Die Schlafqualität bestimmt das gesamte Leben. Bist Du wenig ausgeruht, wachst nachts häufiger auf und hast mit Schlafproblemen zu kämpfen, wirkt sich dies auf alle Lebensbereiche aus. Du bist müder, weniger leistungsfähig und anfälliger für Krankheiten. Daher sollte ein gesunder Schlaf eine hohe Priorität in Deinem Leben einnehmen.

Dein Schlaf wird von einigen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Hierzu gehören neben der Matratze und dem Bett, auch die Raumumgebung. Ist es zu hell oder zu laut, wirst Du nur schlecht einschlafen können. Auch die Temperatur gehört zu den Einflussfaktoren, die für die Schlafqualität wichtig sind.

Doch wie hoch sollte die Raumtemperatur des Schlafzimmers sein? Wo Deine optimale Schlaftemperatur liegt und wie Du diese erreichen kannst, erfährst Du in diesem Ratgeber.

Einfluss der Schlaftemperatur

Die Bedeutung eines erholsamen Schlafes wurde bereits angedeutet. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein Schlafmangel mit einem höheren Krankheitsrisiko einhergeht. Es können Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten und die Muskeln werden verspannt und krampfen häufiger. Das Immunsystem insgesamt wird angegriffen und damit bist Du anfälliger für alle Krankheiten.

In der Tiefschlafphase laufen einige Regenerationsprozesse des Körpers ab. Werden diese beeinträchtigt und können nicht optimal ablaufen, wird sich Deine Lebensqualität merklich senken. Auch psychische Erkrankungen können in der Folge der Schlafstörungen auftreten.

Die Länge des Schlafes ist hierbei kein zuverlässiges Indiz dafür, ob Du ausreichend Schlaf erhältst. Es gilt hierbei nicht die Formel, je länger Du schläfst, desto besser ist dies für Deinen Körper. Im Gegenteil, schläfst Du außergewöhnlich lang, kann dies eher auf Probleme hindeuten.

Besser ist es, die Schlafqualität zu verbessern. Dann wirst Du auch schon nach den gewöhnlichen 6 bis 8 Stunden Schlaf in der Nacht frisch und ausgeruht aufwachen.

Um eine hohe Schlafqualität sicherzustellen, solltest Du eine gute Schlafumgebung schaffen. Hierzu zählt auch, dass die Temperatur im Schlafzimmer angenehm ist und einen erholsamen Schlaf ermöglicht. Ist es zu kalt oder zu warm, kann der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden und die Regenerationsprozesse sind beeinträchtigt.

Wissenschaftler haben hierbei festgelegt, dass eine Schlaftemperatur von 15°C bis 18°C ideal sein soll. Damit werden im Allgemeinen die Prozesse des Körpers optimal ablaufen und es ist weder zu kalt, noch zu warm. Im Vergleich zu den anderen Räumen ist das Schlafzimmer also etwas kälter. Damit Du nicht frierst, spendet die Bettdecke etwas Wärme.

Diese Temperatur wurde von Wissenschaftlern festgelegt. Dennoch ist Dein persönliches Wärmeempfinden wichtig, um einen idealen Schlaf zu gewährleisten. Aus wissenschaftlicher Sicht sollte der Körper im Schlaf eine Temperatur von 36°C aufrechterhalten können.

Wodurch die Schlafzimmer Temperatur beeinflusst wird

Zimmer lüften
Vor dem Schlafengehen sollte das Zimmer gelüftet werden.

Vor dem Schlafengehen sollte das Zimmer durchgelüftet werden. Dadurch wird gewährleistet, dass genügend frischer Sauerstoff im Raum ist. Ist die Raumluft „abgestanden“ kann der Körper nicht genügend Sauerstoff aufnehmen und Du wirst Dich am Morgen müde und schlapp fühlen. Daher ist einer der Einflussfaktoren, wenn es um die optimale Schlaftemperatur geht, die Außentemperatur. Im Winter oder im Sommer solltest Du daher darauf achten, zu welchen Zeiten Du lüftest und dass die Raumtemperatur nicht zu stark von der Optimaltemperatur abweicht.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Einflussfaktoren, die sich vor allem auf die wahrgenommene Temperatur beziehen. Denn auch wenn die empfohlene Temperatur zum Schlafen zwischen 15°C und 18°C liegt, solltest Du Dich wohlfühlen.

Wichtig ist hierfür, dass Du eine Bettdecke und eine Matratze wählst, die atmungsaktiv sind. Im Schlaf ist es völlig natürlich, dass wir schwitzen. Indem die Bettdecke und die Matratze aus einem atmungsaktiven Stoff bestehen, wird der Schweiß von der Haut abtransportiert und sammelt sich nicht. Dies ist wichtig, um nicht im eigenen Schweiß während der Nacht zu liegen.

Auch die Bekleidung ist für das persönliche Empfinden wichtig. Sie sollte nicht zu dünn oder zu dick sein. Empfehlenswert sind eher leichte Stoffe, die ebenfalls atmungsaktiv sind. Eine lockere und bequeme Kleidung sorgt dafür, dass genügend Luft an die Haut gelangen kann und sich Dein Körper nicht zusätzlich aufheizt.

Die Luftfeuchtigkeit trägt zur wahrgenommenen Temperatur ebenfalls bei. Im Schlafzimmer sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60% liegen. Ist diese zu hoch, wirst Du vermehrt schwitzen und bei einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit können die Schleimhäute austrocknen. Überprüfe, wie hoch die Feuchtigkeit im Schlafzimmer ist und ergreife geeignete Gegenmaßnahmen. Hierzu kannst Du das Lüftungsverhalten ändern oder mit einem Luftbefeuchter arbeiten.

Das persönliche Empfinden

Neben dieser sehr wissenschaftlichen Festlegung, dass die optimale Schlaftemperatur zwischen 15 und 18°C liegt, solltest Du vor allem auf Dein Gefühl achten. Denn es kommt vor allem darauf an, dass Du Dich im Schlafzimmer wohlfühlst. Die perfekte Temperatur liegt in einem Bereich, in welchem Du weder schwitzt, noch frierst. Ob diese nun in dem empfohlenen Bereich liegt, ist unerheblich.

Bemerkst Du am Morgen, dass Du schweißgebadet aufwachst, solltest Du eine andere Schlafbekleidung ausprobieren und versuchen, das Zimmer abzukühlen. Ist es im Winter hingegen zu kalt, solltest frühzeitig heizen und darauf achten, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig ist.

Ist die Raumtemperatur zu kalt, benötigt der Körper mehr Energie, um die Körperwärme zu erzeugen. Diese Energie steht nicht mehr den Regenerationsprozessen zur Verfügung. Morgens wirst Du vor allem merken, dass die Muskeln angespannt sind und Du Dich nicht richtig ausgeschlafen fühlst.

Ist es zu heiß, wirst Du vermehrt schwitzen. Dadurch kannst Du nicht nur schlechter schlafen, sondern wirst anfälliger für Krankheiten. Wenn Du zu stark schwitzt, kann dies mit dem gegenteiligen Effekt einhergehen, dass Du morgens geradezu frierst. Schließlich sorgt die Feuchtigkeit für eine zusätzliche Abkühlung, sodass die Körpertemperatur sinkt.

Achte auf diese Anzeichen und versuche danach, die optimale Schlaftemperatur zu erreichen.

Die optimale Schlaftemperatur gewährleisten

Das Lüften übt einen hohen Einfluss auf die perfekte Schlafumgebung aus. Es ist nicht nur wichtig, um genügend Sauerstoff im Schlafzimmer bereitzustellen, sondern auch um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Diese ist wiederum wichtig, damit die Raumluft nicht als zu trocken oder zu feucht empfunden wird.

Das Zimmer die gesamte Nacht über gekippt zu lassen ist jedoch nur bedingt zu empfehlen. In Deutschland werden die Temperaturen während der Nacht über die meiste Zeit bei weniger als 15°C liegen. Dadurch kühlt das Zimmer aus und die Temperatur sinkt.

Besser ist es, wenn vor dem Schlafengehen etwa 15 Minuten das Fenster komplett geöffnet wird. Auf diese Weise wird die Raumluft einmal ausgetauscht. Während des Schlafens sinkt die Temperatur aber nicht weiter, sodass das angenehme Raumklima beibehalten wird.

Entscheidest Du Dich, das Zimmer während des Winters zu heißen, solltest Du zusätzlich einen Luftbefeuchter verwenden. Das Heizen sorgt für ein Absinken der Luftfeuchtigkeit und die trockene Luft ist eine Hauptursache für das vermehrte Auftreten von Erkältungen während der Winterzeit.

Mit der optimalen Schlaftemperatur ausgeruht aufwachen

Befolgst Du diese Empfehlungen und schaffst für Dich ein angenehmes Raumklima wirst Du merken, wie sich Deine Schlafqualität erhöht. Du kannst womöglich kürzer schlafen und wirst dennoch viel ausgeruhter in den Tag starten.

Achte vor allem darauf, dass die Temperatur Deinem persönlichen Empfinden entspricht. Üblicherweise liegt die optimale Schlaftemperatur bei 15 bis 18°C. Aber es kommt vor allem darauf an, dass Du weder schweißgebadet aufwachst, noch während des Schlafens frierst.

Passt Du zudem das Lüftungsverhalten an, wirst Du ein ideales Raumklima schaffen. Damit steht einer geruhsamen Nacht nichts mehr im Wege.

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