RatgeberÜbelkeit am Morgen - Ursachen und Behandlung

Übelkeit am Morgen – Ursachen und Behandlung

Wie verbringst Du gerne den Start in den Tag? Ist es ein ausgedehntes Frühstück, spazierst Du ein Stück oder schaust Du eine Folge Deiner Lieblingsserie?

Der Morgen stellt die Weichen für den gesamten Tagesablauf. Ist Dir bereits sprichwörtlich eine Laus über die Leber gelaufen, ist der Tag direkt für die Tonne.

Wachst Du mit einer Übelkeit am Morgen auf, sind die Probleme vorprogrammiert. Du kommst nur schwer aus dem Bett, hast keine Lust auf das Frühstück und die Laune ist im Keller.

Welche Gründe gibt es für die Übelkeit am Morgen und könnte sie ein Hinweis auf eine ernste Erkrankung sein? Hier erfährst Du, wie Du besser den Tag beginnst.

Welche Ursachen führen zu der Übelkeit am Morgen?

Übelkeit ist ein häufiges Begleitsymptom verschiedenster Probleme und Belastungen. Vielleicht findest Du Dich bei diesen Gründen wider, die für die Übelkeit und das Erbrechen sorgen?

Mentale Belastung

Leidest Du unter Angstzuständen oder einer Depression? Dann wird es besonders schwer einen „geregelten“ Tagesablauf zu befolgen. Du musst morgens in die Schule oder zur Arbeit aber jeder Schritt kostet viel Überwindung.

Die Depression[1] geht mit einem unausgeglichenem Seelenleben einher. Die Übelkeit ist ein häufiges Begleitsymptom und spiegelt die mentale Belastung wider.

Verbindest Du mit dem Gang zur Schule oder Arbeit Angstzustände, geht dies ebenso häufig mit einer Übelkeit einher. Der Magen ist ein Spiegelbild der mentalen Gesundheit und reagiert auf Ängste empfindlich.

Zu wenig getrunken

Wasser am Abend
Ein Glas Wasser am Abend beugt der Dehydration und einer möglichen Übelkeit am Morgen vor

Neben der fehlenden Nahrung könnte auch eine Dehydration für die Übelkeit am Morgen verantwortlich sein. Viel zu trinken gilt im Allgemeinen als gesund und ist ein wichtiger Tipp, um die Gesundheit zu fördern. Vor dem Schlafengehen bietet es sich an noch ein Glas Wasser oder Milch zu trinken. Dann ist Dein Körper besser für die lange Nacht versorgt. Zu viel solltest Du hingegen auch nicht trinken, da der nächtliche Harndrang den Schlaf stören könnte.

Neben zu wenig Wasser gibt es noch andere Gründe, die zur Dehydration führen. Dies könnte etwa Koffein oder Alkohol sein. Alkohol ist ein Nervengift, welches eine hohe Belastung für den Magen Darm Trakt darstellt. Die Regeneration wird gestört und Du stehst nicht nur mit der Übelkeit auf, sondern bist völlig übermüdet.

Fehlende Nahrung

Beim Essen vor dem Schlafengehen solltest Du darauf achten, keine schweren Mahlzeiten zu Dir zu nehmen. Dennoch bedeutet dies nicht, dass Du auf das Essen weitestgehend verzichten[2] musst. Denn in der Nacht laufen wichtige Regenerationsprozesse, die eine Menge Energie benötigen.

Ist Dein Körper nicht ausreichend versorgt, bemerkst Du dies am Morgen in Form einer Unterzuckerung. Dann hilft ein kurzer süßer Snack, um den Blutzuckerspiegel wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Auch ein Schwindel könnte im Zusammenhang mit der fehlenden Energie einhergehen.

Diabetiker sollten die Übelkeit am Morgen noch ernster nehmen. Denn sie kann Ausdruck einer ungenügend eingestellten Medikation sein. Tritt die Übelkeit regelmäßig auf, ist dies mit dem Arzt zu erörtern.

Schwangerschaft

Schwangerschaft - Übelkeit
Während der Schwangerschaft tritt die Übelkeit nicht nur am Morgen auf

Die Schwangerschaft bringt den eigenen Hormonhaushalt durcheinander. Die Übelkeit ist ein häufiges Symptom, das während der Schwangerschaft auftritt. Die Gründe sind zwar nicht vollends geklärt, doch eine höhere Konzentration bestimmter Hormone gilt als wahrscheinliche Ursache für die morgendliche Übelkeit.

Die Übelkeit in der Schwangerschaft ist bei vielen Frauen am Morgen besonders stark ausgeprägt. Dennoch klingt sie im Verlauf des Tages selten komplett ab. Daher ist es unpräzise von einer morgendlichen Übelkeit zu sprechen. Die Übelkeit ist ein Symptom, welches ein ständiger Begleiter der Schwangerschaft ist.

Ungesunde Schlafposition

Hast Du Dir Gedanken über Deine Schlafposition gemacht und entspricht diese den orthopädischen Empfehlungen? In den meisten Betten finden sich Kissen vor, die für die bevorzugte Schlafposition ungenügend sind. Sie sind zu hoch, führen zu einem Abknicken der Halswirbelsäule und stören die Durchblutung.

Am Morgen drückt sich das falsche Kissen durch Verspannungen im Nacken aus. Kopfschmerzen und die Übelkeit gehen mit der ungesunden Schlafposition einher.

Schläfst Du auf dem Rücken ist ein Nackenkissen eine gute Wahl, um für eine Entlastung zu sorgen. Es passt sich optimal Deiner Wirbelsäule an und bringt die notwendige Entspannung.

Für Seitenschläfer gibt es ebenfalls spezielle Kissen, die eine höhere Stabilität gewährleisten. Dadurch muss die Muskulatur nicht mehr arbeiten und kann sich in der Nacht ausruhen.

Mögliche Erkrankungen

Neben diesen eher allgemein gehaltenen Ursachen, die sich auf den Lebensstil sowie Schlaf beziehen, können Erkrankungen für die Morgenübelkeit[3] verantwortlich sein. Glaubst Du von einer der Erkrankungen betroffen zu sein, ist immer der Rat eines Arztes einzuholen. Nur dieser wird feststellen, ob Deine Vermutung zutreffend ist und welche Maßnahmen eine Linderung versprechen.

Magen-Darm-Infekt

Weißt Du noch genau, was Du am Tag zuvor zu Dir genommen hast? Möglicherweise war ein Lebensmittel verdorben oder Du hast es einfach nicht gut vertragen.

Der Magen-Darm-Infekt äußert sich nicht zwangsweise mit einem Erbrechen oder Durchfall. Bei leichteren Infekten lässt lediglich die Übelkeit vermuten, dass etwas Deinem Magen nicht bekommen ist.

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Tritt die morgendliche Übelkeit regelmäßig auf, könnte eine entzündete Bauchspeicheldrüse zu diesem Symptom führen. Im Rahmen der Entzündung[4] entsteht ein großer Schaden an der Bauchspeicheldrüse, welcher chronisch werden kann.

Neben Übelkeit und Erbrechen sind starke Schmerzen im Oberbauchraum zu vernehmen. Auch Gallensteine treten häufig im Rahmen der Entzündung auf.

Bei solchen Symptomen ist umgehend der Arzt aufzusuchen. Zudem sollte nur maximal eine Schonkost zu sich genommen werden.

Reizdarm

Fettige Mahlzeit - Übelkeit
Verzichte lieber auf schwere Mahlzeiten am Abend, wenn Du morgens mit einer Übelkeit aufwachst

Reagiert Dein Verdauungstrakt im Allgemeinen sehr empfindlich, deutet dies auf einen Reizdarm[5] hin. Neben der Übelkeit am Morgen äußert sich der gereizte Darm auch mit Blähungen und Bauchschmerzen.

Um die Auslöser des Reizdarms besser einzugrenzen, solltest Du ein Ernährungstagebuch führen. Dort schreibst Du die aufgenommenen Lebensmittel nieder und ob Symptome am Tag zu spüren waren. Danach verzichtest Du auf einzelne Lebensmittel und prüfst, ob die morgendliche Übelkeit weiterhin auftritt. Tritt eine Verbesserung ein, passt Du Deine Ernährung dementsprechend an.

Was kannst Du gegen die Übelkeit unternehmen?

Es gibt einige Gründe für das flaue Gefühl im Magen. Treten die Beschwerden regelmäßig auf, ist ein Arztbesuch unausweichlich. Nur der professionelle Rat wird Dir bei diesen Beschwerden weiterhelfen können.

Dennoch kannst Du mit geeigneten Maßnahmen selbstständig einen gesünderen Lebensstil herbeiführen, um seltener unter der Übelkeit zu leiden.

Meditation

Als eine der Hauptursachen für die Morgenübelkeit gilt Stress. Die Meditation hilft Dir dabei, dass Bewusstsein von den Problemen zu lenken und Dich mehr auf Dich das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Mithilfe einer regelmäßig durchgeführten Meditation wirst Du eine kurze Auszeit für Dich finden, in welcher die Belastung von Dir abfällt und Du den Stress reduzierst.

Kein Alkohol oder Koffein

Im Rahmen der Ernährung ist es hilfreich auf Alkohol und Koffein ganz zu verzichten. Selbst geringe Mengen des Alkohols und Koffein können zu den beschriebenen Beschwerden führen. Auch das Rauchen ist ein Auslöser für die Morgenübelkeit. Versuche einen möglichst gesunden Lebensstil zu führen und Dich ausgewogen zu ernähren. Dann ist der Schlaf gesünder und die Übelkeit wird kein Problem mehr darstellen.

Spaziergang am Morgen

Übelkeit am Morgen
Ein Spaziergang am Morgen hilft für einen ausgeruhten Start in den Tag und beugt der Übelkeit vor

Neben einem kleinen Snack ist auch die Bewegung an der frischen Luft nützlich, um der Morgenübelkeit zu begegnen. Gleichzeitig bringst Du Deinen Kreislauf in Schwung und bist besser für den Tag gewappnet. Gerade im Sommer sind die frühen Morgenstunden eine gute Zeit, um die Sonnenstrahlen aufzunehmen und Energie zu tanken.

Die Morgenübelkeit

Wachst Du morgens mit Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen auf, ist dies eine große Belastung. Anstatt Dich auf den neuen Tag zu freuen, wird dies bereits zu einer ersten Hürde, die erklommen werden muss.

Tritt die Übelkeit nur unregelmäßig auf, könnte ein ungesunder Lebensstil die Ursache sein. Versuche am Vorabend fettige Mahlzeiten sowie Alkohol und Koffein zu vermeiden. Auch ist es förderlich mehr Entspannungsphasen in den Alltag zu integrieren, um den Stress zu reduzieren.

Suche im Zweifelsfall Deinen Arzt auf, wenn sich zu der Übelkeit noch weitere Symptome gesellen. Insbesondere Schmerzen in der Bauchregion sowie Fieber sind Warnhinweise, die ernst genommen werden müssen.

Mit etwas Beharrlichkeit wird es Dir gelingen die Morgenübelkeit zu lindern und hoffentlich mit einem guten Gefühl in den Tag zu starten.

Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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