Wann Matratze wechseln – 5 eindeutige Anzeichen

Du verbringst jede Nacht einige Stunden auf der Matratze. Du möchtest Dich vom anstrengenden Tag erholen und Deinem Körper eine Pause gönnen.

Nach einer gewissen Zeit erweist sich die Matratze als wenig bequem. Sie wirkt nicht mehr so komfortabel und mitunter treten Rückenschmerzen nach dem Schlafen auf.

Wann solltest Du die Matratze wechseln und welche Anzeichen sprechen dafür, dass ein Austausch notwendig ist?

Deutliche Verschleißerscheinungen

Eine hochwertige Matratze hält mindestens 8 Jahre. Bei geeigneter Pflege ist sogar eine Lebensdauer von 14 Jahren keine Seltenheit, sodass ein Matratzenwechsel nur in größeren Zeitabständen notwendig ist.

Dennoch kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem Deine Matratze der Belastung nicht mehr standhält. Hast Du Dich für eine Kaltschaummatratze oder eine Federkernmatratze entschieden?

Matratze mit Kuhlen
Bleiben Kuhlen für längere Zeit bestehen, deutet dies auf eine mangelnde Flexibilität hin

Jede Ausführung hat im Laufe der Zeit mit Verschleißerscheinungen zu kämpfen. Dies erkennst Du am deutlichsten an der Liegefläche. Das Aufstehen fällt Dir schwer und Du spürst förmlich, wie Du in einer Kuhle liegst. Selbst nach dem Aufstehen bildet sich die Liegekuhle nicht zurück und ist deutlich in der Oberfläche zu erkennen.

Solch eine Verformung[1] ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das Material an Flexibilität nachgelassen hat. Es passt sich nicht mehr optimal Deinem Körper an und verursacht wahrscheinlich Rückenschmerzen.

Dauerhafte Verformung

Bilden sich Kuhlen und geht der Schaumstoff nicht mehr in die Ausgangsstellung zurück, ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass es an der Zeit ist die Matratze zu wechseln.

Wähle eine Matratze mit einem hohen Raumgewicht oder einer höheren Anzahl an Federn, damit diese der Belastung besser widersteht. Diese Ausführungen können für längere Zeit genutzt werden und Kuhlen treten auch nach jahrelangem Gebrauch nicht auf. Es lohnt sich also durchaus in hochwertige Matratzen zu investieren, da sie nicht nur für einen besseren Schlaf sorgen, sondern eine längere Lebensdauer besitzen.

Starke Verschmutzung

Du verwendest eine Matratzenauflage und versuchst Deine Matratze so gut zu pflegen wie möglich?

Schweiß und andere Belastungen sorgen selbst bei bester Pflege dafür, dass die Matratze sich verfärbt und nicht mehr neuwertig aussieht. Gelbe Flecken in der Matratze treten aufgrund der Schweißes auf und hinterlassen keinen schönen Eindruck.

Gerade bei einer Babymatratze ist die Gefahr hoch, dass Essen auf diese gelangt oder Urinflecken entstehen. Da die Matratze an sich nicht so leicht zu reinigen[2] ist, könnte im Ernstfall ein Austausch notwendig sein.

Um solch eine Verschmutzung zu vermeiden, bietet es sich an die Matratze regelmäßig zu wenden und einen Bezug anzubringen. Das Wenden sorgt für einen besseren Luftaustausch, sodass die Feuchtigkeit sich nicht in der Matratze sammelt.

Der Bezug ist leichter in der Maschine waschbar und schützt die Matratzenoberfläche. So lässt sich die Lebensdauer ausweiten und Du wirst für längere Zeit auf einer sauberen Matratze schlafen.

Schlimmere Allergiesymptome

Matratze - Allergiesymptome
Treten die Symptome einer Hausstauballergie stärker in Erscheinung, könnte ein Wechsel der Matratze Linderung verschaffen

Gehörst Du zu den Millionen Menschen in Deutschland, die unter einer Hausstauballergie leiden? Dann sind Matratze und das Kopfkissen perfekte Nährböden[3] für die allergieauslösenden Milben.

Während der Nacht sonderst Du nicht nur Schweiß ab, sondern verlierst jede Menge Hautschuppen. Diese dienen als Nahrungsgrundlage und die Feuchtigkeit bietet ideale Bedingungen für Milben.

Milben in der Matratze

Leidest Du unter einer Hausstauballergie und nehmen die Symptome zu, solltest Du zunächst Schutzbezüge verwenden. Stellt sich keine Verbesserung ein, ist ein Austausch der Matratze anzuraten.

Leidest Du nachts unter einer Atemnot und sind morgens die Augen gerötet oder die Nase angeschwollen, könnte es Zeit für eine neue Matratze werden. Milben lassen sich nur schwer aus der Matratze vertreiben, sodass ein Neukauf als letzte Maßnahme übrig bleibt.

Bevor Du jedoch gleich in eine neue Matratze investierst, könntest Du Schutzbezüge für Allergiker verwenden, die Du über Kissen und Matratze ziehst. Diese lassen weder Milben noch deren Kot hindurch, sodass Du nicht mit den Allergenen in Kontakt gerätst.

Meist stellt sich eine deutliche Verbesserung Deiner Symptome ein, sodass ein Matratzenwechsel noch nicht nötig ist. Versuche daher zunächst auf anderen Wegen die Allergie in den Griff zu bekommen.

Schimmel in der Matratze

Feuchtigkeit in der Matratze sowie die Körperwärme begünstigen die Ausbreitung des Schimmels[4]. Entdeckst Du einen oberflächlichen Befall, lässt sich dieser mit einer intensiven Reinigung beseitigen. Sind die Schimmelsporen hingegen tief in der Matratze, lässt sich dies nicht mehr beheben. Dann bleibt nur das Entsorgen der Matratze.

Den Schimmel erkennst Du auch daran, dass ein muffiger Geruch auftritt. Neben dem Schimmel solltest Du auch auf Bakterien oder Pilze achten, die sich in der feuchtwarmen Matratze optimal ausbreiten.

Matratze verantwortlich für Schmerzen und Schlafstörungen

Stehst Du morgens mit Rückenschmerzen auf oder wirkt Dein Nacken verspannt?

Vermutest Du einen Zusammenhang mit der Matratze, könntest Du zunächst auf einem anderen Modell die Nacht verbringen. Schläfst Du im Hotel oder bei Freunden besser und Du wachst morgens ohne Beschwerden auf, ist eine Verbindung zu Deiner Matratze offensichtlich.

Damit Du nicht mehr unter den Schmerzen leidest, ist eine neue Matratze nötig. Hier ist es von Vorteil, wenn diese über mehrere Liegezonen verfügt. Orthopädische Matratzen bieten sich für einen gesunden Rücken an und stellen Verbesserung dar.

Schmerzen am Morgen

Wachst Du morgens nicht erholt und mit einem guten Gefühl auf, könnte die Matratze dafür verantwortlich sein. Treten die Beschwerden hauptsächlich nach dem Schlafen auf, ist ein Matratzenwechsel eine gute Idee.

Die Verspannungen können ebenso zu Schlafstörungen führen. Fällt es Dir schwer einzuschlafen und wachst Du nachts häufiger auf, solltest Du dies ernst nehmen. Denn der Schlaf ist maßgeblich für Deine Lebensqualität und eine ausgelegene Matratze greift massiv Deine Gesundheit an.

Achte beim Kauf auf die ideale Matratzenhärte, um Deinen Rücken zu schonen und Schlafstörungen vorzubeugen. Auch die Lebensdauer der Matratze profitiert davon, wenn diese genau auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Wann ist der Matratzenwechsel notwendig

Durchschnittlich beträgt die Lebensdauer einer Matratze rund 8 Jahre. Mit sorgsamer Pflege und dem regelmäßigen Wenden lässt sich die Haltbarkeit bei hochwertigen Matratzen auf bis zu 14 Jahre ausdehnen.

Es können jedoch vor Ablauf dieser Zeit deutliche Anzeichen auftreten, die für den Wechsel der Matratze sprechen.

Treten Liegekuhlen auf, bemerkst Du einen tiefliegenden Schimmel und wachst Du morgens mit Rückenschmerzen auf, ist unverzüglich eine neue Matratze notwendig. Hast Du Deine aktuelle Matratze in einem Online Shop erworben, ist womöglich die Rücksendung und der Austausch eine Option.

Wechsel die Matratze, wenn sie Deinen Schlaf stört und keine ausreichende Erholung mehr bietet. Der Komfort im Bett sollte so angenehm sein, dass Du problemlos 8 Stunden in der Nacht darin verbringen kannst.

Achte beim Matratzenkauf auf eine hohe Qualität und lege Wert auf die Matratzenpflege. Dann ist ein Wechsel der Matratze seltener notwendig und Du verbringst bequem die Nacht.

Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
Leidest Du auch unter Schlafproblemen? Lerne, wie Du Dein Schlafverhalten verbesserst und eine ganz neue Lebensqualität erfährst. Egal ob Du Allergiker bist oder Deinen Schlaf optimieren möchtest. Auf Schlafenguru.de präsentiere ich Dir alles, was Du zum Thema Schlaf wissen musst. Ob Schlafverhalten oder das Finden der passenden Matratze. Gehe mit neuer Energie durch den Tag.
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