Bei Heizdecken stellt sich früh die Frage, wie gefährlich diese eigentlich sind. Schließlich gibt es einige Horrorstorys, die darauf hinweisen, dass ältere Menschen mit solch einer wärmenden Decke ihr Haus abgebrannt hätten oder durch einen Stromschlag getötet wurden.

Da die Heizdecke eng am Körper eingesetzt wird und für lange Zeit im Bett verbleibt, möchten natürliche jegliche Gefahrenquellen beseitigt werden. Denn die Heizdecke dient für einige Personen als Hilfsmittel, um einzuschlafen. Da kann es schnell passieren, dass die Heizdecke nicht ausgeschaltet wird, bevor der Tiefschlaf einsetzt.

Doch wie gefährlich sind Heizdecken noch und ist die Angst berechtigt?

Auf das Material kommt es an

Vorweg kann gesagt werden, dass von modernen Heizdecken keine Gefahr ausgeht. Die Standards sind hoch und zusätzliche Sicherheitseinrichtungen sorgen dafür, dass von der Heizdeck praktisch keine Gefahr mehr ausgeht. Nur bei älteren Modellen ist Vorsicht geboten.

Hierzu zählen vor allem Modelle, die auf einem weichen und flexiblen Material basieren. Heizdecken erzeugen die Wärme über Drähte, die innerhalb der Decke verarbeitet sind. Dort schlängeln sich die Drähte über die gesamte Oberfläche.

Bei flexiblem Material besteht die Gefahr, dass die Drähte so weit bewegt werden, dass diese sich überlagern. In diesem Zustand wird eine viel höhere Temperatur erreicht. Sind keine Abschaltmechanismen vorhanden, kann die Temperatur zu Verbrennungen oder anderen Schäden führen. Insbesondere die Bettwäsche kann eine Gefahr darstellen, wenn diese durch die Heizdecke angegriffen wird.

Daher ist es ratsam, ältere Modelle, welche über keine Kontrollfunktionen verfügen, nur im leeren Bett zu verwenden. Du kannst die Heizdecke also nutzen, um das Bett aufzuwärmen und solltest diese danach entfernen.

Auf diese Weise ist das Bett schön warm und es geht keinerlei Gefahr von der Heizdecke aus.

Vorhandene Sicherheitsmechanismen

Mittlerweile verfügen alle im Handel erhältlichen Heizdecken über Sicherheitsfunktionen, die die Gefahr beseitigen. Hierzu gehört die Abschaltautomatik.

Schläfst Du während der Nutzung des Heizkissens für den Rücken ein, musst Du Dir keine Sorgen machen. Obwohl das Heizkissen nicht unbedingt für diese Anwendung geeignet ist, schaltet es sich nach einer gewissen Zeit von selber ab. Üblich sind hier maximal 90 Minuten, nach denen sich die Decke abschaltet. Damit wird verhindert, dass eine zu große Hitze aufgebaut wird.

Neben der rein auf Zeit basierenden Abschaltautomatik verfügen die Heizdecken noch über ein intelligenteres System. Denn auch innerhalb der 90 Minuten kann eine Wärme entstehen, die zu leichten Hautirritationen führen könnte oder die Bettwäsche beschädigt.

Um zu verhindern, dass es zu Schäden kommt und eine unsachgemäße Verwendung eine Gefahr darstellt, gibt es den Überhitzungsschutz. Ein Sensor innerhalb der Decke misst während des Betriebes die Temperatur. Übersteigt diese einen Grenzwert, schaltet sich die Decke selbstständig ab, sodass erst gar keine Gefahr von einer zu hohen Temperatur ausgehen kann.

Darüber hinaus kann selbst Feuchtigkeit den Decken nichts anhaben. Sind diese nicht wasserdicht, schaltet sich das Produkt einfach ab. Ein Stromschlag ist allerdings nicht zu befürchten.

Du siehst also, mit diesen modernen Sicherheitsvorkehrungen wird gewährleistet, dass der Einsatz der Heizdecke vollkommen ungefährlich ist.

Das Wärmeunterbett als Alternative

Ist Dein Ziel einfach nur ein wärmeres Bett zu erhalten, ist die Heizdecke nicht unbedingt dafür geeignet. Diese erreichen eine Temperatur, die im Bett als unangenehm empfunden werden kann.

Wärme im Bett.
Es gibt bessere Alternativen für das Erwärmen des Bettes, wie das Wärmeunterbett.

Eine bessere Alternative stellt das Wärmeunterbett dar. Diese werden unter das Laken platziert und heizen das Bett auf eher sanfte Weise auf. Die Drähte sind deutlich stabiler und es besteht keine Gefahr, dass diese sich überlagern könnten.

Das Wärmeunterbett erreicht zwar keine Spitzentemperaturen im Bereich der Heizdecke, ist aber für diesen Zweck wesentlich besser geeignet. Es ist sogar möglich, dass verschiedene Wärmezonen genutzt werden können. Auf diese Weise kannst Du die Füße stärker erwärmen, als den Oberkörper.

Beim Kauf des Wärmeunterbetts solltest Du darauf achten, dass das Modell nicht größer als die Matratze ist. Hängt ein Teil der wärmenden Fläche aus der Matratze hervor, kann dies Beschädigungen am Wärmeunterbett führen.

Für ein warmes Bett ist diese Variante also wesentlich besser geeignet, als eine Heizdecke.

Hygiene und Öko-Siegel

Für den Langzeitgebrauch ist es wichtig, dass Du auf die Hygiene der Heizdecken achtest. Während Du die Wärme am Körper spürst, verlierst Du eventuell Schweiß, welcher sich auf der Oberfläche sammelt.

Insbesondere bei der Anwendung eines Nackenheizkissens solltest Du darauf achten, dass dieses regelmäßig gereinigt wird. Dieses liegt eng auf der Haut und wird dem Schweiß noch stärker ausgesetzt.

Daher ist es wichtig, dass Du die Decken regelmäßig wäschst. Hierzu nimmst Du das Netzteil ab und kannst die meisten Modelle in der Maschine waschen. Ist dies bei Deinem Modell nicht möglich, kannst Du einen Dampfreiniger verwenden, um eine optimale Hygiene herzustellen.

Da die Heizdecke eng an der Haut liegt, ist es wichtig, dass das Material frei von Schadstoffen ist. Schließlich möchtest Du keine Allergien von den Berührungen entwickeln oder einem höheren Krebsrisiko ausgesetzt sein.

Ein Siegel für die Hautverträglichkeit bietet das Öko-Tex-Zeichen. Dieses weist darauf hin, dass die Decke aus umweltfreundlichem Material hergestellt wurde und der Hautkontakt kein Risiko darstellt. Ebenso sind keine unangenehmen Gerüche vorhanden.

Moderne Heizdecken sind ungefährlich

Dank der modernen Sensoren, die die Temperatur überwachen und im Ernstfall eingreifen, geht von den Heizdecken keine Gefahr mehr aus. Schläfst Du ein und die Decke läuft noch, schaltet diese sich nach einer gewissen Zeit ab. Das spart nicht nur Energie, sondern sorgt für eine ausreichende Sicherheit.