in der Lage sind, einen Winterschlaf zu halten.

Hierzu gibt es reale Überlegungen, wie Astronauten auf dem Flug zum Mars von diesem Tiefschlaf profitieren könnten. Hinter dem Schlafzustand steht die Idee, dass der Körper weniger Energie verbraucht und somit die Nahrungsvorräte länger ausreichen.

Die Wissenschaft ist sich hierzu tatsächlich nicht einig, ob der Mensch in eine Art Winterschlaf versetzt werden könnte. Was also eigentlich nach Science-Fiction klingt, ist bei der ersten Mars-Mission vielleicht schon Realität.

Gene, die auf den Winterschlaf hindeuten

Tatsächlich scheint der Winterschlaf für den Menschen gar nicht so abwegig zu sein. Wie Forscher im Erbgut mancher Menschen nachweisen konnten, besitzen diese das gleiche Gen, welches auch bei Lemuren, zu einer Art Winterschlaf führt. Zwar geht es hier nicht um den bekannten Schlaf, während kalter Temperaturen, sondern da die Affen sich im warmen Madagaskar aufhalten, um eine Erstarrung, bei zu heißem Klima.

Der Effekt ist jedoch ähnlich und er erlaubt dem Körper, überlebenswichtige Energie zu sparen. Der Stoffwechsel verlangsamt sich und der Körper stellt sich darauf ein, dass nur noch die überlebenswichtigen Funktionen aufrechterhalten werden. Jeglicher Energieverschwendung wird mit dieser Maßnahme vorgebeugt.

Demnach scheinen manche Menschen grundsätzlich die genetischen Voraussetzungen zu besitzen, um in eine tiefe Schlafphase versetzt zu werden.

Deshalb ist der Winterschlaf für den Mensch keine Option

Obwohl also manche Personen die passenden Gene besitzen, werden diese nicht in einen Winterschlaf verfallen. Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe, die gegen diese Maßnahme sprechen.

Zunächst muss erörtert werden, weshalb der Winterschlaf überhaupt in der Natur vorkommt.

Hier geht es hauptsächlich darum, Energie zu sparen. Da das Nahrungsangebot während des Winters knapper ist, halten einige Säugetiere Winterschlaf und werden erst aktiver, wenn mehr Nahrung zur Verfügung steht. Auslöser können entweder die Temperatur, die Körperfettgrenze oder das Tageslicht sein.

Ein Trugschluss ist zudem, dass der tiefe Schlaf zu einem erholten Zustand führen würde. Sicherlich klingt es verlockend, wenn bei anhaltender Müdigkeit einfach mal ein paar Tage durchgeschlafen wird.

Selbst wenn dieser Zustand erreicht werden würde, wäre dieser lange Schlaf ganz und gar nicht erholsam. Es spricht sogar einiges dafür, dass er eher anstrengend ist. Untersuchungen bei Tieren zeigen, dass diese nach einem Winterschlaf für wenige Tage einen höheren Schlafbedarf aufweisen. Sie müssen sich also erst noch von dem Winterschlaf erholen und regenerieren.

Eine weitere Gefahr besteht in der Schädigung des Nervensystems. Die lange Starre kann Schädigungen hervorrufen und bei Menschen konkret die Struktur des Gehirns verändern. Astronauten, die sich auf dem Weg zum Mars in der Starre befinden, müssten also nicht nur mit den Gefahren der Schwerelosigkeit kämpfen, sondern auch mit den Nervenschädigungen durch den tiefen Schlaf.

Für den Menschen ist es also wenig sinnvoll, einen Winterschlaf durchzuführen, da dieser ohnehin nur eingesetzt wird, um eine Nahrungsmittelknappheit zu bewältigen. Da diese Knappheit zumindest in Europa unwahrscheinlich ist, ist die Müdigkeit nicht auf das Verlangen nach einem Winterschlaf, sondern auf einen Mangel an Tageslicht zurückzuführen.

Ein sibirisches Volk, welches den Winterschlaf genutzt haben soll

Historisch gesehen war das Nahrungsangebot der Menschen nicht immer so vielfältig und auch im Winter verfügbar. Ein Volk in Sibirien soll den Winterschlaf noch vor etwa 100 Jahren genutzt haben, um die Nahrungsmittelknappheit zu bewältigen.

Jeden Winter sammelten sich die Familien und schliefen etwa 6 Monate. Einmal am Tag standen sie kurz auf, um etwas Brot zu essen und Wasser zu trinken. Nach dieser Minimalversorgung wurde wieder der Schlaf aufgenommen.

Es scheint also, dass Menschen den Winterschlaf durchaus zu ihrem Vorteil genutzt haben. Heutzutage ist er jedoch aufgrund des modernen Lebenswandels nicht mehr notwendig.

Der Winterschlaf für den Menschen – Sinnvoll oder nicht

Falls Du Dich also mal wieder etwas müde fühlst und im Winter es kaum schaffst aus dem Bett zu steigen, ist der Winterschlaf keine Alternative für Dich.

Dieser bringt Dir weder mehr Energie, noch wirst Du dadurch leistungsfähiger. Hilfreicher ist es, wenn Du nach anderen Lösungsstrategien suchst.

Das Ausnutzen des Tageslichtes und falls notwendig, die Zuführung eines künstlichen Lichtes können Dir helfen, um gegen die Müdigkeit anzukämpfen.

Wie Millionen andere Personen leide auch ich unter einer Hausstauballergie. Diese führte zu einigen schlaflosen Nächten. Da ich in Indonesien lebe war ich zusätzlich noch mit der Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit geplat. Nach einigen Experimentieren habe ich jedoch meinen Schlaf verbessern können und bin nun vollkommen beschwerdefrei. Weder die Allergie noch Rückenschmerzen beeinflussen meinen Schlaf. Morgens mit Energie aufzustehen, anstatt sich aus dem Bett zu quälen, ist ein unbeschreibliches Gefühl. In diesem Blog möchte ich Dir zeigen, wie Du Deine Schlafqualität erhöhst und ein völlig neues Leben beginnst.