Matratze zu kalt – Wie schaffst Du eine wärme Schlafumgebung?

Damit Du Dich während der Nacht wohlfühlst, ist auf die richtige Schlaftemperatur zu achten. Ist es zu warm oder kalt im Bett, fängst Du an zu schwitzen oder zu frieren. Dies beeinträchtigt nicht nur Deinen Schlaf, sondern stellt auch Dein Immunsystem vor Schwierigkeiten. Du könntest anfälliger für Infektionen werden und Schlafstörungen treten auf.

Ein wichtiger Einflussfaktor ist Deine Matratze. Fühlt sich diese im Winter zu kalt an, erschwert dies das Einschlafen und womöglich wachst Du nachts aufgrund der Kälte auf. Was kannst Du gegen die kalte Matratze unternehmen und wie stellst Du ein angenehmes Schlafklima her?

Worauf beim Bettklima zu achten ist

Die Matratze ist selten als einziger Faktor in puncto Schlaftemperatur zu betrachten. Es gibt einige Einflüsse, die für das Bettklima verantwortlich sind.

Wahl der passenden Matratze

Zunächst ist die Wahl der Matratze für die Schlafumgebung wichtig. Unterschiedliche Materialien wirken anders auf die Temperatur und Luftzirkulation.

Als dämmend und damit wärmer werden zum Beispiel Memory Schaum Matratzen oder Kaltschaum Matratzen empfunden. Diese schmiegen sich besser an den Körper an, wodurch die eine stärkere Dämmung erfolgt. Die Körperwärme verbleibt im Bett und wird nicht abgeführt. Im Sommer führt dieser Effekt jedoch häufig dazu, dass diese Matratzen als zu warm empfunden werden. Ein stärkeres Schwitzen tritt auf und die Schlafumgebung wird als wenig förderlich empfunden.

Leidest Du grundsätzlich unter einer zu kalten Matratze, sind diese Schaumstoffe jedoch zu empfehlen. Sie behalten die Wärme im Bett und führen nicht zu einem Auskühlen.

Möchtest Du auch im Sommer sicherstellen, dass die Matratze nicht zu warm wird, eignen sich Federkern oder Gelmatratzen besser. Diese wirken temperaturausgleichend. Sie erwärmen sich nur leicht, ohne einen Wärmestau im Bett zu verursachen. Daher sind diese sowohl für den Winter als auch den Sommer gut geeignet.

Angenehme Schlafumgebung

Neben der Matratze nehmen auch das Kissen und die Decke einen großen Einfluss auf das Schlafklima. Fühlt sich die Matratze zu kalt an, könntest Du mit einer wärmenden Decke diesem Effekt entgegenwirken. Eine Mikrofaserdecke wirkt kühlend und ist für den Sommer gut geeignet. Möchtest Du die Wärme im Bett behalten, ist eine dickere Wolldecke kuschelig und komfortabel. Diese speichern die Wärme und verhindern ein Auskühlen des Körpers.

Auch beim Kissen solltest Du die Temperatureigenschaften beachten. Für ein gesundes Schlafverhalten, welche sowohl die Halswirbelsäule unterstützen als auch angenehm warm sind, eignen sich Nackenkissen mit einem Baumwollbezug. Diese bestehen aus einem Memory Schaum, welcher sich optimal dem Nacken anpasst und die Baumwolle speichert die Wärme. So bist Du dank Decke und Kissen von Kopf bis Fuß gut ausgestattet, um ein wärmeres Bettklima zu erzeugen.

Komfortable Schlafkleidung

Empfindest Du die Matratze als zu kalt, könnte dies auch an Deiner Schlafkleidung liegen. Gute temperatur- und feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften weisen Merinowolle und Microtencel auf. Diese haben gegenüber einer einfachen Baumwolle den Vorteil, dass sie den Körper warm halten, ohne sich mit dem Schweiß vollzusaugen. Sie geben die Feuchtigkeit zügig wieder ab, sodass Du selbst bei einem stärkeren Schwitzen in der Nacht, in einer trockenen Schlafkleidung aufwachst. Dank der guten Temperaturregulierung empfindest Du die Umgebung weder als zu warm, noch als zu kalt und kannst in Ruhe die Nacht verbringen.

Was kannst Du gegen eine zu kalte Matratze unternehmen?

Hast Du die Schlafumgebung bereits an die Kälte angepasst, empfindest die Matratze aber weiterhin als zu kalt? Dann versuche mit den folgenden Methoden eine angenehme Wärme zu erzeugen.

Schaffell auf die Matratze legen

Verwendest Du eine Matratze, welche Deine Körperwärme effektiv abtransportiert, könntest Du mit einem Schaffell oder einer anderen Decke dies verhindern. Lege das Schaffell einfach auf die Matratze und Du wirst in einer wärmeren Umgebung schlafen.

Insbesondere für Dein Baby wird empfohlen die Babymatratze mit einem Fell auszustatten. Hierfür gibt es besonders temperaturregulierende Ausführungen, die weder als zu warm noch als zu kalt empfunden werden. Da Babys nur sehr eingeschränkt Ihre Körpertemperatur regulieren können, ist das Fell eine wunderbare Möglichkeit, um im Winter die Kinderwiege warmzuhalten, ohne einen Hitzestau zu verursachen.

Wärmeunterbett

Empfindest Du das Fell als wenig angenehm oder dauert es zu lange, bis die Matratze sich warm anfühlt, könntest Du mit einem Wärmeunterbett dagegen vorgehen. Das Wärmeunterbett wird unter das Bettlaken und auf die Matratze gelegt. Ähnlich wie eine Heizdecke kannst Du genau die Temperatur festlegen. Während der Nacht stellt das Wärmeunterbett kontinuierlich die gewünschte Wärme bereit und sorgt dafür, dass Du die Matratze nicht mehr als zu kalt empfindest.

Schläfst Du häufiger mit einer Wärmflasche im Bett und möchtest dieses Gefühl nicht mehr missen? Dann ist das Wärmeunterbett eine komfortablere und sichere Alternative.

Wärmendes Kissen

Spürst Du vor allem im Kopf- und Nackenbereich, dass die Kälte eine Beeinträchtigung darstellt, kannst Du mit einem wärmenden Kissen dagegen vorgehen. Als praktisch und natürlich erweisen sich zum Beispiel Moorkissen. Diese legst Du vor dem Schlafengehen für wenige Minuten in die Mikrowelle. Das Material speichert die Wärme und gibt es kontinuierlich während der Nacht ab. Ein Auskühlen des Kopfbereiches wird verhindert und die Schlafumgebung ist angenehm warm.

Die optimale Schlaftemperatur

Warmes Schlafzimmer
Behalte ein warmes Schlafzimmer bei, um in der Nacht nicht zu frieren und die Matratze als angenehm zu empfinden

Zudem solltest Du grundsätzlich darauf achten, dass das Schlafzimmer warm genug ist. Im Allgemeinen wird eine Zimmertemperatur von 16 bis 18 °C empfohlen. Damit ist das Schlafzimmer etwas kälter als die restliche Wohnung.

Sinkt die Temperatur deutlich unter den empfohlenen Bereich, kannst Du die Heizung während der Nacht laufen lassen. Achte darauf, dass eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit vorherrscht. Andernfalls könnte die Heizungsluft zu einem Austrocknen der Schleimhäute führen, wodurch Krankheitserreger leichter in Deinen Körper gelangen. Stelle Gefäße mit Wasser im Zimmer auf, um trotz laufender Heizung eine angenehme Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu behalten.

Kühlt das Schlafzimmer deutlich unter 16 °C aus, könnten bauliche Maßnahmen erforderlich sein. Hierzu bietet sich im ersten Schritt der Austausch der Fenster an, damit die Wärme nicht so leicht aus dem Schlafzimmer entweicht.

Mehr Wärme für die kalte Matratze

Für den optimalen Schlafkomfort ist die Matratze ein wichtiger Bestandteil. Fühlt sich diese zu kalt an, leidet Dein Schlaf darunter und Du stehst morgens übermüdet auf. Auch Dein Immunsystem ist in der Folge geschwächt und gerade im Winter steigt die Gefahr an Infektionen zu erkranken.

Sorge mit den hier vorgestellten Methoden dafür, dass die Wärme in der Matratze verbleibt. Wichtig ist, dass Du durch die Maßnahmen nicht zu sehr ins Schwitzen gerätst und ein angenehmes Schlafklima schaffst. Dann wirst Du nachts weniger frieren und selbst im kältesten Winter entspannt schlafen.

Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
Leidest Du auch unter Schlafproblemen? Lerne, wie Du Dein Schlafverhalten verbesserst und eine ganz neue Lebensqualität erfährst. Egal ob Du Allergiker bist oder Deinen Schlaf optimieren möchtest. Auf Schlafenguru.de präsentiere ich Dir alles, was Du zum Thema Schlaf wissen musst. Ob Schlafverhalten oder das Finden der passenden Matratze. Gehe mit neuer Energie durch den Tag.

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