Wachst Du morgens mit Schmerzen im Nacken auf oder wirst Du während des Tages des Öfteren von Kopfschmerzen heimgesucht? Dann könnte eine Ursache des Problems in der Wahl des Kopfkissens liegen.

Entscheidest Du Dich für ein „traditionelles“ Kissen, mag dies auf den ersten Blick bequem sein. Doch bei genauerer Überprüfung ist es für Deine Halswirbelsäule kaum geeignet. Das Kissen ist zu weich, sodass der Kopf keine ausreichende Unterstützung erhält. Zudem liegt der Kopf häufig zu hoch oder zu niedrig. Damit sind Nackenschmerzen vorprogrammiert und die Lebensqualität ist deutlich eingeschränkt.

Wusstest Du bisher nicht, warum Du Dich für ein Nackenkissen entscheiden solltest, dann erhältst Du in diesem Ratgeber ausführliche Informationen dazu, weshalb diese speziellen Kissen für Dich lohnenswert sind.

Nackenschmerzen als ständige Begleiter

Zunächst sollte das Grundproblem angesprochen werden. Denn ein Großteil der Menschen in Deutschland leiden unter Verspannungen und Schmerzen im Nacken. Diese sind nicht nur unangenehm, sondern können eine große Belastung darstellen. Die Spannungen in der Nackenmuskulatur gelten als einer der Hauptfaktoren für das Auftreten von Kopfschmerzen. Leidest Du häufiger unter unspezifischen Kopfschmerzen, dann solltest Du die Nackenverspannungen in Betracht ziehen. Durch die verspannte Muskulatur ist die Durchblutung beeinträchtigt, sodass die Kopfschmerzen entstehen. Doch weshalb treten überhaupt die Nackenschmerzen auf?

Ungeeignetes Kopfkissen

Kissen - Nackenschmerzen
Ein ungünstiges Kissen führt zu einer schädlichen Kopfhaltung und Verspannungen im Nacken

Zu den häufigsten Gründen für die Nackenschmerzen zählt ein Kopfkissen, welches nicht zu Deinen Bedürfnissen passt. Dies trifft häufig auf die gewöhnlichen Daunenkissen zu. Diese gelten in Deutschland zwar als populär, sind aber für den Nacken wenig optimal. Die Daunenkissen sind weich und bieten eine große Ablagefläche. Für das persönliche Empfinden mag dies als gemütlich gelten. Dem Nacken ist damit jedoch nicht geholfen.

Denn die Halswirbelsäule verläuft nicht schnurgerade, sondern weist eine Wölbung auf. Das Daunenkissen passt sich dieser Form nicht an, sodass eine Fehlhaltung entsteht. Zudem ist die Füllung häufig zu weich und die Höhe des Kissens nicht auf Deinen Körper abgestimmt.

Dadurch wird die Halswirbelsäule während der Nacht in eine ungünstige Position verschoben. Der Kopf liegt zu tief, sodass ein ständiger Zug auf der Muskulatur besteht. Diese kann sich während des Schlafes nicht erholen, sodass Du mit den bekannten Nackenschmerzen aufwachst.

Abhilfe schafft hierfür ein Nackenkissen, welches exakt auf die Form der Halswirbelsäule abgestimmt ist. Es nimmt auf die natürliche Form der Wirbelsäule Rücksicht, sodass sich die Verspannungen reduzieren.

Falsche Sitzhaltung

Der zweite Grund für Nackenschmerzen ist in der Sitzhaltung zu finden. Gehörst Du auch zur wachsenden Zahl an Beschäftigten, die Ihre Tätigkeit überwiegend im Sitzen an einem Schreibtisch ausüben?

Dann ist die Gefahr groß, dass Dein Körper dieser dauerhaften Belastung nicht standhält. Verantwortlich dafür ist eine Sitzhaltung, die vor allem durch einen vorgeschobenen Kopf sowie einem runden Rücken geprägt ist. Der Kopf wird näher zum Bildschirm geschoben und der obere Rücken rundet ein, sodass die gesamte obere Partie von Verspannungen gekennzeichnet ist.

Um dies zu vermeiden, solltest Du Deinen Arbeitsplatz nach den gängigen ergonomischen Empfehlungen gestalten. Der Bildschirm darf nicht zu weit entfernt stehen und der Bürostuhl sollte dem aktuellen Standard der Ergonomie entsprechen. Ist dies nicht der Fall, dann könntest Du mit einem orthopädischen Sitzkissen für Abhilfe schaffen, sodass Du zu einer gesünderen Haltung bewegt wirst.

Das Nackenkissen sorgt für Entlastung

Das Bett und der Arbeitsplatz gelten als die wichtigsten Ursachen für die Nackenprobleme. Du verbringst an den Orten jeweils rund 8 Stunden, weshalb es sich lohnt, diese Umgebung zu verbessern.

Warum das Nackenkissen für Dein Schlafverhalten förderlich ist, liegt in erster Linie am Material und der Form. Das Nackenkissen ist gänzlich anders gestaltet, als ein gewöhnliches flaches Kissen. Es ist mit einer Wölbung ausgestattet und bietet eine tiefere Ablagefläche für den Kopf. Schläfst Du auf dem Rücken, hat dies nicht mehr zur Folge, dass Dein Nacken nicht auf dem Kissen liegt. Beim flachen Daunenkissen erfährt die Halswirbelsäule kaum eine Unterstützung, weshalb die Muskulatur intensiv Arbeit verrichten muss, um eine stabile Schlafposition zu gewährleisten.

Die Wölbung des Nackenkissens hingegen führt zu einer wesentlich gesünderen Haltung für den Kopf, da die Halswirbelsäule auf dem Kissen aufliegt. Die Muskulatur entspannt und regeneriert sich während des Schlafes.

Ein weiteres Argument, warum das Nackenkissen für Deinen Schlaf vorteilhaft ist, ist das Material. Zumeist kommt ein Gedächtnisschaum zum Einsatz. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass er in der Ausgangsform relativ hart ist. Erst durch Deine Körperwärme erweicht der Schaumstoff, sodass es sich optimal Deinem Nacken anpasst. Aus diesem Grund sind Kissen mit einem Gedächtnisschaum in jeglicher Form eine nützliche Anschaffung für Deinen Schlaf.

Aufgrund des Zusammenspiels dieser beiden Eigenschaften wird die Halswirbelsäule in der natürlichen Position gehalten und die Muskulatur entspannt sich. Verspannungen gehen langfristig zurück und der Schlaf ist erholsamer.

Wie sieht die optimale Schlafposition auf dem Nackenkissen aus?

Das Schlafverhalten ist individuell. Dies trifft insbesondere auf die Schlafposition zu. Ein gewöhnliches Nackenkissen mit einer Wölbung ist vorrangig für Rückenschläfer geeignet. Diese sollten darauf achten, dass der Kopf sich auf der gleichen Höhe befindet wie der restliche Körper. Dadurch verbleibt die gesamte Wirbelsäule auf einer Ebene und wird nicht überstreckt oder gestaucht. Für Rückenschläfer werden Nackenkissen mit einer Höhe von 8 bis 12cm empfohlen.

Schläfst Du auf der Seite, wirst Du mit einem einfachen Nackenkissen kaum glücklich werden. Die Wölbung ist eher hinderlich und stört in der Seitenposition. Als Alternative bietet sich ein spezielles Kissen für Seitenschläfer an. Diese besitzen häufig an den Seiten Aussparungen, sodass Du dort Arm und Schulter ablegen kannst. Zudem sind sie etwas höher, sodass der Kopf besser aufgenommen wird und nicht nach unten absackt. Bestehen die Seitenschläferkissen ebenso aus einem Gedächtnisschaum, spricht dies für eine hohe Anpassbarkeit und der Komfort wird gesteigert.

Fühlst Du Dich auf dem Bauch wohl, kannst Du gleich auf ein Kissen verzichten. Höchstens ein dünnes Bauchschläferkissen ist für diese Schlafposition geeignet, sodass auch hier ein Nackenkissen nicht verwendet werden kann.

Das Nackenkissen für eine entspannte Nacht

Fragst Du Dich, warum die Investition in ein Nackenkissen sich lohnt, dann hast Du in diesem Ratgeber die ausführliche Antwort erhalten. Das Nackenkissen zeichnet sich durch seine Form und dem flexiblen Material aus. Dadurch wird die Halswirbelsäule gestützt und die Muskulatur entspannt sich. Schmerzen oder Verspannungen im Nacken gehen zurück, was sich positiv auf Deine Lebensqualität auswirkt. Kopfschmerzen treten seltener auf und der tiefere Schlaf verspricht eine bessere Erholung.