Hausstauballergie – Was tun und welche Maßnahmen reduzieren die Symptome?

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Gehörst Du auch zu den Millionen von Betroffenen, die unter einer Hausstauballergie leiden? Läuft die Nase, sind Deine Augen gerötet und ein Husten tritt auf?

Gerade nach dem Aufwachen machen sich diese Symptome bemerkbar, falls Du unter einer Hausstauballergie leidest. Den Kontakt mit den Hausstaubmilben zu vermeiden ist kaum möglich. Sie befinden sich in nahezu jedem Bett und wahrscheinlich auch in Deinem Schlafzimmer.

Dennoch gibt es Mittel und Wege, wie Du mit Deiner Hausstauballergie umgehst, um die Symptome zu lindern. Was kannst Du bei einer Hausstauballergie tun, um wieder besser zu schlafen und weniger darunter zu leiden?

Wodurch wird die Hausstauballergie ausgelöst?

Für das Verständnis ist es wichtig, dass Du weißt, weshalb die Hausstauballergie auftritt. Denn dass diese vom Staub herrührt, ist nur die halbe Wahrheit.

Auslöser für die Hausstauballergie sind Milben. Diese befinden sich bevorzugt im Bett, dem Kopfkissen und der Bettwäsche. Ohne besondere Vorkehrungen teilst Du Dir Dein Bett wahrscheinlich mit bis zu 10 Millionen Milben. Dass Dir das bisher nicht aufgefallen ist, liegt daran, die Tiere so klein sind, dass Du sie mit bloßem Auge nicht erkennst.

Die Hausstaubmilben bevorzugen ein feuchtwarmes Klima. Im Bett finden sie perfekte Lebensbedingungen vor. Aber auch in Polstermöbeln, Teppichen oder Kuscheltieren fühlen sie sich wohl.

Im Bett ernähren sich die Milben unter anderem von Deinen Hautschuppen. Ist es im Sommer besonders warm und Du schwitzt vermehrt, steigt die Luftfeuchtigkeit und auch die Milben breiten sich stärker aus. Daher ist ein kühlendes Kopfkissen ratsam, um die Nacht angenehmer zu gestalten und das Schlafklima positiv zu beeinflussen.

Der eigentliche Auslöser für Deine Allergie ist der Milbenkot. Die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe werden aus der Matratze aufgewirbelt und gehen in den Hausstaub über.

Legst Du Dich in Dein Bett, kommst Du in Kontakt mit dem Allergen. Am Morgen merkst Du dies besonders stark und die Symptome einer Hausstauballergie machen sich bemerkbar.

Welche Symptome treten auf?

Symptome Hausstauballergie
Die Symptome einer Hausstauballergie ähneln sehr der Erkältung

Wodurch zeichnet sich die Hausstauballergie aus und welche Symptome treten auf? Bemerkst Du die folgenden Beeinträchtigungen am Morgen, ist es wahrscheinlich, dass Du auch unter einer Hausstauballergie leidest.

Verstopfte Nase

Eines der häufigsten Symptome ist, dass Deine Nase etwas verstopft ist. Dazu gesellt sich ein Fließschnupfen und es dauert einen Moment, bis diese allergische Reaktion zurückgeht.

Atemnot

Auch die Atemwege werden aufgrund der Hausstauballergie beeinträchtigt. Es fällt Dir schwerer zu atmen und im Schlaf wirst Du nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dadurch fühlst Du Dich am Morgen weniger ausgeruht und es tritt eine Tagesmüdigkeit auf.

Unbehandelt kann ein allergisches Asthma die Folge sein. Dann treten die Atemprobleme durchweg auf, selbst wenn Du keinen Kontakt mit den Allergenen hast. Auch eine Atemnot während der Nacht könnte die Folge einer Hausstauballergie sein.

Gerötete Augen

Auch an den Augen zeigen sich die Allergie Symptome. Sie sind gerötet und tränende Augen am Morgen sind nichts Ungewöhnliches.

Die Symptome sind leicht zu verwechseln mit einer gewöhnlichen Erkältung. Treten sie jedoch vorwiegend am Morgen auf und tritt keine Besserung ein, ist die Allergie der wahre Grund für Deine Beeinträchtigungen.

Was kannst Du gegen die Hausstauballergie unternehmen?

Mit welchen Maßnahmen kannst Du besser die Nacht verbringen und weniger unter den Symptomen leiden? Folgend erhältst Du eine Liste an Tipps, um besser mit der Hausstauballergie umzugehen.

Kontakt mit dem Milbenkot vermeiden

Milben ganz aus dem Schlafzimmer oder der eigenen Wohnung zu verbannen wird kaum möglich sein. Sie sind so weit verbreitet, dass Du die kleinen Tierchen wieder einschleppst und diese sich erneut vermehren.

Ganz aufgeben musst Du den Kampf gegen die Milbe aber nicht. Es reicht schon, wenn Du Deine Umgebung so gestaltest, dass die Milbe sich dort weniger wohlfühlt. Mit einer geringeren Anzahl an Tieren wird auch der Kontakt mit den Allergen weniger. Dadurch lassen sich die Symptome zu einem Großteil lindern, sodass die Nacht erträglicher wird.

  • Encasing verwenden

Milben aus der Matratze komplett zu entfernen ist kaum möglich. Selbst bei einer intensiven Reinigung mit einem Milbenspray oder einem Milbensauger werden einige Tiere zurückbleiben.

Als hilfreich erweist sich das Verwenden eines undurchlässigen Schutzbezuges. Diese Encasings bestehen aus einem feinen Material, welche weder Milben noch deren Kot durchlassen. Du ziehst den Schutzbezug um die Matratze sowie das Kopfkissen und wirst wirksam von den Allergenen abgeschirmt.

Wichtig ist, dass die Encasings wasserdurchlässig sind. Andernfalls würdest Du am Morgen auf einer völlig durchnässten Matratze aufwachen.

Die Kosten werden bei einer bestätigten Hausstauballergie von der Krankenkasse übernommen. Die Schutzbezüge erweisen sich als effektive Methode, um den Kontakt mit dem Milbenkot zu meiden.

  • Regelmäßiges Waschen der Bettwäsche
Bettwäsche häufiger reinigen
Reinige die Bettwäsche häufiger, um den Milbenkot auszuwaschen

In der Bettwäsche fühlen sich die Milben äußerst wohl. Es ist warm und gleichzeitig feucht, was zu einem rasanten Anstieg der Milbenpopulation führt.

Als Allergiker ist es wichtig, dass Du darauf achtest, die Bettwäsche bei mindestens 60 Grad in der Maschine zu waschen. Milben erweisen sich als widerstandsfähige Tiere und überleben Waschgänge bei bis zu 40 Grad.

Verwende spezielle Allergiker Bettwäsche, die auch bei bis zu 90 Grad gewaschen werden kann. Dann wird die Belastung spürbar abnehmen und in Verbindung mit den Schutzbezügen wirst Du kaum mehr in Kontakt mit den Hausstaubmilben kommen.

  • Staubsaugen und Lüften
Staubsauger Allergiker
Der Staubsauger sollte über einen HEPA Filter verfügen, damit die Allergene nicht entweichen

Der Milbenkot lässt sich im gewöhnlichen Hausstaub wiederfinden und verteilt sich in der gesamten Wohnung. Daher ist es ratsam die Staubbelastung insgesamt zu reduzieren.

Halte die Einrichtung so, dass kaum Staubfänger zu finden sind. Ungünstig sind zum Beispiel viele Pflanzen im Schlafzimmer oder Kuscheltiere.

Beim Saugen solltest Du darauf achten, dass das Gerät über einen HEPA Filter verfügt. Nur dann werden die Allergene wirklich aufgenommen und nicht einfach in der Luft verwirbelt. Bei gewöhnlichen Staubsaugern entweichen die Allergene wieder, sodass die Belastung kaum abnimmt.

Lüfte zudem regelmäßig, um die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu senken und für frische Luft zu sorgen. Dann werden sich die Hausstaubmilben in Deiner Umgebung gestört fühlen und sich weniger stark ausbreiten.

Medikamente einnehmen

Ist die Belastung im Alltag so groß, dass Du kaum mehr schläfst und den ganzen Tag unter einer Müdigkeit leidest, gibt es für Hausstauballergiker spezielle Medikamente. In Form von Tabletten oder Nasensprays stehen Anti-Histamika zur Verfügung, die die Beschwerden lindern.

Die Medikamente sind jedoch mit Nebenwirkungen verbunden und benötigen häufig einige Tage, bis sie ihre volle Wirkung entfalten. Sie sind nicht für den dauerhaften Gebrauch geeignet.

Möchtest Du die Symptome in Deiner gewohnten Schlafumgebung lindern, ist der Gebrauch von Medikamenten nur vorübergehend ratsam. Abstand nehmen solltest Du von gewöhnlichen Nasensprays, da diese zwar die laufende Nase lindern, aber ebenso wenig für den dauerhaften Gebrauch gedacht sind.

Hyposensibilisierung

Langfristig lässt sich die Hausstauballergie nur bekämpfen, indem Du eine Hyposensibilisierung durchführst. Bei dieser besteht das Ziel darin, dass Du geringen Mengen der Allergenen ausgesetzt wirst und Dein Immunsystem sich langsam daran gewöhnt.

Die Hyposensibilisierung benötigt mehrere Jahre, bis die Beschwerden vollkommen verschwinden. Sie ist in der Regel auf eine Behandlungsdauer von 3 Jahren angelegt. Bei dieser werden entweder monatlich Spritzen oder täglich Tropfen eingenommen.

Im Verlaufe der Behandlung sollten bereits Linderungen auftreten. Somit lässt sich nachhaltig eine Besserung erzielen und die Hausstauballergie „heilen“.

In der Zwischenzeit ist es dennoch ratsam die hier vorgestellten Maßnahmen zu befolgen, um auch während der Behandlungsdauer weniger unter den Beschwerden zu leiden.

Das allergikergerechte Schlafzimmer

Als Hausstauballergiker wirst Du die meisten Probleme im Schlafzimmer haben. Dort nisten sich die Milben in der Matratze sowie Teppiche und Polstermöbel ein. Was für den Menschen als gemütlich gilt, ist auch für die Milbe angenehm. Warme Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit bilden perfekte Bedingungen, damit sich die Hausstaubmilben ausbreiten. Befolge diese Tipps, um Dein Schlafzimmer besser vor den Milben zu schützen.

Optimales Schlafklima

Das Schlafzimmer ist für gewöhnlich das kälteste Zimmer in der Wohnung. Die ideale Schlaftemperatur liegt bei etwas weniger als 18°C. Unter der Decke werden wärmere Temperaturen erreicht, sodass keine Unterkühlung auftritt. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa 50 Prozent liegen. Eine zu hohe Feuchtigkeit ist nicht nur für die Hausstaubmilben angenehm, sondern stellt auch ein Risiko für Schimmel im Schlafzimmer dar.

Gerade zu Beginn der Heizperiode solltest Du darauf achten, dass es nicht zu warm wird. Führe regelmäßig das Stoßlüften durch, um die trockene Heizungsluft gegen Frischluft auszutauschen.

Kuscheltiere vermeiden

Allergiker - Kuscheltiere
Allergiker sollten weitestgehend auf Kuscheltiere verzichten, da diese für Milben besonders anziehend sind

Leidet Dein Kind unter einer Hausstauballergie, gestaltest Du die Nacht mit einer Vielzahl von Kuscheltieren nicht gerade angenehmer. Was nett gemeint ist, wirkt sich im Endeffekt negativ auf den Schlaf aus. Denn die Kuscheltiere stellen ideale Lebensräume für die Hausstaubmilben dar und reduzieren den Luftaustausch in der Schlafumgebung. Die unteren Atemwege werden belastet und Dein Kind schläft schlechter.

Halte die Kinderwiege oder die Kinderbettmatratze möglichst frei von Kuscheltieren und anderem Bettzeug. Je aufgeräumter die Umgebung, desto weniger Platz erhalten die Hausstaubmilben, um sich dort einzunisten.

Feucht wischen

Auf Teppiche und Polstermöbel solltest Du weitestgehend verzichten. Dort befinden sich eine Vielzahl der Hausstaubmilben und die Allergene treten in gehäufter Menge auf.

Um den Staub nicht nur aufzuwirbeln, sondern zu binden, ist es ratsam das ganze Jahr feucht zu wischen. Mehrmals in der Woche eignen sich feuchte Mikrofasertücher, um die Staubbelastung zu minimieren.

Wann solltest Du zum Arzt?

Mit den hier vorgestellten Maßnahmen lassen sich die Beschwerden häufig gut in den Griff bekommen. Die Anwendung von Schutzbezügen und eine intensivere Pflege werden für eine geringere Milbenbelastung sorgen. In manchen Fällen bietet es sich an den Arzt im Rahmen der Hausstauballergie aufzusuchen.

Ein Beispiel hierfür ist, wenn die Hausstauballergie noch nicht ärztlich bestätigt worden ist. Treten tränende Augen und andere Beschwerden auf, solltest Du dies beim Arzt abklären. Wurde die Milbenallergie bestätigt, kannst Du weitere Maßnahmen durchführen, um die Schlafumgebung zu verbessern.

Dies gilt insbesondere für Neugeborene. Manchmal lässt sich der unruhige Schlaf mit der Milbenallergie erklären. Befolge die Tipps, um die Allergene zu reduzieren und Deinem Kind eine erholsamere Nacht zu ermöglichen.

Sind die Symptome so stark, dass sie Deinen Alltag beeinträchtigen, ist ebenfalls der ärztliche Rat zu nutzen. Die allergische Reaktionen dürfen nicht unterschätzt werden und mit einem Asthma drohen langfristige Folgen. Entscheide Dich für eine spezifische Immuntherapie, um die Hausstaubmilbenallergie zu besiegen. Insbesondere wenn Du unter einem schwachen Immunsystem leidest oder andere Erkrankungen vorliegen, könnte solch eine langfristige Maßnahme von Vorteil sein.

Gegen die Milben vorgehen

Leidest Du unter einer Hausstaubmilbenallergie, wird dies Deinen Alltag stark belasten. Beschwerden, die einer Erkältung ähneln, treten bei Dir das gesamte Jahr über auf.

Mit einer mangelnder Hygiene hat die Milbenallergie wenig zu tun. Denn die Hausstaubmilben lassen sich in praktisch jedem Haushalt und Bett antreffen. Mit einem Teststreifen aus der Apotheke lässt sich die Belastung genauer untersuchen, sodass Du Gewissheit darüber erhältst, wie stark die Milben in Deiner Matratze vertreten sind.

Befolge die hier aufgeführten Maßnahmen, um selbstständig die Milbenallergie in den Griff zu bekommen. Die Hausstaubmilben fühlen sich in Deiner Umgebung weniger wohl und die Beschwerden gehen zurück. Bei starken Beeinträchtigungen ist als Allergiker Dein Arzt der richtige Ansprechpartner, welcher die Allergie besser behandeln kann.

Halte den Staub in der Wohnung minimal und vermeide den Kontakt mit Allergene der Milben. Dann wirst Du erholsamer schlafen und Deine Lebensqualität profitiert davon.

Sebastian
Leidest Du auch unter Schlafproblemen? Lerne, wie Du Dein Schlafverhalten verbesserst und eine ganz neue Lebensqualität erfährst. Egal ob Du Allergiker bist oder Deinen Schlaf optimieren möchtest. Auf Schlafenguru.de präsentiere ich Dir alles, was Du zum Thema Schlaf wissen musst. Ob Schlafverhalten oder das Finden der passenden Matratze. Gehe mit neuer Energie durch den Tag.

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