Kopfschmerzen am Morgen können den Start in den Tag zu einer wahren Herausforderung werden anlassen. Normalerweise sollte jeder Tag mit einem Lächeln und voller Vorfreude begonnen werden. Wenn aber die ersten Minuten des Tages bereits durch Schmerzen gekennzeichnet sind, fällt es schwer, sich eine positive Einstellung zu bewahren.

Wodurch die Kopfschmerzen am Morgen hervorgerufen werden und wie Du sie wieder in den Griff bekommen kannst, erfährst Du in diesem Ratgeber.

Wie äußern sich die Kopfschmerzen am Morgen?

Die Kopfschmerzen bezeichnen zunächst nur eine sehr allgemeine Form des Schmerzempfindens. Die Ausprägungen können ganz unterschiedlich sein. Wie machen sich die Kopfschmerzen bei Dir bemerkbar? Folgende Symptome werden unterschieden.

  • hämmern
  • ziehen
  • Druckgefühl
  • stechen
  • Pochen

Die Kopfschmerzen werden von vielen Personen unterschiedlich wahrgenommen. Dennoch zeigen sich bestimmte Begleiterscheinungen, die von den meisten Betroffenen beschrieben werden.

Dazu gehört die Abgeschlagenheit. Wer morgens direkt mit Kopfschmerzen aufwacht, wird sicherlich nicht mit vollem Tatendrang in den Tag starten. Es zeigt sich eine Müdigkeit, die nicht nur am Morgen spürbar ist, sondern sich über den gesamten Tag strecken kann.

Ein großer Zusammenhang mit den Kopfschmerzen am Morgen wird oftmals mit den Muskeln im Nacken und Rückenbereich hergestellt. Daher tritt häufig eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit ein. Der Kopf lässt sich nur schwer bewegen und auch das Aufstehen ist mit Schmerzen verbunden.

Die Kopfschmerzen werden also selten isoliert betrachtet, sondern meist im Verbund mit anderen Symptomen. Welche Gründe es für die Kopfschmerzen am Morgen gibt, erfährst Du im nächsten Kapitel.

Ursachen für Kopfschmerzen am Morgen

Kopfschmerzen können aus den verschiedensten Gründen auftreten. Folgend findest Du die häufigsten Ursachen und kannst versuchen, die Schmerzen besser zu verstehen. Im Zweifelsfall und bei starker Ausprägung ist aber immer der Gang zum Arzt geboten. Nur die Fachkraft kann beurteilen, ob die Kopfschmerzen mit einer ernsten Erkrankung verbunden sind.

Schlafstörung

Die Mehrheit der Personen, die unter Kopfschmerzen am Morgen leiden beschreiben, dass sie am Abend zuvor länger zum Einschlafen brauchen. Sie liegen etwa 30 Minuten wach und können nicht entspannt schlafen. Eine Minderheit wacht zudem nachts auf und leidet unter einer verkürzten Schlafdauer.

Die Kopfschmerzen werden damit als Symptom der Schlafstörungen betrachtet. Der Schlafmangel kann sogar Migräne auslösen.

Mit den Schlafstörungen gehen nicht nur Kopfschmerzen einher. Auch Müdigkeit, Abgeschlagenheit und eine höhere Krankheitsanfälligkeit werden mit der schlechten Schlafqualität in Verbindung gebracht. Ebenfalls muss die Möglichkeit einer Schlafapnoe in Betracht gezogen werden.

Ungünstige Schlafposition

Ungünstige Schlafposition bei Kopfschmerzen
Eine ungünstige Schlafposition kann zu den Kopfschmerzen am Morgen führen.

Die Schlafposition besitzt einen wichtigen Einfluss darauf, wie erholsam der Schlaf ist und ob die Muskeln entspannen können. Hier zeigt sich, dass das Schlafen auf dem Rücken als am gesündesten gilt. Wenn Du auf der Seite oder dem Bauch schläfst, können Verspannungen im Nacken auftreten und diese zu den Kopfschmerzen führen. Die Schmerzen strahlen vom Nacken bis in die Mitte des Kopfes aus.

Verantwortlich hierfür kann auch eine ungünstige Lage des Kissens oder eine falsche Matratze sein. Dann wird die Wirbelsäule unnatürlich gekrümmt und die Schmerzen treten auf.

Alkohol

In jungen Jahren kann der feuchtfröhliche Abend noch besser weggesteckt werden. Es tritt zwar eine Übelkeit auf, die meisten Symptome sind aber am Morgen nicht mehr wahrnehmbar.

Mit zunehmenden Alter tritt jedoch der bekannte „Kater“ auf. Die Kopfschmerzen werden oftmals als stechend und unangenehm beschrieben. Die Müdigkeit kann noch den gesamten Tag über bestehen bleiben.

Selbst ein einziges Glas Wein am Abend zuvor kann bereits die Kopfschmerzen am Morgen auslösen. Diese Menge mag zwar gut zu verkraften sein, dennoch reagieren manche Menschen bereits auf dieses eine Glas sehr empfindlich am nächsten Morgen. Schließlich stört der Alkohol die Schlafqualität.

Wer gerne am Abend Alkohol konsumiert, sollte auch Wasser trinken, um dem Kater etwas vorzubeugen. Am besten ist es natürlich, wenn gar kein Alkohol getrunken wird.

Wetterfühligkeit

Die Umweltbedingungen besitzen einen großen Einfluss auf Dein Wohlbefinden. Im Schlafzimmer muss eine optimale Temperatur vorherrschen, damit Du gut einschlafen kannst und auch die Luftfeuchtigkeit solle angenehm sein.

Das Wetter kann aber noch ganz anders auf Deinen Körper einwirken. Besteht eine hohe Wetterfühligkeit, kann schon ein Wetterumschwung zu den Kopfschmerzen führen. Selbst wenn Du im Schlafzimmer die idealen Bedingungen schaffst, kann ein stürmisches Wetter mit den Kopfschmerzen einhergehen.

Des Weiteren beeinflussen andere Wetterlagen auch Allergien. Die Allergien können die Kopfschmerzen auslösen.

Stress

Stress und Kopfschmerzen
Stress ist eine der Hauptursachen für Kopfschmerzen.

Der Lebensstil besitzt einige Auswirkungen auf Deine Gesundheit. Heutzutage wird es fast als normal angesehen, dass ein gewisser Stresspegel vorhanden ist. Im Job oder Studium sollen Höchstleistungen vollbracht werden und gleichzeitig werden noch eine Reihe von anderen Aktivitäten wahrgenommen. Kurzzeitig etwas mehr Stress zu haben ist nicht unbedingt schädlich. Problematisch wird es allerdings, wenn dies zum Dauerzustand wird.

Der Stress steht im direkten Zusammenhang mit Schlafstörungen und einer verminderten Schlafqualität. Es fällt am Abend schwer, die Gedanken zu lösen und einfach „abzuschalten“. Durch die Schlafprobleme kann sich der Stress noch verschlimmern. Denn die Leistungsfähigkeit sinkt und es herrscht eine hohe Müdigkeit. Somit besteht ein Teufelskreis, dem es schwer sein kann zu entfliehen.

Generell gilt, dass ein gesünderer Lebensstil den Schlaf verbessern und somit auch die Kopfschmerzen lindern kann. Eine bessere Work-Life-Balance eine gesündere Ernährung und mehr Sport sind praktisch nie verkehrt, wenn es darum geht, die Lebensqualität zu verbessern.

Die Schmerzen lindern

Wenn es darum geht die Kopfschmerzen am Morgen zu bekämpfen, solltest Du vor allem auf die Ursachen Rücksicht nehmen. Langfristiger Erfolg kann sich nur einstellen, wenn die Probleme gelöst wurden. Die folgenden Tipps können aber bereits eine Linderung verschaffen und Dir helfen, aus dem Teufelskreis auszubrechen. So kannst Du die Gewohnheiten ändern und Schritt für Schritt ein gesünderes Leben führen.

Schlafhygiene

Zunächst solltest Du die besten Bedingungen für einen erholsamen Schlaf herstellen. Denn die moderne Lebensführung beinhaltet, dass das Schlafzimmer für alle möglichen Aktivitäten genutzt und dass das Smartphone auch im Bett bedient wird. Dies sind bereits erste Faktoren, die zu einem schlechten Schlaf führen können.

Als Erstes ist es wichtig, eine feste Schlafenszeit einzuhalten. Dein Körper gewöhnt sich an einen bestimmten Rhythmus und diesen dauernd zu unterbrechen kann mit den Schlafstörungen einhergehen. Versuche auch am Wochenende diese Schlafenszeiten beizubehalten.

Vor dem Schlafengehen solltest Du auf Zigaretten Alkohol und Smartphone verzichten. Ein Glas Wein wird gerne getrunken, um besser einschlafen zu können. Die Schlafqualität leidet allerdings schon unter dem einen Glas Wein und kann zu den Kopfschmerzen führen. Der Bildschirm des Smartphones sendet ein Licht aus, welches die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmt. Dadurch wird Deinem Körper die Chance geraubt, überhaupt in den Schlaf zu finden. Verzichte daher etwa 2 Stunden vor dem Schlafengehen auf das Smartphone und dem Computerbildschirm.

Das Bett und das Schlafzimmer dienen nur dem Schlaf. Führe dort nicht noch Arbeiten durch, die mit dem Stress verbunden sein können. Das Schlafzimmer ist ein Raum der Ruhe und Entspannung. Konditioniere Deinen Körper daher darauf, dass das Bett nur zum Schlafen dient und verzichte darauf, im Bett noch mit dem Laptop zu sitzen und für die Uni zu lernen.

Die optimale Matratze

Für eine hohe Schlafqualität ist unbedingt die passende Matratze notwendig. Hier ist vor allem der Härtegrad ein wichtiges Kriterium, um entspannt schlafen zu können und die Wirbelsäule zu entlasten. Häufig wird der Fehler gemacht, dass eine möglichst weiche Matratze als rückenfreundlich dargestellt wird. Dies ist allerdings nicht der Fall und die Matratze darf weder zu weich, noch zu hart sein.

Ist die Matratze zu weich, sinken Schulter und Becken zu tief ein. Die Wirbelsäule erhält dadurch einen Knick und verändert den natürlich Lauf. In der Lendenwirbelsäule werden sich Schmerzen bemerkbar machen und können in der Folge auch für Kopfschmerzen am Morgen verantwortlich sein.

Die Matratze sollte so hart sein, dass Dein Körper möglichst gerade liegt. Also weder einsinkt, noch irgendwie eine Körperpartie hervorsteht. Dies kann am besten von einer neutralen Person beurteilt werden, die Deine Liegeposition anschaut.

Auch der Nacken ist bei der Schlafposition wichtig. Das Kissen sollte möglichst flach sein und nur eine Unterstützung im Nacken bieten. Ist es zu hoch, wird die Halswirbelsäule abgeknickt und kann zu den Kopfschmerzen führen.

Gesünderer Lebensstil

Um die Kopfschmerzen in den Griff zu bekommen, sollte der Alltagsstress reduziert werden. Hierzu kannst Du am Abend meditieren oder mit Sport die Belastung reduzieren. Durch den Sport wirst Du den Stress ablegen können und abends ohnehin besser einschlafen können.

Eine Gefahr besteht darin, dass die Müdigkeit am Morgen mit Kaffee bekämpft werden soll. Das Koffein kann allerdings bis zum Abend wirken und damit auch das Schlafverhalten negativ beeinflussen.

Sorge zudem dafür, dass Du genügend an der frischen Luft bist. Ein Spaziergang trägt zur Entspannung bei und Du erhältst den notwendigen Sauerstoff, um abends besser einschlafen zu können.

Entspannt aufwachen

Leidest Du unter Kopfschmerzen am Morgen, kann dies Dein gesamtes Leben beeinflussen. Du fühlst Dich müde, bist weniger leistungsfähig und kannst den Alltag nur schwer bewältigen. Mit den hier vorgestellten Tipps wirst Du die Schlafqualität verbessern und damit auch die Kopfschmerzen etwas lindern können.

Treten im Verbund mit den Kopfschmerzen noch andere Symptome auf, ist umgehend der Arzt aufzusuchen. Die folgenden Begleiterscheinungen sind ernstzunehmen:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • beeinträchtigtes Sprachvermögen
  • Fieber
  • Bewusstseinsstörungen

Dann kann nur ein Arzt eine präzise Diagnose liefern, um die Schmerzen zu behandeln. In den meisten Fällen ist es aber bereits ausreichend, den Stress zu reduzieren und auf ein gesünderes Schlafverhalten zu achten.

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