Schaffe die perfekte Schlafumgebung für Dein Baby

Für Dein Baby sollte der Schlaf eine der obersten Prioritäten während des ersten Lebensjahres sein. Dein Baby verbringt fast den gesamten Tag mit dem Schlafen. Bis zu 18 Stunden mit dem Schlafen und Dösen zu verbringen ist keine Seltenheit.

Schließlich warten auf Dein Neugeborenes zahlreiche neue Eindrücke und Erfahrungen, welche im Schlaf verarbeitet werden. Der Schlaf ist damit ein wichtiger Einflussfaktor für die Entwicklung Deines Babys.

Schläft es genügend und erholt sich, wächst es zu einem gesunden Kleinkind heran. Es ist wesentlich entspannter und es zeigen sich keine Symptome eines Schlafentzuges.

Damit Dein Baby sich optimal erholt, ist eine angenehme Schlafumgebung wichtig. Wie sollte diese aussehen und worauf musst Du achten, damit sowohl das Einschlafen problemlos gelingt als auch das Risiko des plötzlichen Kindstodes minimiert wird?

Schlaftemperatur

Die Temperatur im Schlafzimmer besitzt einen wichtigen Einfluss darauf, wie wohl Du Dich darin fühlst. Du merkst selber, dass es an heißen Sommernächten Dir weniger gut gelingt einzuschlafen. Für längere Zeit liegst Du wach im Bett und der Schweiß rinnt Dir förmlich von der Stirn.

Für Dein Baby ist es ebenfalls wichtig in einem wohltemperierten Schlafzimmer die Nacht zu verbringen. Hierbei gilt die gleiche Empfehlung wie für Erwachsene. Die Schlaftemperatur sollte bei 16 bis 18 Grad liegen. Dann fühlt sich Dein Baby wohl. Es friert nicht und eine Gefahr der Überhitzung ist ebenfalls kaum zu befürchten.

Insbesondere die Hitze stellt für Dein Baby ein großes Problem dar, da es nur schlecht die eigene Körpertemperatur regulieren kann. Achte an heißen Nächten besonders darauf, dass Dein Baby sich in einer möglichst kühlen Schlafumgebung befindet. Andernfalls wird es nur schlecht einschlafen und häufiger aufwachen.

Schlafposition

Baby - Seitenlage
Die Seitenlage stellt für Dein Baby eine Gefahr dar – Nur auf dem Rücken ist ein sicherer Schlaf möglich

In welcher Schlafposition verbringst Du die Nacht? Liegst Du auf dem Rücken, dem Bauch oder der Seite? Die meisten Personen bevorzugen den Seitenschlaf. In welcher Haltung Du Dich im Bett befindest, bleibt Dir überlassen.

Dein Baby besitzt diese Wahlfreiheit nicht. Hier gibt es klare Grundsätze, weshalb der Rückenschlaf der gesündeste ist.

Auf dem Rücken atmet Dein Neugeborenes wesentlich leichter. Die Atemwege sind frei und die Gefahr, dass diese blockiert werden möglichst gering.

Die Bauchlage wird hingegen mit dem plötzlichen Kindstod in Verbindung gebracht. Dein Baby erhält in dieser Haltung nicht genügend frische Luft und die Atmung fällt schwerer.

In der Seitenlage besteht die Gefahr, dass Dein Baby auf den Bauch rollt. Zudem ist diese Position wenig stabil und mit einer hohen Anstrengung verbunden.

Sorge in jedem Fall dafür, dass Dein Baby sich auf dem Rücken wohlfühlt und auf diese Weise schläft. Während des Tages kannst Du es unter Aufsicht ruhig auf den Bauch legen. Dies fördert die Koordination und Dein Kind erhält etwas Abwechslung. Zum Schlafen ist jedoch dringend die Rückenlage empfohlen.

Decke oder Schlafsack

Damit Dein Baby bequem liegt und sich geborgen fühlt, ist eine Decke keine gute Wahl. Es besteht die Gefahr, dass die Decke über das Gesicht liegt und die Atemwege bedeckt. Gerade in den ersten Monaten ist Dein Neugeborenes nicht in der Lage selbst eine leichte Decke wegzubewegen. Es droht der Erstickungstod.

Besser ist es, einen Babyschlafsack zu verwenden. Dieser ist so gestaltet, dass er den gesamten Unterkörper bedeckt. Es ist nicht möglich, dass Dein Neugeborenes sich diesen über den Kopf zieht und dadurch sich in eine Gefahr begibt.

Der Schlafsack hält warm und spendet ein Gefühl der Geborgenheit. Dies ist vor allem für Babys interessant, die unruhig schlafen und gerne die Nähe der Eltern spüren.

Lediglich im Sommer solltest Du darauf achten, dass es im Schlafsack nicht zu warm wird. Aber auch hierfür gibt es atmungsaktive Ausführungen, die gut mit den heißen Temperaturen umgehen und ein Überhitzen verhindern.

Die optimale Babymatratze

Dein Baby verbringt einen Großteil des Tages auf der Matratze. Daher solltest Du hier genau darauf achten, dass diese eine hohe Qualität aufweist und für die Wiege geeignet ist.

Die Babymatratze sollte atmungsaktiv sein, um einen guten Luftaustausch zu gewährleisten. Damit wird die Körperwärme des Babys abtransportiert und der plötzliche Kindstod verhindert. Es sammelt sich kein CO₂ in der Nähe der Atemwege und es steht ausreichend Frischluft zur Verfügung.

Als praktisch erweisen sich Babymatratzen aus natürlichen Materialien, wie etwa einer Kokosfaser. Diese ist frei von Schadstoffen und besitzt gute klimaregulierende Eigenschaften. Auch Modelle aus einem Schaumstoff überzeugen. Diese bieten eine gute Unterstützung und fördern den Schlafkomfort.

Beim Kauf solltest Du nur Modelle auswählen, die mit dem Öko-Tex Siegel ausgezeichnet sind. Dann kannst Du Dir sicher sein, dass keinerlei Schadstoffe vorhanden sind und Dein Baby sicher schläft.

Das Babybett

Kinderwiege, Gitterbett oder das Familienbett, wo fühlt sich Dein Baby am wohlsten?

Am häufigsten wird das Neugeborene wahrscheinlich zunächst in einer kleinen Kinderwiege schlafen. Diese nimmt nicht zu viel Platz ein, kann mobil bewegt werden und spendet eine bessere Geborgenheit. Hat Dein Baby Probleme beim Einschlafen, kannst Du vorübergehend auch eine Federwiege oder Hängewiege verwenden, um mit der zusätzlichen Bewegung eine Beruhigung sicherzustellen.

Entscheidest Du Dich für ein größeres Bett, solltest Du dies für die ersten Monate etwas begrenzen. Andernfalls würde Dein Baby sich darin verloren fühlen. Nutze ein Babynest, um ein gemütlicheres Gefühl zu erzeugen und eine angenehme Schlafumgebung für Dein Baby zu schaffen. Das Nest hält warm und fühlt sich gut an.

In jedem Fall gilt auch für das Babybett, dass dieses möglichst offen sein sollte. Ein uneingeschränkter Luftaustausch ist notwendig, damit keine Gefahr für Dein Baby besteht. Verwende altersgerechte Babybetten aus denen Dein Neugeborenes nicht hinausfallen kann und es wird sicher die Nacht dort verbringen.

Was darf ins Bett

Babybett - Spielzeug
Das Babybett sollte frei von jeglichem Spielzeug und Kuscheltieren sein

Schläft Dein Baby unruhig und wacht häufiger auf? Dann könntest Du versuchen es mit Kuscheltieren zu beruhigen. Es mag sicherlich süß aussehen, wenn Dein Baby mit den Kuscheltieren Arm in Arm schmust. Doch aus gesundheitlicher Sicht ist dies weniger zu empfehlen.

Kuscheltiere schränken die Atmungsaktivität in der Umgebung Deines Babys ein. Die abgestandene Luft wird schlechter ausgetauscht, sodass Kuscheltiere das Risiko eines plötzlichen Kindstodes erhöhen.

Daher gilt der Grundsatz, dass die unmittelbare Schlafumgebung offen gehalten sein sollte. Verzichte auf Kuscheltiere oder Spielzeug in der Wiege, um im ersten Lebensjahr eine optimale Schlafumgebung zu schaffen. Dein Baby wird auch ohne diese Hilfsmittel wunderbar schlafen und gesundheitliche Risiken bestehen keine.

Komfortable Schlafkleidung

Die Schlafkleidung sollte nicht nur bequem sein, sondern die Möglichkeit bieten die Körperwärme zu regulieren. Daher ist es bei Babys nicht notwendig zum Schlafen eine Mütze aufzuziehen. Der Kopf sollte frei bleiben, damit Babys darüber die überschüssige Körperwärme abgeben können.

Es empfiehlt sich bei der Schlafkleidung lieber etwas kühler, als zu warm vorzugehen. Ist es zu kalt, schreit Dein Baby und macht auf sich aufmerksam. Bei zu viel Wärme hingegen schläft Dein Neugeborenes einfach weiter und bemerkt gar nicht, wie es über die Nacht aufheizt.

Taste im Nacken, ob Dein Baby auffällig warm oder kalt ist. Dort lässt sich gut die Temperatur einschätzen, sodass keine Gefahr der Unterkühlung oder Überhitzung besteht.

Eine sichere Schlafumgebung schaffen

Babys sind neugierig und gehen gerne auf Entdeckungstour. Dabei merken Sie gar nicht, dass Sie sich einer Gefahr aussetzen. Sie erklimmen das Babybett und könnten hinaus, auf den harten Boden fallen. Um dies zu verhindern ist es ratsam von Anfang an eine sichere Schlafumgebung zu schaffen.

Als Grundlage gilt hierfür das Babybett. Dieses sollte sicher stehen und über geeignete Seitenverkleidungen verfügen. Wiege und Gitterbett sind so ausgestattet, dass Dein Baby nicht in den Zwischenräumen Platz findet. Ist Dein Kind in der Lage die Begrenzung zu erklimmen, steht der Umzug in ein altersgerechtes Kinderbett auf dem Plan.

Im Kinderzimmer ist es wichtig die Möbel zu sichern. Diese dürfen nicht neben dem Bett stehen und sollten nicht als Klettermöglichkeit herhalten. Verankere schwere Schränke oder Kommoden in der Wand, damit diese nicht umfallen.

Informiere Dich zudem darüber, welche Zimmerpflanzen giftig für Dein Baby sind. Entferne jegliche spitzen Gegenstände aus dem Schlafzimmer und decke die Steckdosen ab.

Je mehr Wert Du auf eine sichere Schlafumgebung legst, desto weniger Sorgen musst Du Dir machen. Du kannst Dein Baby auch mal für wenige Minuten unbeaufsichtigt im Zimmer spielen lassen, ohne dass dies ein hohes Risiko darstellt.

Die erholsame Schlafumgebung für Babys

Damit Dein Baby schläft und sich von den Strapazen im ersten Lebensjahr erholt, sind einige Vorkehrungen hinsichtlich der Schlafumgebung zu treffen. Wichtig ist vor allem, dass der Schlafplatz einen guten Luftaustausch ermöglicht. Halte Kuscheltiere und Spielzeug fern. Eine offenere Gestaltung bietet sich an, um die Atmungsaktivität zu fördern.

Ansonsten gilt, dass Dein Baby nicht viel für einen erholsamen Schlaf benötigt. Eine angenehme Matratze und ein komfortabler Schlafsack sind ausreichend, damit Dein Neugeborenes sich wohlfühlt. In einer ruhigen Umgebung wird es problemlos schlafen und prächtig entwickeln.

Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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