RatgeberWärme im BettWärmeunterbett & Inkontinenz - Besteht eine Gefahr?

Wärmeunterbett & Inkontinenz – Besteht eine Gefahr?

Das Wärmeunterbett stellt eine wunderbare Möglichkeit dar, um das Bett vor dem Schlafengehen auf eine angenehme Temperatur zu erwärmen. In dieser Schlafumgebung fällt das Einschlafen leichter und die Nachtruhe wird gefördert. Anders als bei einer Wärmflasche ist es präzise möglich die Temperatur einzustellen und eine wohltuende Wärme über einen längeren Zeitraum zu erzeugen.

Häufig werden Wärmeunterbetten von älteren Personen genutzt. Sie leiden stärker unter der Kälte im Winter, weil die Durchblutung möglicherweise gestört ist und schneller kalte Füße oder Hände im Bett auftreten.

Im fortgeschrittenen Alter nimmt das Risiko einer Inkontinenz zu. Daher ist die Frage berechtigt, ob die Flüssigkeit in Verbindung mit dem elektrischen Wärmeunterbett eine Gefahr darstellt. Ist trotz Inkontinenz der Gebrauch eines Wärmeunterbetts möglich?

Die Sicherheitsmechanismen des Wärmeunterbetts

Horrorgeschichten, nach denen eine Heizdecke oder das Wärmeunterbett zu einem großen Schaden geführt haben halten sich hartnäckig. So seien etwa Verbrennungen aufgetreten, weil die Heizdecke die gesamte Nacht lief oder es sollen sogar Brände aufgetreten sein.

Solche Nachrichten gehören schon lange der Vergangenheit an und sind mit moderner Technik ausgeschlossen. Wärmeunterbetten verfügen über verschiedene Sicherheitsvorkehrungen[1], die den Nutzer schützen.

Hierzu gehört, dass das Wärmeunterbett sich ab einer bestimmten Temperatur von selber abschaltet. Heizt es sich zu stark auf und entsteht eine zu hohe Wärme, erfolgt automatisch die Abschaltung. Dadurch wird Verbrennungen und einem größeren Schaden vorgebeugt.

Wärmeunterbetten und Heizdecken sind so gestaltet, dass sie etwas Feuchtigkeit vertragen. Schließlich verliert der Mensch während des Schlafes rund einen halben Liter Schweiß, welcher auch auf der Matratze und dem Wärmeunterbett landet.

Die Wärmeunterbetten unterliegen einem hohen Qualitätsstandard. Im Inneren sind die Drähte flexibel und wasserdicht isoliert. Die Feuchtigkeit dringt daher nicht bis ins Innere durch, sodass die Benutzung keine Gefahr darstellt.

Allerdings ist auf einen sachgemäßen Gebrauch zu achten. Das Wärmeunterbett darf nicht geknickt werden. Bei einem Defekt darf es nicht mehr weiterbenutzt und sollte gegen ein neues Gerät ausgetauscht werden.

Bei sachgemäßer Anwendung moderner Wärmeunterbetten sind diese gegen Flüssigkeiten geschützt. Dies trifft sowohl auf die Inkontinenz zu als auch dem Verschütten eines Getränks im Bett.

Inkontinenzschutz verwenden

Aus verschiedenen Gründen bietet sich dennoch die Anwendung eines Inkontinenzschutzes an. Ist das Wärmeunterbett regelmäßig der Feuchtigkeit ausgesetzt, bietet der Inkontinenzschutz einige Vorteile.

Er gewährt einen höheren Schutz der Technik. Denn diese kann durch die Feuchtigkeit in der Nacht einen Schaden erleiden, sodass das Wärmeunterbett nicht mehr genutzt werden kann.

Zudem erleichtert der Inkontinenzschutz die Reinigung. Es handelt sich um einen abnehmbaren Bezug, welcher wasserdicht ist und in der Maschine gewaschen werden darf. Dadurch ist eine leichte Entfernung der Flecken und Gerüche möglich. Würde die Feuchtigkeit direkt auf das Wärmeunterbett gelangen, erweist sich eine Reinigung als schwierig.

Bei Vorliegen einer Inkontinenz[2] bietet sich die Anwendung eines speziellen Schutzes an. Dieser bietet eine größere Sicherheit und verhindert, dass das Gerät einen Schaden nimmt.

Das Wärmeunterbett trotz Inkontinenz nutzen

Wer unter einer Inkontinenz leidet, muss auf die wohlige Temperatur des Wärmeunterbetts nicht verzichten. Es ist jedoch anzuraten einen Inkontinenzschutz zu verwenden. Der wasserdichte Bezug schützt das Gerät und lässt keine Feuchtigkeit durch. Die Reinigung fällt leichter und somit steht einer gewöhnlichen Anwendung des Wärmeunterbettes nichts im Wege.

Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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