Wie lindert eine Federkernmatratze Rückenprobleme?

Stehst Du morgens mit Rückenschmerzen auf, geht dies wahrscheinlich auf eine falsche Matratze zurück. Du verbringst immerhin gut 8 Stunden jede Nacht auf dieser und gewährt sie keine ausreichende Unterstützung, geht dies mit Schmerzen einher.

Federkernmatratzen überzeugen mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und sind für Allergiker hervorragend geeignet. Sie unterscheiden sich deutlich vom Liegegefühl von Komfortschaummatratzen.

Bevorzugst Du den Schlafkomfort von Federkernmatratzen, könntest Du Dich auch fragen, ob diese gegen Rückenbeschwerden helfen. Sind Federkernmatratzen bei Rückenproblemen eine gute Wahl und worauf musst Du beim Kauf achten?

Weshalb eine Matratze zu Rückenschmerzen führt

Im Alltag ist Dein Körper einer hohen Belastung ausgesetzt. Ganz gleich, ob Du viel sitzt oder einer körperlichen Tätigkeit nachgehst. Meist leidet der Rücken unter einer einseitigen Beanspruchung und erhält nicht den notwendigen Ausgleich in der Nacht.

Die Matratze sollte Dein Körpergewicht optimal aufnehmen und die Belastung verringern. Dies gelingt, indem sie punktelastisch[1] reagiert. Dies bedeutet, dass Du nur dort einsinkst, wo tatsächlich Dein Gewicht auf die Matratze drückt.

Memory Schaum Matratzen sind besonders bekannt dafür, punktelastisch nachzugeben. Der Schaumstoff ist flexibel und passt sich unter der Körperwärme ideal Deiner Wirbelsäule an. Daher erhältst Du das Gefühl als würde die Matratze speziell für Dich angefertigt sein.

Punktelastische Druckaufnahme

Damit die Matratze Deinen Rücken entlastet, muss diese punktelastisch nachgeben. Dies bedeutet, dass nur die Federn, auf denen Du liegst, sich nach unten bewegen. Somit passt sich die Federkernmatratze exzellent Deinem Rücken an und entlastet dort, wo der Druck am höchsten ist.

Weist eine Matratze keine guten punktelastischen Eigenschaften auf, ist diese für den Rücken weniger gut geeignet. Sie gibt nicht individuell nach, sondern in der ganzen Fläche. Du sinkst also über die gesamte Körperlänge ein und es besteht die Gefahr, dass Dein Haltung darunter leidet. Die Wirbelsäule liegt krumm und schief, sodass nicht die benötigte Entspannung besteht. Anstatt am nächsten Morgen erholt aufzustehen, bemerkst Du die Rückenschmerzen, die Dich den Tag über verfolgen.

Neben der Punktelastizität ist auch der Härtegrad der Matratze entscheidend dafür, ob diese Deinen Rücken entlastet. Der Matratzenhärtegrad muss genau auf Dein Gewicht und die Position im Schlaf abgestimmt sein. Ist sie zu weich, hängt Dein Rücken praktisch durch und erfährt keine ausreichende Unterstützung. Ist sie zu hart, liegst Du wie auf einem Brett und der Schlaf ist wenig komfortabel.

Wähle die Matratze, die eine gesunde Haltung im Schlaf sicherstellt. Deine Wirbelsäule bleibt möglichst gerade, ohne sich zu stauchen oder zu krümmen. Liegen alle Körperpartien auf einer Ebene, erhält die Muskulatur die Möglichkeit sich zu entspannen und Beschwerden gehen zurück.

Sind Federkernmatratze bei Rückenschmerzen geeignet?

Federkernmatratzen sind für Deinen Rücken grundsätzlich gut geeignet. Sie bestehen aus einer Vielzahl von Federn, die auf Dein Körpergewicht reagieren und eine Unterstützung bieten. Damit gelten Matratzen mit einem Federkern als punktelastisch und sind in eine gute Empfehlung bei Rückenproblemen.

Für alle Ausführungen gilt dies jedoch nicht. Einfache Modelle, wie die Bonellfederkernmatratze, sind bei Rückenbeschwerden keine Hilfe. Bei ihr sind die Federn mit einem Draht verbunden, sodass die Matratze in der Fläche nachgibt. Die Gestaltung führt dazu, dass insgesamt weniger Federn eingesetzt werden und sie günstiger sind. Für den Rücken sind sie jedoch weniger gut geeignet und die Liegefläche passt sich nicht optimal an.

Welche Varianten sind für Deinen Rücken gut?

Bonellfederkernmatratzen sind keine gute Entscheidung, falls Du mit der Matratze Deinen Rücken entlasten willst. Es gibt jedoch eine Reihe von Federkernmatratzen, die wunderbar Deine Rückenprobleme lindern.

Taschenfederkernmatratze

Dazu gehört vor allem die Taschenfederkernmatratze. Sie ist mit einer hohen Anzahl an Federn ausgestattet, die individuell Deinen Körper unterstützen. Sie geben punktelastisch nach, wenn Du Dich auf die Matratze legst. Nach der Belastung gehen die Federn in ihren Ausgangszustand zurück, sodass die Matratze eine lange Haltbarkeit aufweist. Die Federn erweisen sich als stabil und eine Kuhlenbildung tritt erst nach einer langen Nutzungsdauer auf.

Bei dieser Variante sind die einzelnen Federn mit einer Stofftasche umhüllt. Dadurch wird verhindert, dass die Bewegung sich auf die umliegenden Federn überträgt. Zudem verbessern die Stofftaschen den Luftaustausch, was einer Feuchtigkeitsansammlung in der Matratze vorbeugt.

Nutze eine hochwertige Taschenfederkernmatratze, um eine maximale Entspannung und Unterstützung des Rückens zu gewährleisten. Du wirst merken, wie es Dir leichter fällt morgens aufzustehen und die Verspannungen gehen zurück.

Geeignete Federkernmatratzen

Taschenfederkern- und Tonnentaschenfederkernmatratzen entlasten Deinen Rücken effektiv. Die Federn reagieren individuell auf das Körpergewicht und passen sich wunderbar an die Belastung an. Bonellfederkerne sind hingegen bei Rückenschmerzen nicht zu empfehlen, da die Federn in der Fläche nachgeben.

Tonnentaschenfederkernmatratze

Eine Sonderform stellt die Tonnentaschenfederkernmatratze dar. Bei dieser verlaufen die Federn nicht gleichförmig nach oben, sondern sind leicht „bauchig“ gestaltet. Dadurch sind diese Federn noch stabiler und nehmen ein höheres Körpergewicht auf.

Bringst Du etwas mehr Gewicht auf die Waage, dann wähle eine Tonnentaschenfederkernmatratze. Diese gewährt Dir eine bessere Unterstützung und schont Deinen Rücken. Für schwere Personen ist diese Variante wesentlich besser geeignet als jede Matratze aus einem Schaumstoff.

Worauf musst Du beim Kauf achten?

Damit die Federkernmatratze eine optimale Entlastung bietet und die Rückenschmerzen zurückgehen[2], musst Du beim Kauf auf die folgenden Punkte achten. Dann kannst Du Dir sicher sein, die richtige Matratze zu finden und wirst langfristig Deine Gesundheit fördern.

Anzahl der Federn

Über je mehr Federn der Kern verfügt, desto hochwertiger ist die Matratze. Dies ist ein allgemeiner Grundsatz, der auch bei Rückenschmerzen zutrifft.

Wichtig ist, dass Du nicht die Gesamtzahl der Federn in der Matratze betrachtest, sondern die Zahl der Federn pro m². Damit lassen sich Federkernmatratzen unterschiedlicher Größe vergleichen und Du siehst auf den ersten Blick, wie hoch die Federdichte ist.

Anpassungsfähigkeit

Je mehr Federn vorhanden sind, desto anpassungsfähiger ist die Matratze.

Bei Rückenschmerzen sollte der Kern über mindestens 500 Federn pro m² verfügen. Dann ist eine hohe Punktelastizität gewährleistet und Du wirst gut auf der Matratze einsinken.

Es gibt auch Ausführungen mit 750 bis zu 1.000 Federn pro m². Bei diesen musst Du genau prüfen, ob die einzelnen Federn auch stabil genug sind. Je mehr Federn vorhanden sind, desto kleiner werden diese. Darunter kann die Stabilität etwas leiden, auch wenn der Schlafkomfort gewinnt.

Härtegrad

Damit Schultern und Becken im Schlaf optimal gestützt werden, solltest Du den passenden Härtegrad für Dich finden. Neben dem Körpergewicht beeinflusst auch die Schlafposition den notwendigen Härtegrad. Als Seitenschläfer solltest Du lieber eine härtere Variante wählen, während Bauchschläfer lieber auf einer weichen Federkernmatratze schlafen.

Ob die Matratze den richtigen Härtegrad aufweist, lässt Du am besten von einer dritten Person überprüfen. Lege Dich auf die Oberfläche und falls Dein Rücken möglichst gerade bleibt, ist die Matratze gut geeignet. Dann behält Deine Wirbelsäule die Doppel S Form, ohne sich unnatürlich zu krümmen.

Liegezonen

Liegst Du auf der Matratze, ist die Belastung an den Auflageflächen eine vollkommen andere als am Rest des Körpers. Um diese unterschiedlichen Bedürfnisse zu erfüllen, sind moderne Federkernmatratzen häufig in mehrere Liegezonen unterteilt. Diese sind entweder weicher oder härter, um genau die Entlastung zu bieten, die zu einer Linderung der Rückenschmerzen beiträgt.

Meist besteht die Matratze aus 7 Liegezonen. Dies bedeutet, dass die Unterlage im Kopfbereich etwas härter ist, während sie im Schulterbereich weicher ist. Dadurch sinkst Du an den Schultern besser ein und behältst eine natürliche Haltung[3] bei.

Bei chronischen Rückenschmerzen erweisen sich die Liegezonen als sinnvoll. Die Härte ist besser auf Deinen Rücken abgestimmt und die Wirbelsäule liegt ideal auf der Matratze.

Die Federkernmatratze gegen Rückenschmerzen

Eine Matratze mit Federkern stellt eine gute Wahl dar, wenn Du Deine Rücken- und Schulterpartie entlasten möchtest. Die Federn geben individuell nach, sodass sie sich wunderbar an Deine Körperform anpasst.

Wichtig ist, dass die Federkernmatratze eine hohe Punktelastizität aufweist. Dies wird über höhere Anzahl an Federn sichergestellt. Auch die Unterteilung in 7 Zonen erweist sich als positiv, um unterschiedliche Bedürfnisse des Rückens zu erfüllen.

Achtest Du auf diese Eigenschaften, dann ist die Federkernmatratze eine gute Entscheidung, um die Rückenschmerzen zu lindern.

Sebastian Jacobitz (M.Sc.)
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