Welcher Zimmerpflanzen sind für Babys giftig?

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Im eigenen Kinderzimmer sollten Babys sicher sein. Mit Zimmerpflanzen möchtest Du etwas Natur in die eigenen vier Wände holen und eine Wohlfühloase schaffen. Babys erkunden die Umgebung neugierig und mitunter werden die Pflanzen in den Mund genommen.

Obwohl die meisten Zimmerpflanzen komplett harmlos sind, ist bei manchen Vorsicht geboten. Diese sind für Dein Baby nicht verträglich und stellen eine Gefahr dar. Auf welche Zimmerpflanzen Du für Dein Baby verzichten solltest und wie Du mit Vergiftungserscheinungen umgehst, erfährst Du in diesem Ratgeber.

Weshalb sind manche Zimmerpflanzen für Babys besonders gefährlich?

Pflanzen in der eigenen Wohnung gehören für viele Personen zum guten Ton. Sie verbessern die Atemluft und steigern das Wohlbefinden. Wie in dieser Untersuchung gezeigt wurde, hebt das Grün im Klassenraum die Zufriedenheit und verbessert die Raumluft. In einem völlig sterilem Zimmer fühlen sich die Wenigsten wohl und da liegt es nahe, die Natur in seine direkte Umgebung zu holen.

Die meisten Unfälle geschehen im Haushalt. Dies trifft auf Erwachsene genauso zu, wie bei Babys. In jungen Jahren ist das Bewusstsein für Gefahren wenig ausgeprägt. Es müssen selber Erfahrungen gesammelt werden, um gefährliche Handlungen zu vermeiden. Umgangssprachlich wird dies mit der heißen Herdplatte veranschaulicht, an denen sich neugierige Kinder erst verbrennen müssen, bevor sie diese nicht mehr berühren.

Bei Pflanzen ist das Bewusstsein der Giftigkeit jedoch selbst bei Erwachsenen kaum vorhanden. Denn die meisten werden die Pflanzen nicht in den Mund nehmen, sondern nur als Dekoration aufstellen.

Babys nehmen die Umgebung sehr intensiv wahr. Sie erkunden nicht nur mit den Augen das eigene Zimmer, sondern müssen die Gegenstände erfühlen und teilweise in den Mund nehmen. Dies ist eine völlig natürliche Entwicklung und gehört zum Aufwachsen dazu.

Offensichtlich ist dabei, dass manche Pflanzen zwar schön aussehen, jedoch eine Gefahr darstellen. Rosen besitzen scharfe Dornen, während Kakteen von Stacheln überwuchert sind. Viel unscheinbarer ist die Gefahr, die von anderen Pflanzen ausgeht.

Giftige Zimmerpflanze berühren
Selbst das Berühren einer giftigen Zimmerpflanze kann zu Hautreaktionen führen

Je nach Art genügt schon das Berühren des Blattes, der Blüte oder der Knolle, um Symptome auszulösen. Die empfindliche Haut könnte etwa mit Quaddeln reagieren.

Gefährlicher wird es hingegen, wenn die Pflanzen in den Mund genommen werden. Auf diesem Wege gelangen die schädlichen Stoffe direkt in den Körper und es zeigen sich schwere Vergiftungserscheinungen. Es kann mitunter ausreichen, dass Dein Baby die Pflanze berührt und danach den Finger in den Mund nimmt. Um diese Gefahr abzuwenden, solltest Du in jedem Fall überprüfen, ob die Pflanze für Babys unbedenklich ist. Im Weiteren erfährst Du, auf welche beliebte Zimmerpflanzen Du lieber verzichten solltest.

Symptome der Vergiftung

Die Vergiftungserscheinungen unterscheiden sich je nach Pflanzenart und Kontakt. Im schlimmsten Fall droht der Tod, weshalb Du Vergiftungssymptome definitiv ernst nehmen musst. Stellst Du mehrere Symptome fest, gilt es unverzüglich die Gift-Notrufnummer zu wählen. Diese unterscheidet sich je nach Region. Daher ist es sinnvoll, wenn Du unverzüglich die Nummer aufschreibst und diese im Ernstfall vorliegt. Musst Du in einer Notsituation die Nummer erst heraussuchen, vergehen wertvolle Sekunden, die in diesem Moment lebensentscheidend sein können.

Am stärksten ist die Reaktion, falls Dein Baby Teile der Pflanze gegessen hat. Dann treten die Symptome relativ schnell auf und deuten auf eine Vergiftung hin. Berührt Dein Baby die giftige Pflanze, ist dies anhand der Hautreaktion zu erkennen.

Übelkeit & Durchfall

Hat Dein Baby die Pflanze gegessen, drückt sich dies in starken Magen-Darm-Beschwerden aus. Der Körper versucht die giftigen Stoffe so schnell wie möglich wieder auszustoßen. Dabei sind Erbrechen und Durchfall die Folge. Des Weiteren können aufgrund des Flüssigkeitsverlustes und bei anhaltendem Erbrechen Krämpfe folgen.

Weniger schwere Fälle äußern sich durch Bauchschmerzen und Übelkeit. Treten diese minderschweren Symptome mit anderen Vergiftungserscheinungen auf, solltest Du dies mit einem Arzt abklären.

Atembeschwerden

Beim direkten Kontakt oder Verzehr der schädlichen Pflanzen können die Atemwege von einer heftigen Reaktion gezeichnet sein. Die Schleimhäute am Mund sowie dem Hals schwellen an. Dies erschwert die Atmung und im schlimmsten Fall tritt eine Atemnot auf. Ein leichtes Halskratzen oder Schluckbeschwerden können ebenso die Folge einer Vergiftung sein.

Bewusstseinstrübung

Baby Verhaltensauffälligkeit
Verhält Dein Baby sich auffällig, könnte dies auf eine Vergiftung hindeuten

Im Zuge der Vergiftung könntest Du stark abnormale Verhaltensänderungen feststellen. Dein Baby fühlt sich nicht wohl, es schwitzt vermehrt und ist in seinen Bewegungen viel unsicherer. Je nach Pflanze könnte auch eine Rauschwirkung einsetzen, die zu einer größeren Aktivität führt.

Verhält sich Dein Kund auffällig und erscheint abwesend oder kaum ansprechbar, dann könnte dies auf eine Vergiftung hinweisen.

Hautreizung

Eine direkte Berührung mit der giftigen Pflanze zeigt sich häufig klar und deutlich an der Haut. Es können Quaddeln, Rötungen oder kleine Blasen auftreten. Auch ein Juckreiz ist Hinweis darauf, dass Dein Baby mit einer giftigen Zimmerpflanze in Kontakt kam.

Welche Maßnahmen solltest Du treffen?

Stellst Du mehrere Symptome fest oder tritt ein lebensbedrohliches Symptom, wie etwa die Atemnot auf, solltest Du selber die Ruhe bewahren und wie folgt vorgehen. Wichtig ist, dass Du Dich an die Anweisungen der Experten hältst und diese befolgst. Agiere nicht in Eigenregie, sondern gehe verantwortungsvoll um.

Im ersten Schritt ist unverzüglich der Anruf in der Giftnotrufzentrale zu tätigen. Dort werden Dir die weiteren Maßnahmen erläutert.

  • Berlin: 030 / 19240
  • Erfurt: 0361 / 730 730
  • Freiburg: 0761 / 19240
  • Göttingen: 0551 / 19240
  • Homburg: 06841 / 19240
  • Mainz: 06131 / 19240
  • München: 089 / 19240

Besteht Lebensgefahr, ist auch das Alarmieren des Notrufes unter 112 anzuraten. Bei minderschweren Fällen könntest Du beim Kinderarzt um Rat fragen. Stehst Du bereits mit der Giftnotrufzentrale in Verbindung, wird Dir diese klar aufzeigen, wie die weitere Vorgehensweise ist und an welchen Ansprechpartner Du Dich wenden solltest.

Danach gilt es die Beweise zu sichern. Nimm am besten alles mit, was in Verdacht steht, die Symptome ausgelöst zu haben. Neben den Pflanzen könnten auch Reinigungsmittel oder andere Stoffe infrage kommen. Bewahre diese auf, damit sicherer die Ursache ermittelt werden kann.

Hat sich Dein Baby erbrochen, solltest Du auch diese Überreste aufbewahren. Aus einer genaueren Analyse könnte sich ableiten lassen, wodurch die Vergiftung hervorgerufen wurde.

Vermeiden solltest Du dringend Dein Kind zum Erbrechen zu bringen. Dies galt vor einiger Zeit noch instinktiv als richtiger Weg, um die Schadstoffe aus dem Körper zu befördern. Beim Erbrechen besteht jedoch Erstickungsgefahr und falls es sich zum Beispiel um geringe Mengen an Säure handelt, werden die Atemwege nochmals gereizt.

Besser ist es Deinem Kind etwas Wasser zu geben. Dadurch gleichst Du den Flüssigkeitsverlust aus und die Gefahr der Dehydration sinkt. Als weiterer Tipp gelten Kohletabletten. Diese solltest Du ohnehin bei Babys in der Hausapotheke vorrätig halten. Kohletabletten binden Giftstoffe und sind auch bei gewöhnlichen Magenbeschwerden oder einem Durchfall nützlich.

Liste der giftigen Pflanzen

Du weißt nun, wie Du mit der Vergiftung umzugehen hast. Doch welche Pflanzen sollten sich erst gar nicht im Zimmer befinden?

Vorbeugend sind diese Pflanzen aus der Wohnung zu verbannen. Falls Du Dir beim Kauf unsicher bist, dann Frage nach, ob die Pflanze für Babys & Kinder sowie Haustiere ungefährlich ist. Äußerlich ist nämlich nicht erkennbar, ob diese giftig sind.

  • Alpenveilchen
  • Azalee
  • Becherprimeln
  • Buntwurz
  • Christusdorn
  • Dieffenbachie
  • Efeutute
  • Einblatt
  • Fensterblatt (Monstera)
  • Flamingoblume
  • Gummibaum
  • Kalanchoe
  • Korallenbäumchen
  • Lilien
  • Narzissen
  • Rittersterne
  • Ruhmeskrone
  • Strahlenaralien
  • Weihnachtsstern
  • Wüstenrose

Du merkst also, dass Pflanzen in den unterschiedlichsten Formen und Farben giftig sein können. Im Detail unterscheidet sich die Intensität der Giftwirkung.

Monstera giftig für Babys
Die harmlos wirkende Monstera ist für Babys schwach giftig

Die in den letzten Jahren immer beliebter gewordene Monstera ist nur schwach giftig. Beim Verzehr treten Schluckbeschwerden und eine angeschwollene Zunge auf. Im Kinderzimmer sollte diese sich nicht befinden, aber in Räumen, in denen sich Dein Baby weniger befindet könntest Du sie ruhig zur Deko aufstellen.

Wesentlich gefährlicher sind hingegen Narzissen und die Ruhmeskrone. Bei der Narzisse ist vor allem die Zwiebel gefährlich, welche auch für Haustiere zum Tod führen kann. Die Ruhmeskrone ist hingegen in allen Pflanzenteilen hochgiftig und sollte sich nicht im Wohnraum befinden.

Eine sichere Schlafumgebung für Dein Baby

Pflanzen mögen zur Beruhigung beitragen und eine schöne Atmosphäre schaffen. Aufgrund der großen Neugier und dem Verlangen von Babys, Dinge in den Mund zu nehmen, musst Du vorsichtiger sein. Nicht jede Zimmerpflanze ist ungefährlich. Teilweise kann die Berührung oder der Verzehr zu starken Reaktionen, bis hin zum Tod führen. Verzichte auf die hier vorgestellten Zimmerpflanzen, um erst gar nicht ein Risiko einzugehen.

Nützlich und ungefährlich sind die meisten Küchenkräuter. Diese können nicht nur schön aussehen, sondern auch einen angenehmen Duft versprühen. Auch der Hibiskus ist für Dein Baby vollkommen ungefährlich.

Mache Dich mit den Pflanzen näher vertraut und stelle sicher, dass keine Gefahrenquellen im Babyzimmer lauern. Dann wird Dich keine böse Überraschung erwarten und Du schläfst viel beruhigter.

Sebastian
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