Welches Kopfkissen hilft bei Nackenverspannungen?

Wachst Du morgens mit Nackenschmerzen und Verspannungen auf, liegt der Verdacht nahe, dass ein Zusammenhang mit Deinem Kopfkissen besteht. Es ist wahrscheinlich nicht für Dein Schlafverhalten geeignet und zwingt Deine Halswirbelsäule in eine ungünstige Position. Schmerzen und Verspannungen sind dann die natürliche Folge.

Möchtest Du den Nackenverspannungen entgegenwirken, stehen Dir hierfür eine Vielzahl von unterschiedlichen Kissen zur Auswahl. Worauf musst Du beim Kauf achten und welche Ausführungen sind besonders gesund für den Nacken?

Mit der folgenden Anleitung findest Du garantiert das passende Modell, um entspannt die Nacht zu verbringen und nicht mehr unter den Verspannungen zu leiden.

Woher kommen die Nackenverspannungen?

Die Ursachen der Nackenverspannungen[1] sind vielfältig. Sie können sowohl auf Dein Schlafverhalten als auch den Alltag zurückzuführen sein. Die moderne Lebensweise ist für den Nacken nicht gerade gesund und diese Faktoren tragen zu den Beschwerden bei.

Falsche Sitzhaltung am Arbeitsplatz

Verbringst Du wie Millionen anderer Menschen auch die Arbeitszeit am Schreibtisch, ist die Gefahr groß, dass Du dabei eine ungünstige Sitzhaltung einnimmst. Häufig wird der Kopf näher zum Bildschirm geschoben und eine ungleichmäßige Belastung der Nackenmuskulatur tritt auf.

Schädliche Sitzhaltung

Das lange Sitzen am Schreibtisch geht häufig mit einer Fehlbelastung einher. Du führst den Kopf näher zum Bildschirm und nimmst eine vorgebeugte Haltung ein.

Besser ist es, wenn Du darauf achtest möglichst gerade zu sitzen. Der Kopf sollte sich mittig zwischen den Schultern befinden und ohne Anstrengung auf dem Körper sitzen. Dadurch ist die Belastung für die Nackenmuskulatur möglichst gering, sodass Beschwerden gar nicht erst auftreten.

Ungünstiges Kissen

Welches Kissen bevorzugst Du für Deinen Schlaf? In vielen Schlafzimmern sind immer noch große Daunenkissen[2] anzutreffen. Diese mögen gemütlich wirken, doch für Deinen Nacken sind sie eine Qual. Die Kissen sind zu hoch, zu weich und begünstigen eine ungesunde Schlafposition.

Liegst Du auf diesen Kissen, befindet sich der Kopf in einer zu hohen Position. Dies ist an einem Abknicken der Halswirbelsäule nach vorne zu erkennen. Ein flacheres Kissen ist häufig für den Nacken besser geeignet, falls Du auf dem Rücken schläfst. Von der Seite betrachtet sollte sich der gesamte Körper auf einer Ebene befinden. Dies beschreibt am ehesten eine gesunde Schlafposition und sorgt für einen entspannten Nacken.

Bewegungsmangel

Neben einer Fehlbelastung ist auch der Bewegungsmangel[3] ein Hauptfaktor dafür, dass Nackenverspannungen auftreten. Denn um den Kopf zu stabilisieren ist eine gestärkte Muskulatur von Vorteil. Bewegst Du Dich kaum und sitzt die meiste Zeit des Tages, findet eine einseitige Belastung statt. Die Muskulatur wird nicht trainiert, sodass Verspannungen auftreten. Treibst Du etwas Sport oder gehst spazieren, führt dies zu einer ausgeglicheneren Belastung der Nackenmuskulatur. Diese ist kräftiger und Beschwerden treten seltener auf.

Außerdem ist es wichtig auch gezielt Ruhephasen und Entspannungsübungen einzubauen. Dehne Deine Muskulatur und setze sie nicht den ganzen Tag dem Stress aus. Dadurch behält sie ihre Mobilität und Du beugst der Bildung von schmerzhaften Knoten in den Faszien vor.

Geeignete Kissenarten für Deinen Nacken

Bist Du auf der Suche nach einem neuen Kissen, welches optimal für Deinen Nacken ist? Dann solltest Du die folgenden Typen näher in die Auswahl nehmen. Sie sorgen für einen erholsamen Schlaf und begünstigen eine gesunde Form der Wirbelsäule. Eine vollständige Entspannung tritt ein und Nackenschmerzen gehen zurück.

Memory Foam Kissen

Das Memory Foam Kissen ist ein vielseitiger Typ. Es besteht aus dem namensgebenden Memory Schaum, welcher von der NASA entwickelt wurde, um Astronauten einen höheren Komfort zu bieten. Dieser spezielle Schaumstoff erweist sich als belastbar und gleichzeitig flexibel. Im Ausgangszustand ist er relativ fest. Legst Du Dich auf das Kissen, wirkt Deine Körperwärme darauf ein. Das Material gewinnt an Flexibilität und passt sich dadurch genau an Deine Kopfform an.

Je nach Schlafposition solltest Du ein höheres oder flaches Kissen verwenden. Für Rückenschläfer sind Modelle mit 7cm Höhe meist bequem. Als Seitenschläfer sind hingegen höhere Ausführungen empfehlenswert, um ein Abknicken des Kopfes zu verhindern.

Nackenstützkissen

Das Nackenstützkissen weist ähnliche Eigenschaften wie das Memory Foam Kissen auf. Es besteht ebenfalls aus dem Gedächtnisschaum, welcher sich ideal an Deine Halswirbelsäule anschmiegt. Als Besonderheit verfügt das Nackenstützkissen über eine spezielle Form. Es ist nicht durchgängig flach, sondern in einer Wellenform gestaltet.

Den Nacken entlasten

Das Nackenstützkissen weist eine einzigartige Form auf. Es ist leicht gewellt, damit Du dort den Nacken ablegst. Die Muskulatur entspannt sich und Beschwerden gehen zurück.

In der Mitte ist das Nackenstützkissen am tiefsten und bietet eine gesunde Ablagefläche für Deinen Nacken an. Die Wölbung an der Seite schmiegt sich genau in die Aussparung der Halswirbelsäule an. Dadurch liegt der Nacken nicht mehr in der „Luft“, sondern passend auf dem Kopfkissen.

Für Rückenschläfer sind diese Ausführungen zu empfehlen. Sie bieten die beste Unterstützung und Nackenschmerzen gehen dank Nackenkissen spürbar zurück.

Gelkissen

Eine weitere Variante sind Gelkissen. Diese orientieren sich ebenfalls am Memory Foam Kissen und sind mit dem komfortablen Schaumstoff ausgestattet. Zusätzlich besitzen diese eine Gelauflage, die kühlend auf Dich einwirkt. Dadurch ist das Gelkissen vor allem im Sommer als Kopfkissen eine gute Wahl, um eine angenehmere Schlaftemperatur zu erzielen. Du schwitzt weniger, schützt Deinen Nacken und gewinnst an Schlafqualität.

Seitenschläferkissen

Schläfst Du auf der Seite, sind dafür höhere Kissen notwendig. Dein Kopf besitzt einen größeren Abstand zur Matratze und ohne die Unterstützung des Kissens besteht die Gefahr, dass Deine Halswirbelsäule seitlich einknickt.

Höheres Kissen

Seitenschläfer liegen mit dem Kopf weiter entfernt von der Matratze. Sie benötigen ein höheres Kissen, damit die Halswirbelsäule stabil liegt und nicht abknickt.

Um dies zu verhindern, ist ein spezielles Seitenschläferkissen ein gutes Mittel. Diese sind meist höher und verfügen über Aussparungen in der Kontur. In diese Freiräume kannst Du Deine Schulter legen, sodass diese nicht mehr unbequem irgendwie auf dem Kissen verbleiben. Somit beugst Du Nackenschmerzen und Schulterschmerzen wirksam vor. Für Seitenschläfer ist solch ein höheres Kissen die besten Wahl, um den Nacken zu schonen.

Das passende Kissen bei Nackenschmerzen

Du hast nun eine Auswahl an passenden Modellen erhalten, die sich positiv auf Deine Schmerzen auswirken. Moderne Kissen mit einem Memory Schaum passen sich besser an Deine Wirbelsäule an und gewähren eine stabile Schlafposition.

Im Gegensatz zu einem eher veralteten Daunenkissen entlastest Du den Nacken, sodass Verspannungen deutlich zurückgehen. Achte beim Schlaf auf eine gerade Linie der Wirbelsäule und wähle als Rückenschläfer ein Nackenstützkissen. Mit etwas Geduld und mehr Bewegung reduzierst Du die Nackenschmerzen, sodass die Nacht wesentlich erholsamer ist.

Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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