Nackenkissen oder normales Kissen – Welche Variante passt zu Dir?

Stehst Du morgens mit Verspannungen oder Schmerzen im Nackenbereich auf, könnte Dein Kissen sich dafür verantwortlich zeigen. Ein gewöhnliches, dickes Daunenkissen mag bequem sein, doch für den Nacken bietet es keine Entlastung.

Das Nackenkissen hingegen mag auf den ersten Blick unkomfortabel aussehen und Du fragst Dich, ob diese Variante tatsächlich eine Verbesserung für Dich bringt. Erfahre, ob ein Nackenkissen oder ein normales Kissen für Dich eher geeignet ist.

Was zeichnet das Nackenkissen aus?

Das Nackenkissen[1] ist nicht nur eine einfache Unterlage für den Kopf. Es ist extra so gestaltet, dass es eine maximale Entlastung für die Halswirbelsäule bietet. Dadurch unterscheidet es sich stark von einem herkömmlichen Kissen.

Form

Von der Größe her ist ein Nackenkissen zumeist kleiner gehalten. Dadurch könnte der Eindruck entstehen, dass es nicht genügend Platz bietet. Die Form ist jedoch extra so gestaltet, damit Dein Kopf in der richtigen Position bleibt.

Um eine bessere Unterstützung zu gewährleisten, ist das Nackenkissen leicht wellenförmig designt. Betrachtest Du die Halswirbelsäule im Liegen von der Seite, wirst Du diesen Verlauf gut nachvollziehen können. Würde der Kopf ohne Kissen auf der Matratze liegen, führte der Hohlraum im Nacken zu einem unkomfortablen Schlaf.

Unterstützung für den Nacken

Das Nackenkissen ist nicht flach, sondern leicht wellenförmig gestaltet. Diese Form nimmt den Kopf optimal auf, sodass die Muskulatur sich entspannt.

Hier passt sich die Wellenform des Nackenkissens genau den Bedürfnissen der Halswirbelsäule an. Der Kopf liegt in der Vertiefung, während der Nacken am Ende des Kissens aufliegt. Jeder Bereich erfährt eine Unterstützung, sodass der Kopf stabil liegt und die Muskulatur beim Schlafen keine Arbeit mehr verrichten muss.

Material

Für das Nackenkissen wird zumeist ein Gedächtnisschaum verwendet. Dieser zeichnet sich durch eine hohe Flexibilität aus. Im Ausgangszustand ist das Material relativ fest. Legst Du Dich auf das Kissen und wirkt Deine Körperwärme auf den Schaumstoff[2] ein, verformt sich das Nackenkissen. Es passt sich langsam genau Deiner Halswirbelsäule an und wirkt wie maßgeschneidert. Dadurch ist solch eine Variante auch für größere oder kleinere Personen gut geeignet.

Temperaturregulierend

Neigst Du im Sommer dazu zu schwitzen, ist ein Nackenkissen wesentlich angenehmer. Es ist nicht so dick und lässt eine bessere Luftzirkulation zu. Für heiße Sommernächte gibt es zudem kühlende Kissen, die mit einem speziellen Material ausgestattet sind, die die Wärme besser vom Körper leiten. Dadurch behältst Du auch in tropischen Nächten einen kühlen Kopf.

Allergiker

Leidest Du unter einer Hausstauballergie, ist der eingesetzte Gedächtnisschaum bei einem Nackenkissen für Dich von Vorteil. Dieses Material bietet weniger Raum für Milben und durch die bessere Luftzirkulation sammelt sich keine Feuchtigkeit im Kissen. Die Belastung geht zurück und Du wachst morgens mit weniger Symptomen auf. Dennoch könnte es ratsam sein Encasings und ein Nackenkissen zu verwenden, dessen Bezug sich bei mindestens 60°C waschen lässt.

Wie ist ein normales Kissen gestaltet?

Ein gewöhnliches Daunenkissen gewährt einen hohen Komfort. Es ist flauschig, kuschelig und lädt zum Schlafen ein.

Für das persönliche Gefühl ist solch ein Kissen wahrscheinlich förderlich. Du liegst höher, kannst Dich freier bewegen und auch die Schlafposition des Öfteren wechseln. Auch wenn Dein Partner im Bett sich mal auf Deinem Kissen ausbreitet, ist diese größere Variante von Vorteil.

Gemütlichkeit

Ein gewöhnliches Kissen mag größer und weicher sein. Dadurch wirkt es gemütlicher, ist für Deine Halswirbelsäule aber nicht gerade förderlich.

Leidest Du unter keiner Allergie, bist frei von Rücken- oder Nackenschmerzen, dann ist ein gewöhnliches Kissen in Ordnung für Dich. Sei Dir aber bewusst, dass dieser Zustand nicht ewig anhalten muss. Verbringst Du viele Stunden am Schreibtisch und bewegst Dich nicht ausreichend, könnte der Wechsel auf ein Nackenkissen den Beschwerden vorbeugen.

Somit bietet sich ein einfaches Kissen nur für Personen an, die häufig eine andere Schlafposition annehmen und keiner erhöhten Belastung ausgesetzt sind.

Wann ist das Nackenkissen von Vorteil?

Nackenkissen - Schmerzen
Das Nackenkissen schützt Dich vor Verspannungen und lindert Beschwerden

Das Nackenkissen ist hingegen für alle Schlafenden zu empfehlen, die sich Sorgen um die Gesundheit der Halswirbelsäule[3] machen. Denn der moderne Alltag ist geprägt von einem ständigen Sitzen und einer unnatürlichen Haltung. Der Kopf rückt näher an den Bildschirm und Millionen von Menschen haben in Deutschland mit Verspannungen im Nacken zu kämpfen.

Kurze Gewöhnungsphase

Das Nackenkissen ist für die meisten Personen eine sinnvolle Anschaffung. Es mag zwar wenige Nächte dauern, bis Du Dich daran gewöhnst, doch danach stellst Du eine wirksame Linderung der Beschwerden fest.

Um die Beschwerden zu lindern oder diese gar nicht erst aufkommen zu lassen, ist das Nackenkissen hilfreich. Es mag sich zu Beginn ungewohnt anfühlen, doch nach einer kurzen Gewöhnungsphase macht sich die bessere Unterstützung bemerkbar.

Ebenso solltest Du auf dem Rücken schlafen. In dieser Schlafposition entlastest Du zusätzlich den Nacken und linderst die Beschwerden. Auch hier könnte es sich anbieten zu lernen auf dem Rücken zu schlafen. Langfristig machen sich diese Unterschiede definitiv bemerkbar.

Das Nackenkissen zahlt sich aus

Ein Nackenkissen ist somit für die meisten Personen eine klare Empfehlung. Es ist zwar mit höheren Anschaffungskosten verbunden, doch es passt sich besser der Halswirbelsäule an und sorgt für eine Entlastung. Die Muskulatur entspannt, wodurch Schmerzen und Verspannungen zurückgehen. Auch für Allergiker ist diese Variante von Vorteil, da Milben sich dort weniger wohlfühlen.

Lediglich für Personen, die ein besonders großes Kissen bevorzugen und öfters auf der Seite oder dem Bauch schlafen, ist das Nackenkissen weniger geeignet.

Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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