Unter Schlafproblemen zu leiden ist für niemanden angenehm. Kinder und Jugendliche befinden sich noch in der Entwicklung und haben einen erhöhten Schlafbedarf. Für Sie ist der Schlaf wichtig, um ohne gesundheitliche Probleme aufzuwachsen und in der Schule immer konzentriert bei der Sache zu sein.

Schlafstörungen bei Teenager können dazu führen, dass Sie nicht in der Lage sind, dem Schulstoff zu folgen. Die Schulnoten verschlechtern sich und nebenbei erhöhen sich Risiken für bestimmte Krankheiten.

Daher ist es für Teenager besonders wichtig, einen erholsamen Schlaf zu erhalten. Weshalb die Schlafstörungen bei Teenager auftreten und wie diese verbessert werden, erfährst Du in diesem Ratgeber.

Schlafstörungen bei Teenagern

Jugendliche sind im Alltag einem großen Stress ausgesetzt. Die schulischen Anforderungen steigen und es werden immer höhere Leistungen abverlangt. Dabei bleibt kaum die Möglichkeit, sich selber zu entfalten. Der empfundene Stress steigt und damit auch die Schlafstörungen.

Mittlerweile gehen Studien davon aus, dass gut ein Drittel der Jungen und fast die Hälfte aller Mädchen unter Schlafstörungen leiden. Sie schlafen zu spät ein und fühlen sich während des Tages kaum leistungsfähig. Die Müdigkeit fällt in der Schule besonders stark auf und es fällt schwer dem Unterricht zu folgen.

Die Schlafstörungen zeigen sich nicht nur in der Schule. Sie betreffen die gesamte Lebensqualität und wirken sich negativ auf das Wohlbefinden aus. Demnach nimmt auch die Zahl der Jugendlichen, die depressive Symptome aufweisen, zu.

Machst Du Dir Sorgen um Dein Kind, weil es nicht ausreichend schläft und die typischen Symptome des Schlafmangels aufweist, solltest Du einen Kinderarzt aufsuchen. Dieser ist in diesem Fall der erste Ansprechpartner und kann nachprüfen, ob körperliche Ursachen für die Schlafstörungen verantwortlich sind.

Ursachen der Schlafprobleme

Teenager befinden sich in einer kritischen Entwicklungsphase. Der Körper ist einigen Veränderungen unterlegen und dabei kann es leicht geschehen, dass das Gleichgewicht aus den Fugen gerät. Die folgenden Ursachen können für die Schlafstörungen bei Teenager verantwortlich sein.

Zu den körperlichen Ursachen könnte zum Beispiel das Asthma oder ein Eisenmangel zählen. Leidet Dein Kind unter einer Hausstauballergie, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass damit auch eine Form der Asthmaerkrankung vorliegt. Ist es während des Schlafens den Allergenen ausgesetzt, ist der Schlaf weniger erholsam. Hier kannst Du mit einer speziellen Allergiker Bettwäsche Dein Kind davor bewahren, mit den schädlichen Allergenen in Berührung zu kommen.

Die innere biologische Uhr verändert sich zudem bei Teenagern. Waren Kinder meist noch Frühaufsteher und haben die Eltern noch aus dem Bett geworfen, würden Teenager lieber bis in die Mittagsstunden hinein schlafen. Teenager gehören eher zu den Typen, die bis spät in die Nacht hinein wach bleiben und damit auch erst später aufstehen. Es zeigt sich, dass das Schlafhormon Melatonin bei Teenager rund zwei Stunden später ausgeschüttet wird, als bei Erwachsenen. Da die Schule aber weiterhin um ca. 8 Uhr beginnt, müssten Sie entsprechend Ihres Schlaftyps zu früh aufstehen. Erst im Erwachsenenalter verschiebt sich die innere biologische Uhr, sodass es sowohl „Frühaufsteher“ als auch „Morgenmuffel“ gibt.

Smartphone Teenager
Die Nutzung des Smartphone oder Laptops kann bei Teenagern zu den Schlafstörungen führen.

Dennoch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass neben der genetischen Komponente auch der Medienkonsum eine Rolle spielt. Wer abends noch das Smartphone nutzt oder vor dem PC sitzt, wird ebenfalls häufiger unter Schlafstörungen leiden. Unter dem Einfluss der digitalen Bildschirme wird die Produktion des Schlafhormons gehemmt, sodass Jugendliche sich gar nicht erst müde fühlen. Die vermehrte Nutzung der Smartphones im Bett ist daher auch, als eine Ursache der Schlafstörungen anzusehen.

Auswirkungen der Schlafstörungen

Jeder Mensch hat einen bestimmten Schlafbedarf. Wird dieser nicht erfüllt und tritt ein Mangel ein, hat dies schwerwiegende Auswirkungen auf die Lebensqualität.

Bei Teenagern zeigt sich ein Schlafmangel vor allem darin, dass Sie während des Tages deutlich müder sind. Das Aufstehen fällt schwer und Sie können sich in der Schule nicht richtig konzentrieren. Darunter leiden die Schulnoten und die berufliche Zukunft könnte in Gefahr geraten.

Das Schlafdefizit hat aber noch weitreichendere Auswirkungen. So sind Jugendliche schneller gereizt und können aggressiver auftreten. Wer nicht genügend Schlaf erhält, kann schlechter mit Stresssituationen umgehen und wird sein emotionales Verhalten nicht unter Kontrolle haben. Dies kann ebenso zu Problemen in der Schule und dem sozialen Umfeld führen.

Zu beobachten ist zudem, dass das Hungergefühl gestört ist. Wer nicht genügend Schlaf erhält, besitzt einen größeren Hunger und ein Sättigungsgefühl tritt kaum ein. Dies liegt daran, dass das Hormon Leptin nicht in ausreichender Menge ausgeschüttet wird. Damit steigt bei einer Schlafstörung die Gefahr, dass die Kinder unter einem Übergewicht und dessen negativen Folgen leiden.

Tipps, um das Schlafverhalten zu verbessern

Leidet Dein Kind unter Schlafstörungen, sollte dies keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Sicherlich gibt es eine genetische Komponente, welche sich nicht beeinflussen lässt und das frühe Aufstehen fällt kaum einem Teenager leicht. Dennoch lässt sich das Schlafverhalten mit wenigen Tipps verbessern, sodass der Morgen zumindest etwas angenehmer verläuft.

Einer der wirkungsvollsten Tipps, um die Schlafstörungen zu verbessern, ist die Einschränkung der Smartphonenutzung vor dem Schlafengehen. Rund 2 Stunden vor der Schlafenszeit sollte auf das Smartphone ganz verzichtet werden. Stattdessen ist es besser ein Buch zu lesen oder leise Musik zu hören. Damit wird der Geist beruhigt und kann sich auf den Schlaf vorbereiten.

Um die Müdigkeit zu besiegen sind bei Teenagern Energy-Drinks besonders beliebt. Diese schmecken süß und verleihen zumindest für einen kurzen Augenblick mehr Energie. Der Konsum der Energy-Drinks ist jedoch mit dem Nachteil verbunden, dass das Einschlafverhalten gestört wird. Selbst wenn die Getränke während des Tages getrunken werden, kann dies spät abends noch den Schlaf stören. Daher sollte auf koffeinhaltige Getränke und Energy-Drinks komplett verzichtet werden.

Wichtig ist für Jugendliche ein geregelter Tagesablauf. Dazu gehört auch, dass Sie möglichst jeden Tag zur gleichen Uhrzeit schlafen gehen. Dadurch weiß der Körper automatisch, wann er zur Ruhe kommen soll und das Einschlafen fällt leichter. Auch am Wochenende ist es hilfreich, wenn die gleichen Einschlaf- und Aufstehzeiten weiterverfolgt werden.

Als Orientierungshilfe, um die innere Uhr im Gleichgewicht zu halten, kannst Du einen Tageslichtwecker einsetzen. Mit diesem lässt sich ein Sonnenuntergang und der Sonnenaufgang simulieren. Damit fällt das Aufstehen wesentlich leichter und der Körper folgt diesem Rhythmus.

Der Schlaf ist für Teenager besonders wichtig. Daher dürfen Schlafstörungen nicht ignoriert werden. Führen die hier präsentierten Tipps noch nicht zu einer spürbaren Verbesserung, sollten die Probleme mit einem Arzt abgeklärt werden.