RatgeberTierschlafWie schlafen Fische?

Wie schlafen Fische?

Der Schlaf ist für Menschen überlebenswichtig. Ohne Schlaf würden innerhalb weniger Tage deutliche Bewusstseinsänderungen auftreten, die im schlimmsten Fall bis zum Tod führen.

Auch für Tiere ist der Schlaf eine Quelle der Erholung. Bei Hunden kannst Du etwa beobachten, dass diese wild mit den Beinen strampeln oder laut bellen. Sie verarbeiten im Schlaf, ähnlich wie der Mensch, das Erlebte.

Fische sind in dieser Hinsicht besonders. Von außen ist es kaum erkennbar, ob die Aquarienbewohner gerade schlafen oder hellwach sind. Es gibt jedoch Anzeichen der Ruhephase und ebenso ist bestätigt, dass Fische schlafen. Wie erkennst Du den Schlaf der Fische und wodurch ist dieser gekennzeichnet?

Wie schlafen Fische

Äußerlich unterscheiden sich Fische stark von anderen Tieren oder dem Menschen. Während die Augenlider geschlossen sind, die Atmung sich verlangsamt und vielleicht ein Schnarchen auftritt, ist dies bei Fischen gänzlich anders. Sie besitzen keine Augenlider und ihr Schlaf läuft anders ab.

Eine ausgedehnte Ruhephase

Fische haben kein bequemes Bett oder einen Platz, in welchen sie sich während des Schlafes legen könnten. Vielmehr gehen sie in eine Ruhephase über, die durch eine geringere Aktivität ausgezeichnet ist. Schlafen Fische, reagieren sie nicht mehr auf die Umgebung. Geräusche, Licht oder Berührungen nehmen sie kaum wahr.

Wie tief Fische schlafen ist nicht geklärt. Es spricht jedoch einiges dafür, dass die Tiefschlafphase vergleichbar mit dem der Säugetiere ist. Fische schließen zwar nicht die Augen, doch die sonstigen Verhaltensweisen deuten auf einen tiefen Schlaf hin.

Ruhiges schwimmen

Ganz zur Ruhe kommen manche Fische auch während des Schlafes nicht. Bei Schwarmfischen ist zu beobachten, dass sie auch in der Ruhephase sich bewegen und eine Schwimmhaltung einnehmen. Damit sind sie weiterhin in der Gemeinschaft geschützt und fallen weniger auf. Gegenüber Fressfeinden sind sie somit nicht als leichte Beute zu erkennen.

Besonderes Schlafverhalten

Manche Fischarten weisen ein einmaliges Schlafverhalten auf. Der Papageifisch[1] zum Beispiel sucht sich ein ruhiges Versteck und isoliert sich mit einem Schleim, welcher den gesamten Körper umgibt. Auf diese Weise verhindert er, dass sein Eigengeruch die Position verrät. Die natürlichen Fressfeinde erkennen den eigentlich bunten Fisch kaum und dieser kann sich zurückgezogen in seinem Versteck ausruhen.

Einige Fische zeichnen sich durch eine bunte Farbgebung aus. Diese wirkt vor allem auf die weiblichen Exemplare anziehend. Zum Schlafen verändert sich häufig die Farbe und wechselt von einem bunten Mix zu gedeckten Tönen. Ein Beispiel ist hierfür der Doktorfisch, welcher beim Schlafen eine bräunliche Farbe annimmt. Dadurch hebt er sich von der Umgebung kaum ab und wirkt unauffälliger. Dadurch fühlt er sich sicherer und erhält mehr Ruhe, um die Nacht zur Erholung zu nutzen.

Ist das Abdunkeln des Aquariums sinnvoll?

Aquarium - Fische schlafen
Das Aquarium abzudunkeln unterstützt den Schlaf der Fische

Für den Menschen gilt, dass er in einer dunklen Umgebung eher in den Schlaf findet. Das Schlafhormon Melatonin wird vermehrt ausgeschüttet und nur in einem dunklen Zimmer scheint ein Tiefschlaf möglich.

Aus diesem Grund decken auch die meisten Fischliebhaber das Aquarium ab. Forscher haben bestätigt, dass Fische ebenfalls eine dunkle Umgebung bevorzugen. Auch bei ihnen regelt das Melatonin das Schlafverhalten und beeinflusst die innere Uhr. Wird das Aquarium abgedunkelt, gelangt weniger Licht hinein und Fische schlafen besser ein.

In hellen Umgebungen wird der Tag-Nacht-Rhythmus durcheinandergebracht und Schlafstörungen können auftreten. Dies zeigt sich häufig in städtischen Umgebungen, die auch in der Nacht hell ausgeleuchtet werden. Das Abdecken des Aquariums ist sinnvoll, um den Fischen das Schlafen zu erleichtern.

Der Schlaf der Fische

Auch für Fische ist der Schlaf wichtig, um sich zu erholen und das Erlebte zu verarbeiten. Zwar ist die Forschung noch uneins, ob Fische über ähnliche Schlafphasen verfügen wie der Mensch, doch dass die Meeresbewohner eine tiefe Ruhephase eingehen ist bestätigt.

Sie sind zwar nicht in der Lage die Augenlider zu schließen, doch sie bewegen sich langsamer und je nach Art suchen Sie eine Höhle oder einen anderen sicheren Platz auf, um sich auszuruhen. Einige Stunden verbringt der Fisch mit dem Schlafen und ist danach wieder fit, um den Tag munter herumzuschwimmen.

Gönne also auch Deinem Fisch ausreichend Schlaf, damit dieser sich im Aquarium wohlfühlt.

Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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