Normalerweise schlafen wir mit geschlossenen Augen. Damit wird das Auge während der Nacht geschützt und Licht dringt nicht ein.

Doch manchmal lässt sich bei Personen beobachten, dass diese mit leicht geöffneten Augen schlafen. Bei Kindern und Babys ist dieses Verhalten noch stärker ausgeprägt als im Erwachsenenalter.

Ist das Schlafen mit offenen Augen gefährlich und welche Ursachen liegen vor?

Weshalb schlafen manche Menschen mit geöffneten Augen?

Die Augen sind sehr empfindlich und während des Tages wirst Du bereits merken, dass es Dir schwerfällt die Augen für eine längere Dauer geöffnet zu lassen. Nach einer gewissen Dauer ist der Reiz so groß, dass der Lidschluss erfolgt. Du blinzelst und damit wird der Augapfel geschützt. Das Auge wird befeuchtet und vor äußeren Einflüssen bewahrt.

Daher sollte während der Nacht eigentlich das Auge auch geschlossen sein. Die Dunkelheit ist notwendig, damit das Gehirn sich entspannen und auf den Schlaf vorbereiten kann. Mit geöffneten Augen zu schlafen stellt eine Beeinträchtigung dar und kann den Schlaf stören.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann es aber dazu kommen, dass der Lidschluss während der Nacht nicht ausreichend funktioniert.

Ursachen

Die folgenden Ursachen können dazu führen, dass die Augen während des Schlafens nicht vollständig geschlossen sind. Vor allem die mentale Gesundheit besitzt einen Einfluss darauf, ob der Lidschluss wie gewünscht funktioniert.

Stress

Stress - Schlafen
Stress könnte dazu führen, dass Du mit offenen Augen schläfst

Stehst Du ständig unter Spannung, besitzt dies einen hohen Einfluss auf Deine Lebensqualität. Das Einschlafen fällt Dir schwer und mitunter wirst Du während der Nacht mehrmals aufwachen.

Der Stress führt zudem dazu, dass nicht die gewöhnliche Entspannung eintritt. Die Muskulatur steht weiterhin leicht unter Spannung und die Augen werden leicht geöffnet.

Verletzung von Gesichtsnerven

Deutlich seltener könnte auch eine Verletzung bestimmter Gesichtsnerven dazu führen, dass der Lidschluss erschwert ist. Sind die Nerven verletzt oder vernarbt, fällt das Blinzeln selbst am Tag schwer.

Dies könnte etwa eine Folge einer Operation am Gesichtsnerv oder der Augenmuskulatur sein. Dann sollte mit dem Arzt die weitere Vorgehensweise besprochen werden, um die Nervenverletzung zu beheben.

Kaum Tiefschlaf

Im Tiefschlaf tritt der Zustand der höchsten Entspannung ein. Babys oder Kleinkinder erreichen diese Phase nicht immer zuverlässig. Ihr Schlaf ist nicht tief genug und dadurch sind die Augen leicht geöffnet. Die Augäpfel können während dieser Erscheinung verdreht sein.

Was zunächst bedrohlich wirkt, ist zum Glück gänzlich ungefährlich. Dieser Zustand ist nur von kurzer Dauer und wird der Tiefschlaf erreicht, schließen sich meistens auch die Augen.

Wachkoma

Beim Wachkoma sind das Hirn oder das Rückenmark so stark geschädigt, dass die Augen nicht mehr bewusst bewegt werden können. Dadurch sind die Augen der Betroffenen meist geöffnet.

Schlafparalyse

Für gewöhnlich sorgt die Schlafparalyse dafür, dass eine gewisse Starre auftritt. Die Muskeln sind zwar entspannt, können aber nicht bewegt werden. Dadurch wird verhindert, dass Bewegungen im Traum etwa während des Schlafens ausgeführt werden.

Manchmal tritt das Phänomen auf, dass das Bewusstsein zwar erlangt wird, die Schlafparalyse aber weiterhin anhält. Dann wird der Betroffene selber bewegungsunfähig im Bett liegen. Während dieses Zustandes sind ebenfalls die Augen geöffnet.

Folgen der offenen Augen

Der Lidschluss ist wichtig und soll das Auge schützen. Allein lässt sich nur schwer herausfinden, ob Deine Augen während des Schlafens geöffnet sind. Erfährst Du am nächsten Tag die folgenden Symptome, könnte dies auf einen unzureichenden Lidschluss hindeuten.

Sind Deine Augen weit geöffnet, werden diese am Morgen deutlich gereizt sein. Die Augen brennen und sind gerötet.

Die gereizten Augen treten nicht nur am Morgen auf. Auch im Tagesverlauf wirken diese trockener und Schmerzen treten auf.

Tränenfluss - Schlafen mit offenen Augen
Mit offenen Augen zu schlafen kann das Auge reizen und zu einem vermehrten Tränenfluss führen

Um dieser Reizung entgegenzuwirken, könnte ein übermäßiger Tränenfluss auftreten. Damit wird versucht das Auge vor dem Austrocknen zu bewahren.

Durch die Bewegungen im Bett könnte es auch dazu führen, dass die Hornhaut verletzt wird. Der Augenarzt könnte leichte Abschürfungen feststellen.

Was kannst Du dagegen unternehmen?

Bemerkst Du diese Symptome oder hat Dein Partner festgestellt, dass Du mit offenen Augen schläfst, solltest Du etwas dagegen unternehmen. Andernfalls werden die Augen einer höheren Belastung ausgesetzt und können langfristig geschädigt werden.

Stress lindern

Der häufigste Grund für die geöffneten Augen liegt in einem zu hohen Stress. Du stehst ständig unter Anspannung und im Beruf oder dem Studium werden hohe Anforderungen an Dich gestellt. Diese Anspannung überträgt sich während des Schlafens auf die Augen und der Lidschluss funktioniert nicht zuverlässig.

Lindere den Stress, indem Du vor dem Schlafen verschiedene Entspannungstechniken anwendest. Führe eine Meditation durch oder nutze Massagegeräte, um die Stressbelastung zu vermindern. Mit einem Nackenmassagegerät oder einem Fußsprudelbad wirst Du Dir Zeit für Dich nehmen und eine Auszeit gönnen.

Schlafmasken

Der Schutz der Augen steht im Vordergrund. Mit einer Schlafmaske wirst Du für ausreichend Dunkelheit sorgen, damit der Schlaf nicht beeinträchtigt wird. Liegt die Maske eng an, befördert dies zudem den Lidschluss. Angenehmen ist es zudem, wenn die Maske über weiche Polster verfügt.

Chirurgische Eingriffe

Lassen sich die Lider nur schwer schließen, lässt sich dies mit einem Eingriff am Lid verbessern. Bei dem „Lidloading“ werden kleine Gewichte am Lid implantiert. Diese führen dazu, dass die Lider während des Schlafes von allein zufallen und das Auge geschlossen ist.

Eine andere Variante könnte im Verwenden von Botox bestehen. Stehen die Muskeln zu stark unter Spannung, führt dieser Wirkstoff eine Entspannung herbei. Die Muskulatur entspannt sich und das Auge ist im Schlaf geschlossen.

Mit offenen Augen schlafen

Schläfst Du mit offenen Augen, solltest Du dringend prüfen, wie hoch die Belastung im Alltag ist. Stress gilt als Hauptursache für dieses Schlafverhalten.

Mit offenen Augen zu schlafen führt zu unangenehmen Reizungen und Schädigungen des Auges. Daher solltest Du zügig etwas dagegen unternehmen und den Lidschluss verbessern.

Reduziere den Stress oder nutze eine Schlafmaske. Dann werden Deine Augen endlich während der Nacht entspannen und am nächsten Tag viel ausgeruhter erscheinen.

Leidest Du auch unter Schlafproblemen? Lerne, wie Du Dein Schlafverhalten verbessern kannst und eine ganz neue Lebensqualität erfährst. Egal ob Du Allergiker bist oder Deinen Schlaf optimieren möchtest. Auf Schlafenguru.de wirst Du zahlreiche Ratgeber und Produktempfehlungen finden, um die Nacht wieder geruhsam zu genießen.