Ständiges Gähnen – Was steckt hinter diesem Reflex?

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Stehst Du morgens auf und anstatt mit Energie in den Tag zu starten, wirst Du von einem Gähnen heimgesucht? Das Gähnen ist häufig ein Ausdruck der Müdigkeit. Es ist normal, mit diesem Verhalten den Schlafmangel zu zeigen.

Neigst Du jedoch ständig dazu zu gähnen und stellt es eine Belastung für Dich dar? Dann solltest Du herausfinden, weshalb Du öfters gähnst und was Du dagegen unternehmen kannst.

Gründe für das ständige Gähnen

Folgend erhältst Du einen Überblick über verschiedene Ursachen, die zum Gähnen führen. Vielleicht erkennst Du Dich ja dabei wider? Im Zweifel ist auch der Besuch Deines Hausarztes ratsam, um das Problem tiefergehend zu untersuchen.

Schlafmangel

Der wohl häufigste Grund, weshalb Du häufiger das Verlangen spürst zu gähnen, liegt im Schlafmangel begründet. Schlafstörungen und die daraus resultierende Müdigkeit sind in Deutschland weit verbreitet. Millionen Menschen leiden regelmäßig unter den Störungen und gut ein Viertel gibt zumindest an, dass mehrmals im Monat die Schlafprobleme auftreten.

Die Ursachen des Gähnens sind kaum ergründet. Es gibt zwar deutliche Hinweise darauf, dass die Müdigkeit zu diesem Phänomen führt, doch gesichert ist dies nicht. Zudem lässt Dich das Gähnen nicht wacher werden. Mögliche Erklärungen stellen den Zusammenhang zwischen dem Schlafmangel und dem Gähnen her, indem etwa die Kühlung des Gehirns[1] oder eine vermehrte Sauerstoffaufnahme[2] bewirkt werden.

Leidest Du unter einem Schlafmangel, wird der Reflex am Morgen und Abend vermehrt auftreten. Problematisch wird es zudem, wenn die Tagesmüdigkeit Deine Konzentration beeinträchtigt. In der Schule und im Beruf bist Du kaum in der Lage die gewünschte Leistung abzurufen und Deine Lebensqualität sinkt.

Gähnst Du ständig und liegt ein Schlafmangel zugrunde, solltest Du dringend daran arbeiten die Schlafstörungen zu beheben. Lerne besser einzuschlafen und achte auf eine gründliche Schlafhygiene.

Depressionen

Leidest Du hingegen unter einer Depression, geht dies nicht nur mit einem Erschöpfungszustand einher, sondern auch mit Angstzuständen. Das Gähnen ist auch ein sozialer Reflex und bewirkt eine Entspannung.

Falls Du von einer Depression betroffen bist, wird es Dir schwerfallen, die Anspannung hinter Dich zu lassen. Stress und Ängste sind ein ständiger Begleiter. Daher könnte das Gähnen als Stresslöser häufiger auftreten und damit das Gehirn zum Entspannen angeregt werden.

Auch als Nebenwirkung von Antidepressiva tritt das Gähnen[3] auf. Erörtere mit Deinem behandelnden Arzt, ob die Medikationen mit diesem Reflex in Zusammenhang stehen könnte.

Stress

Stress - gähnen
Bist Du konstant einem Stress ausgesetzt, führt dies zu einem häufigeren Gähnen

Auch „gesunde“ Menschen ohne Depression sind im Alltag einer hohen Belastung ausgesetzt. Es wird versucht Job und Familie unter einen Hut zu bringen und häufig fehlt hierbei die Zeit für sich selber.

Das Gähnen[4] kann hierbei bewusst genutzt werden, um die Anspannung zu verlieren. Häufiger setzt der Reflex jedoch unbewusst ein, sodass Du in stressigen Situationen eher dazu neigst. Sei es, vor einer wichtigen Präsentation oder selbst beim Sport.

Gähnst Du häufiger, kann dies ein Hinweis sein, dass Du unter einem höheren Stress stehst. Dann solltest Du nach anderen Maßnahmen suchen, um den Stress zu reduzieren. Die Meditation oder leichter Sport bieten sich als Ausgleich an.

Schlafapnoe

Als eine Form der Schlafstörung trägt die Schlafapnoe zu einer höheren Müdigkeit bei. Die Atemwege werden blockiert, sodass die Sauerstoffzufuhr vermindert ist.

Die Schlafapnoe äußert sich neben der Müdigkeit auch in einem Schnarchen während des Schlafens. Auch der Herzschlag kann erhöht sein und Betroffene wachen mitunter nachts nervös auf.

Zur Behandlung der Schlafapnoe ist in vielen Fällen eine Atemmaske notwendig. Diese wird nachts aufgezogen, um die Atemaussetzer zu vermeiden und eine kontinuierliche Sauerstoffzufuhr sicherzustellen. Mit dieser Behandlung sollte auch das Gähnen zurückgehen.

Eisenmangel

Eine weitere Ursache, die direkt zur Müdigkeit führt, ist ein Eisenmangel[5]. Das Eisen ist der Grundstoff für die Bildung der roten Blutkörperchen. Diese wiederum besitzen die Aufgabe den Körper mit Sauerstoff zu versorgen.

Bei einem Eisenmangel sind Schlafstörungen zu erwarten und eine ständige Müdigkeit tritt auf. Damit geht auch das Gähnen einher.

Um den Mangel auszugleichen, sollten Lebensmittel mit einem höheren Eisenanteil konsumiert werden. Als ideal gelten rotes Fleisch, aber auch Erbsen, Bohnen und Spinat.

Legt sich die Müdigkeit nicht, ist mit einem Arzt der Eisenmangel zu erörtern. Möglicherweise ist eine intensivere Therapie nötig, um den Mangel auszugleichen.

Was kannst Du gegen das Gähnen unternehmen?

In erster Linie ist das Gähnen auf die Müdigkeit zurückzuführen. Dementsprechend gilt es hierbei für einen erholsameren Schlaf zu sorgen, damit Du morgens ausgeruht aufwachst.

Schlafhygiene

Als eine Grundlage für einen besseren Schlaf gilt die Schlafhygiene. Diese beschreibt Regeln, die bei Schlafstörungen helfen und mit denen Du besser einschläfst. Dazu gehören:

Regelmäßige Schlafenszeiten einhalten
Das Schlafzimmer nicht als Arbeitszimmer gebrauchen
Smartphones und elektronische Bildschirme am Abend meiden
Einschlafritual nutzen
Kein Alkohol oder Koffein

Legst Du Wert auf eine strikte Schlafhygiene, wirst Du nach einer Gewöhnungsphase die Besserung spüren. In schweren Fällen ist auch die Durchführung einer Schlafrestriktion denkbar oder es sollte eine Auswertung in einem Schlaflabor erfolgen.

Das Gähnen unterdrücken

Neben dem Beheben der Ursachen, gibt es einfache Tricks, die das Gähnen unterdrücken. Wirkt es etwa unpassend, wenn Du während einer wichtigen Präsentation gähnst oder möchtest keinen müden Eindruck vermitteln, dann kannst Du die folgenden Tricks anwenden.

Zungenspitze berühren

Spürst Du, dass das Gähnen im Anflug ist, dann berühre mit dem Finger die Zungenspitze. Dadurch lässt sich der Reflex unter Kontrolle halten.

Tief durch die Nase atmen

Tiefer Atemzug
Ein tiefer Atemzug und Entspannung lindern das Verlangen nach dem Gähnen

Mit dem Gähnen wird eine bessere Sauerstoffversorgung sichergestellt. Fühlst Du Dich müde und möchtest dem Gähnen entgegenwirken, dann atme bewusst durch die Nase. Die tiefen Atemzüge wirken der Müdigkeit entgegen und verbessern die Sauerstoffzufuhr.

Zähne zusammenpressen

Wenn alles andere nicht hilft, kannst Du versuchen gegen den Reflex anzukämpfen. Für kurze Zeit mag es gelingen die Zähne zusammenzubeißen und das Gähnen zu unterdrücken. Über längere Zeit können sich dadurch aber Verspannungen ergeben und Kieferschmerzen entstehen. Daher ist es häufiger ratsam das Gähnen einfach geschehen zu lassen.

Ein menschlicher Reflex

Tritt das Gähnen bei Dir häufiger auf, wird dies mit einer gesteigerten Müdigkeit oder dem Stress zusammenhängen. Beim Gähnen nimmst Du einen tiefen Atemzug, versorgst den Körper mit Sauerstoff und senkst die Anspannung.

Fühlst Du Dich eigentlich ausgeruht und bist dennoch vom Gähnen häufig betroffen, dann hilft der Besuch des Hausarztes. Denn dem Gähnen kann auch eine ernste Erkrankung zugrunde liegen, die ausgeschlossen werden sollte.

Ansonsten ist das Gähnen aber unbedenklich und kein Grund zur Sorge. Es hilft Dir zu entspannen und danach fühlst Du Dich wesentlich gelassener.

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