Lindert ein Tageslichtwecker Kopfschmerzen & Migräneattacken?

Leidest Du unter Kopfschmerzen oder regelmäßigen Migräneattacken? Für viele Menschen stellen Kopfschmerzen eine ständige Begleiterscheinung im Alltag dar. Sie mindern deutlich die Lebensqualität und beeinträchtigen Deinen Alltag.

Eine Methode, um den Kopfschmerzen vorzubeugen, besteht in der Lichttherapie[1]. Diese scheint einigen Betroffenen eine Linderung zu bringen.

Da Lichtwecker eine ähnliche Charakteristik aufweisen wie die Sonne, liegt der Versuch nahe auch mit diesen die Kopfschmerzen zu bekämpfen. Doch helfen Tageslichtwecker gegen Kopfschmerzen tatsächlich oder ist keine Wirkung in dieser Hinsicht zu verzeichnen?

Ursachen der Migräne & Kopfschmerzen

Migräneattacken und Kopfschmerzen stellen eine hohe Belastung dar. Die Beschwerden bei einer Migräneattacke können über Stunden oder sogar Tage anhalten. Meist bleibt den Betroffenen kaum etwas anderes übrig, als sich in einem abgedunkelten Raum zurückzuziehen. Mit dem Vermeiden von äußeren Reizen lässt sich die Migräne auf ein geringeres Maß reduzieren. Dennoch ist kaum ein normales Leben möglich.

Weshalb die Migräne auftritt

Die Ursachen der Migräneattacken sind abschließend nicht geklärt. Es werden eine Vielzahl von Gründen[2] aufgeführt, die zu diesen Beschwerden führen.

Ein Hauptgrund wird in einem Mangel des Glückshormons Serotonin gesehen. Ist der Serotoninspiegel zu niedrig, geht dies mit einer schlechteren Stimmung, einer stärkeren Gereizbarkeit und einer höheren Ängstlichkeit einher. Auch der Schlaf leidet darunter, da Serotonin auch maßgeblich für die Produktion des Schlafhormons Melatonin ist. Ein Mangel an Serotonin und häufige Migräneattacken gehen daher mit einem schlechteren Schlaf einher. Dies mindert das Wohlbefinden und die Gesundheit leidet darunter.

Migräne & Kopfschmerzen

Die Beschwerden werden häufig von einem Mangel an Serotonin und aufgrund zu viel Stress ausgelöst.

Die Symptome der Migräne sind auf eine höhere Aktivität der Nervenzellen zurückzuführen. Diese reagieren überempfindlich auf Reize, sodass in der Folge Entzündungen des Hirngewebes entstehen. Schmerzimpulse werden ausgesendet und die starken Kopfschmerzen treten auf.

Das Serotonin besitzt auf die Nervenzellen einen großen Einfluss. Schwankungen des Serotonins sind während des weiblichen Zyklus zu erkennen. Insbesondere vor der Periode[3] ist die Wahrscheinlichkeit einer Migräneattacke, aufgrund des niedrigeren Serotoninspiegels höher.

Auslöser für Kopfschmerzen

Kopfschmerzen - Nackenverspannung
Nackenverspannungen stören die Durchblutung und sind Auslöser für Kopfschmerzen

Auch „gewöhnliche“ Kopfschmerzen gehen auf verschiedene Ursachen zurück. Meist werden die Schmerzen mit einer mangelnden Durchblutung erklärt. Frauen sind von diesen Schmerzen häufiger betroffen als Männer.

Als Auslöser gelten Stress und Verspannungen im Nackenbereich. Diese belasten das Herz-Kreislauf-System und greifen die Durchblutung an.

Ebenso können die folgenden Faktoren die Kopfschmerzen begünstigen:

Dehydration
Schlechtes Raumklima
Schlafmangel
Wetterfühligkeit
Rauchen
Alkohol

Somit steigt bei einem wenig gesunden Lebensstil automatisch das Risiko, dass Kopfschmerzen auftreten. Selten sind diese Schmerzen auf Erkrankungen zurückzuführen. Dies könnten etwa Bluthochdruck, eine Grippe oder ein Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule sein.

Die Lichttherapie

Die Sonne besitzt einen hohen Einfluss auf den Hormonspiegel des Menschen. Der Zusammenhang lässt sich am deutlichsten mit dem Schlafhormon Melatonin erläutern.

Dringt am Abend das Sonnenlicht nicht mehr zur Netzhaut durch und wird es dunkel, beginnt der Körper das Melatonin auszuschütten. Du fühlst Dich müder und es besteht das Verlangen ins Bett zu gehen. Durch das Melatonin wird die Einschlafphase eingeleitet.

Morgens, wenn die ersten Sonnenstrahlen in das Schlafzimmer gelangen, wird die Produktion des Melatonins gestoppt. Dadurch beginnt die Aufwachphase und Du beginnst ausgeruht den Tag.

Bist Du kaum dem Sonnenlicht ausgesetzt, bringt dies den Hormonhaushalt durcheinander. Während zunächst das Melatonin in hoher Konzentration vorliegt, ist das Serotonin nur in einer geringen Menge verfügbar.

Durch die Lichttherapie wird die Charakteristik des Sonnenlichtes simuliert. Es werden starke Lampen eingesetzt, die eine Intensität von bis zu 10.000 Lux aufweisen, um dem Mangel des Sonnenlichtes entgegenzuwirken. Insbesondere im Winter erweist sich die Lichttherapie als hilfreich, um einer Depression vorzubeugen.

Auch Migräneattacken und Kopfschmerzen lassen sich durch die Lichttherapie vorbeugen[4]. Durch das helle Licht werden die innere Uhr und der Hormonhaushalt wieder in Takt gebracht. Der Serotoninspiegel wird erhöht und neben den depressiven Verstimmungen treten auch die Migräneattacken seltener auf.

Wichtig ist, dass die Lichttherapie vorbeugend durchgeführt wird. Bei einer akuten Migräneattacke oder Kopfschmerzen bietet sie keine sofortige Linderung. Es bietet sich an diese in den Morgenstunden für etwa 30 Minuten anzuwenden. Nach wenigen Tagen gehen die Beschwerden zurück und Kopfschmerzen am Morgen treten seltener in Erscheinung.

Wie lindert der Tageslichtwecker die Symptome?

Tageslichtwecker aufstehen
Dank des Tageslichtweckers stehst Du entspannter auf und beugst dem Stress sowie Kopfschmerzen vor

Um besser morgens in den Tag zu starten, bieten Tageslichtwecker eine optimale Lösung. Sie simulieren den Sonnenaufgang, um ein natürliches Aufstehen zu ermöglichen. Musst Du besonders früh aufstehen und gelangt kein natürliches Licht in Dein Schlafzimmer, bietet der Tageslichtwecker einen passenden Ersatz.

Er funktioniert relativ einfach und in verschiedenen Stufen simuliert er den Sonnenaufgang. Dazu scheinen die LEDs zunächst schwach und werden in einem Zeitraum von bis zu 60 Minuten immer heller.

Linderung der Symptome

Mit dem Tageslichtwecker kannst Du eine sanfte Lichttherapie durchführen. Diese regt die Durchblutung an und lindert die Kopfschmerzen. Bei starken Symptomen ist jedoch eine therapeutische Tageslichtlampe notwendig, da diese wesentlich intensiver strahlt.

In der hellsten Stufe erreichen die meisten Wake-Up-Lights eine Intensität von 300 Lux. Dies ist ausreichend, damit kein Melatonin mehr gebildet wird und Du sanft aufstehst.

Als Ersatz einer therapeutischen Tageslichtlampe ist dies aber kaum geeignet. Diese speziellen Leuchten weisen eine Helligkeit von bis zu 10.000 Lux auf, um den Serotoninspiegel zu erhöhen. Da ein Tageslichtwecker wesentlich schwächer leuchtet, ist der Einfluss wesentlich geringer.

Leidest Du nur selten unter leichten Kopfschmerzen und möchtest Du das Aufstehen erleichtern, bringt der Tageslichtwecker etwas. Bei regelmäßigen Migräneattacken ist es besser, wenn Du auf eine ausgewiesene Tageslichtlampe zurückgreifst, um die Lichttherapie durchzuführen.

Wirkung des Tageslichtweckers gegen Kopfschmerzen

Ein Tageslichtwecker ist aufgrund der schwächeren Intensität kein Ersatz für eine Tageslichtlampe. Dennoch können leichte Kopfschmerzen durch einen Lichtwecker gelindert werden.

Denn das sanftere Aufstehen vermeidet Stress und lindert Schlafstörungen. Damit werden zwei Hauptgründe für die Kopfschmerzen positiv beeinflusst. Vorbeugend ist es daher möglich, dass durch den Einsatz des Lichtweckers die Kopfschmerzen etwas zurückgehen.

Bei starken Migräneattacken oder Kopfschmerzen empfiehlt sich aber eher der Einsatz einer Tageslichtlampe. Diese weist eine höhere Intensität auf und führt zu einer stärkeren Linderung der Beschwerden.

Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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