Die Matratze soll für Dich ein Ort der Entspannung sein. Während der Nacht nimmt die Matratze Dein Körpergewicht auf und entlastet im Idealfall Deine Wirbelsäule. Du wachst morgens ausgeruht auf und bist fit für den Tag.

Doch es könnte sein, dass die Matratze ausgesprochen feucht ist. Dann musst Du schnell reagieren, um einen Schaden abzuwenden. Wie Du die Matratze zügig trocknest und welche Möglichkeiten Dir zur Verfügung stehen, erfährst Du in diesem Ratgeber.

Wodurch kann die Matratze feucht werden?

Gründe für die Feuchtigkeit in der Matratze gibt es einige. Du könntest zum Beispiel ein Glas Wasser verschüttet haben oder während der Nacht übermäßig schwitzen.

Jede Nacht verliert der Mensch eine bedeutsame Menge an Schweiß. Die meisten Kaltschaummatratze erweisen sich zwar als sehr atmungsaktiv, doch selbst moderne Materialien können mit dieser Belastung nicht immer fertig werden. Neigst Du zum übermäßigen Schwitzen und macht sich dies vor allem im Sommer bemerkbar, solltest Du Vorkehrungen treffen. Nutze ein kühlendes Kopfkissen und nur eine leichte Sommerdecke, um besser mit der nächtlichen Hitze umzugehen. Damit die Feuchtigkeit während des Tages aus der Matratze verfliegt, sollte diese nicht mit einer Bettdecke abgedeckt werden. Belasse die Oberfläche frei, sodass ein besserer Feuchtigkeitsaustausch besteht.

Über eine nasse Matratze klagen sicherlich auch frisch gebackene Eltern. Es lässt sich kaum vermeiden, dass die Babymatratze von einem Missgeschick heimgesucht wird oder die Milch ausgespuckt wird. Diese Matratzen erweisen sich zwar als widerstandsfähiger und können leichter gereinigt werden, dennoch solltest Du auch bei ihnen darauf achten, dass Du sie schnell trocknest. Andernfalls wird sich Dein Nachwuchs im eigenen Babybett nicht mehr wohlfühlen und der Schlaf leidet darunter.

Ebenso musst Du vorsichtig sein, wenn Du eine neue Matratze an der frischen Luft auslüftest. Fängt es plötzlich an zu regnen, saugt sich die Matratze mit dem Wasser voll und nimmt es praktisch wie ein Schwamm auf. Lüfte die Matratze daher nur dort, wo sie geschützt vor Regen ist.

Weshalb musst Du schnell reagieren?

Du könntest denken, dass eine leicht feuchte Matratze doch nicht schlimm sei. Bis zur Nacht ist die Matratze doch ohnehin wieder getrocknet und Du kannst Dich einfach wieder ins Bett legen als wäre nichts gewesen.

Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn das Material ist relativ empfindlich und es sprechen mehrere Gründe dafür, dass Du schnellstmöglich die Feuchtigkeit aus der Matratze entziehst.

An oberster Stelle wäre der Schaumstoff zu nennen. Dieser kommt bei modernen Matratzen am häufigsten zum Einsatz. Sei es ein stabiler Kaltschaum oder ein flexibler Gedächtnisschaum, wie er zum Beispiel bei einer Memory Schaum Matratze genutzt wird.

Matratze - Schaumstoffkern
Der Schaumstoffkern der Matratze ist empfindlich und darf nicht mit Wasser in Berührung kommen

Im Ausgangszustand erweist sich der Schaumstoff als stabil aber flexibel. Legst Du Dich mit Deinem Körper auf ihn, verformt er sich präzise und passt sich Deinem Rücken an. Die Feuchtigkeit beeinträchtigt diese Eigenschaften allerdings. Der Schaumstoff verklumpt und verliert an Flexibilität. Dadurch bietet er nicht mehr die notwendige Entlastung und der Schlafkomfort leidet deutlich darunter. Der Schaumstoff wurde dauerhaft beschädigt und auch nach dem Trocknen ist kaum eine Besserung in Sicht.

Als zweiter Grund für das Trocknen der Matratze sprechen die hygienischen Bedingungen. Eine feuchte Umgebung wird zum Beispiel von Milben bevorzugt. Leidest Du unter einer Hausstauballergie, solltest Du alles daran setzen die Belastung durch Milben zu minimieren. Dazu gehört, dass die Matratze möglichst trocken ist. Milben bevorzugen eine dunkle und feuchte Umgebung. Schwitzt Du etwa stärker, führt dies auch zu einem Anstieg Deiner Beschwerden. Verwende zusätzlich Encasings, um den Kontakt mit den Allergenen zu vermeiden.

Ebenso besteht aufgrund der Feuchtigkeit die Gefahr, dass sich Schimmel in der Matratze bildet. Dieser beeinträchtigt deutlich die Atemwege und kann langfristig zu einem Asthma führen. In jedem Fall stört er den Schlaf und sollte unbedingt vermieden werden.

Zügig die Matratze trocknen

Es spricht also einiges dafür, dass Du darauf achtest, dass Deine Matratze trocken bleibt. Andernfalls wird nicht nur der Schlaf gestört, sondern auch Deine Gesundheit beeinträchtigt. Mit den folgenden Methoden lässt sich einfach und effektiv die Matratze trocknen.

Zunächst solltest Du eher grob vorgehen. Versuche mit einem Sauger die Flüssigkeit aus der Matratze zu bekommen. Dies ist besonders empfohlen, wenn Du zum Beispiel ein Glas Wasser verschüttet hast und die Feuchtigkeit nur lokal begrenzt ist.

Danach gehst Du zu Tüchern über und versuchst die Feuchtigkeit aufzunehmen. Reibe die Tücher über die betroffene Stelle. Handelt es sich etwa um einen Weinfleck, dann solltest Du die Tücher lieber nur auf die Stelle legen. Durch das Einreiben verfestigt sich der Fleck und es wird noch schwieriger diesen wieder zu entfernen.

Helfen die Tücher kaum solltest Du zum nächsten Schritt übergehen. Hierfür benötigst Du Natron. Dieses gilt als altbewährtes Hausmittel und lässt sich als solches im Fachhandel oder online bestellen. Gebe das Natron auf die feuchte Stelle und lasse es etwas einwirken. Danach bürstest Du es von der Matratze. Ist diese noch nicht vollständig trocken, dann wiederhole den Vorgang.

Ist die oberflächliche Feuchtigkeit aufgesogen, aber im Inneren scheint die Matratze noch feucht zu sein, musst Du diese gut auslüften. Stelle die Matratze in die Sonne oder an die Heizung. Lasse die Matratze nicht unbeaufsichtigt, falls Du diese etwa auf die Terrasse gestellt hast. Bei den ersten Anzeichen eines aufkommenden Regens musst Du die Matratze wieder in Sicherheit bringen. Gerade bei Federkernmatratzen musst Du besonders vorsichtig sein, da diese relativ schwer sind und sich alleine kaum bewegen lassen.

Befolgst Du diese Ratschläge, brauchst Du nur noch etwas Geduld, bis die Matratze komplett getrocknet ist. Die oberflächliche Feuchtigkeit lässt sich mit den hier vorgestellten Methoden innerhalb weniger Minuten oder maximal einer Stunde trocknen. Ist jedoch auch der Kern von der Feuchtigkeit durchsetzt, kann es auch länger als einen Tag dauern, bis die Matratze komplett getrocknet ist.

Auf der trockenen Matratze schlafen

Feuchtigkeit verträgt sich mit der Matratze in keinster Weise. Obwohl die Matratze einen widerstandsfähigen Eindruck hinterlässt, birgt die Nässe eine hohe Gefahr. Der Schaumstoff verklumpt und verliert seine Flexibilität. Milben und Schimmel breiten sich in der feuchten Umgebung ebenfalls aus.

Um Deine Matratze zu schützen, solltest Du selbst bei kleineren Missgeschicken schnell reagieren. Sonst verliert die Matratze an Komfort und wird auf Dauer unbrauchbar. Neigst Du zum Schwitzen, hält ein Matratzenschoner die Feuchtigkeit vom empfindlichen Schaumstoff fern. Der Schoner lässt sich leichter reinigen und sorgt für eine längere Haltbarkeit der Matratze.

In jedem Fall solltest Du die Nässe in der Matratze nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern angemessen reagieren.