Weshalb tritt der Husten bei einer Hausstauballergie auf?

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Leidest Du unter einer Hausstauballergie, geht dies mit einigen Symptomen einher. Tränende Augen, eine laufende Nase sowie eine Beeinträchtigung der Atemwege sind die Folge. Auf den ersten Blick ähneln die Symptome einer gewöhnlichen Erkältung. Doch anders als bei einer Infektion, klingen die Beschwerden nicht ab, sondern können sogar zunehmen.

Besonders gefährlich ist der Husten. Bleibt dieser unbehandelt, kann sich daraus ein allergisches Asthma entwickeln. Stört Dich der Husten beim Schlafen und Du möchtest Deine Atemwege schützen, sind verschiedene Maßnahmen durchzuführen. Erfahre, weshalb der Husten entsteht und wie Du dagegen vorgehst.

Können Milben einen Husten verursachen?

Als Allergiker reagierst Du nicht direkt auf die Milben, sondern deren Kot. Die Ausscheidungen der Milben sind mit einem Protein versehen, welches von dem Immunsystem fehlinterpretiert wird. Kommst Du in Kontakt mit dem Allergen, reagiert Dein Immunsystem über und möchte unter allen Umständen es aus dem Körper ausscheiden.

Aus Selbstschutz reagiert der Körper mit einem Husten, auf die Allergene. Zunächst leiden darunter vor allem die oberen Atemwege. Morgens, nachdem Du in der Nacht besonders stark mit dem Milbenkot in Berührung kamst, äußert sich der Husten besonders stark. Kleinere Anfälle können die Folge sein.

Generell belastet die Hausstauballergie die Bronchien. Neben den Hustenfällen sind auch pfeifende oder keuchende Atemgeräusche wahrnehmbar. Diese bestehen häufig den gesamten Tag und werden unter Belastung der Atemwege schlimmer. Dadurch ist das Sporttreiben für die Betroffenen kaum mehr möglich und eine akute Atemnot könnte eintreten.

Häufig begrenzt sich der allergische Husten nicht nur auf die oberen Atemwege. Belastet er auch die unteren Atemwege, wird von einem Etagenwechsel gesprochen. Mit diesem Etagenwechsel wird der allergische Husten beschrieben. Dieser äußert sich durch stärkere Symptome, bis zu heftigen Hustenanfällen und das Gefühl als würdest Du keine Luft mehr bekommen.

Neben den Hausstaubmilben können auch andere Allergene für diese Form des Asthmas verantwortlich sein. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Schimmelpilzsporen
  • Pollen
  • Tiere

Der Schlaf sowie die Lebensqualität leiden deutlich unter diesem Husten. Das Immunsystem ist geschwächt und Atemwegsinfektion treten bei Kindern häufiger auf.

Wie fühlt sich der allergische Husten an?

Die Beschwerden einer Hausstauballergie lassen sich leicht mit einer Erkältung verwechseln. Dennoch gibt es einige Unterschiede in der Symptomatik und den Ursachen, die eine deutliche Abgrenzung ermöglichen. Hast Du den Verdacht unter einer Hausstauballergie zu leiden, dann solltest Du die folgenden Punkte berücksichtigen.

Husten in der Nacht und am Morgen

Allergischer Husten am Morgen
Vor allem am Morgen tritt der allergische Husten stärker auf

Milben und deren Kot befinden sich gehäuft im Bett. In der Matratze und im Kopfkissen fühlen sich Milben besonders wohl. Durch den abgesonderten Schweiß und den Hautschuppen, finden die kleinen Tierchen im Schlafzimmer perfekte Lebensbedingungen vor. In feuchtwarmen Umgebungen vermehren sich die Milben und stellen für Allergiker eine Belastung dar.

Aufgrund des engen Kontaktes sind die Beschwerden für Hausstauballergiker in der Nacht und am Morgen am stärksten. In der Nacht fällt das Atmen schwerer und nach dem Aufstehen könnte ein Husten folgen, um die Allergene aus den Atemwegen abzuhusten.

Ganzjährig und vermehrt in der Wohnung

Der Husten klingt nicht nach einer kurzen Periode wieder ab, sondern tritt das gesamte Jahr über auf. Unterschiede bestehen nur aufgrund der jeweiligen Raumatmosphäre. So reizt die trockene Heizungsluft im Winter die Atemwege und führt zu einem stärkeren Hustenreiz. Auch der Sommer mit einer höheren Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer kann den Husten verstärken.

Hältst Du Dich überwiegend in der Wohnung auf, nimmt der Husten zu. Verbringst Du den Tag hingegen im Freien, geht der Husten zurück und Deine Atemwege profitieren davon.

Trockener Husten

Während bei einer gewöhnlichen Erkältung der Husten eine sinnvolle Schutzreaktion darstellt, um die Viren aus dem Körper zu befördern, ist dies bei einem allergischen Husten nicht der Fall. Es findet keine Schleimbildung statt und handelt sich in der Regel um einen trockenen Reizhusten.

Es tritt kein Auswurf beim Husten auf. Dennoch versucht das Immunsystem mit dem Reizhusten die Allergene loszuwerden und reagiert auf diese fehlgeleitete Weise.

Was kannst Du gegen den Husten unternehmen?

Den Husten solltest Du keinesfalls ignorieren. Selbst wenn dieser für Dich gut auszuhalten ist, sind die Gefahren eines Etagenwechsels und das Auftreten eines lebenslangen Asthmas real. Befolge daher diese Tipps, um besser mit dem Husten umzugehen und Deine Atemwege zu schützen.

Kontakt mit den Allergenen meiden

Die erste Grundregel für Hausstauballergiker sollte sein, dass der Kontakt mit den Allergenen gemieden wird. Dafür bietet es sich an, wenn Du auf spezielle Zwischenbezüge zurückgreifst. Diese werden auch als Encasings beschrieben und bestehen aus einem dichten Material, welches undurchlässig für die Milben sowie Allergene ist. Mit diesem Zwischenbezug stattest Du sowohl die Matratze als auch Deine Bettdecke sowie das Kopfkissen aus. Dadurch verminderst Du enorm die Belastung und der Husten geht zurück.

Schlafzimmer allergikerfreundlich einrichten

Als weitere Maßnahme bietet es sich an das Schlafzimmer so einzurichten, dass Hausstaubmilben dort keinen Lebensraum mehr vorfinden. Verzichte auf Teppiche und Kuscheltiere im Bett Deines Kindes. Verwende lieber natürliche Holzmaterialien, in denen die Milben keinen Platz finden, um sich dort einzunisten. Lüfte regelmäßig und halte die Staubbelastung gering, um weniger mit den Allergenen in Kontakt zu geraten. Nutze spezielle Milbensauger, um den Milbenkot zurückzuhalten.

Medikamente

Allergischer Husten - Medikamente
Medikamente sind nur eine kurzfristige Lösung gegen den Husten

Sind die Hustenanfälle so stark, dass sie Dich deutlich im Tagesablauf beeinträchtigen und Du nachts kaum zur Ruhe kommst, ist die Einnahme von Medikamenten notwendig. Hierfür stehen verschiedene Nasensprays oder Tabletten zur Verfügung, die die allergische Reaktion unterdrücken.

Langfristig solltest Du mit Deinem Arzt über eine Hyposensibilisierung sprechen, falls der Husten nicht weniger wird. Die dauerhafte Einnahme der Medikamente ist nicht anzuraten, da diese mit Nebenwirkungen einhergehen.

Der allergische Husten bei einer Hausstauballergie

Gehörst Du auch zu den Leidtragenden einer Hausstauballergie, wird der Husten ein ständiger Begleiter sein. Vor allem in der Nacht und am Morgen ist der Reiz stärker, da Du enger den Allergenen ausgesetzt bist.

Verwende Encasings sowie eine Allergiker Bettwäsche, um weniger mit den Allergenen in Kontakt zu sein. Damit sollte der Husten weitestgehend verschwinden und die typischen Symptome einer Hausstauballergie zurückgehen. Tritt kaum eine Verbesserung ein, dann erörtere mit Deinem Arzt, wie Du den Husten in den Griff bekommst.

Sebastian
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