Baby schreit abends – Ursachen & wie Du es beruhigst

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Der Alltag mit einem Neugeborenen gestaltet sich bereits als große Herausforderung. Rund um die Uhr möchte Dein Baby versorgt werden und verlangt all Deine Aufmerksamkeit. Selbst in der Nacht musst Du aufstehen, um die Bedürfnisse zu erfüllen.

Am Abend ist die Zeit gekommen, in welcher Deine Energiereserven langsam zur Neige gehen. Du möchtest Dich vom stressigen Tag erholen und einen ruhigen Ausklang genießen. Doch gerade während dieser Erholungsphase macht sich Dein Baby lautstark bemerkbar. Es schreit unaufhörlich und weder für Dich, noch Deinen Nachwuchs ist es möglich einen ruhigen Abend zu verleben.

Schreit Dein Baby abends hysterisch und es lässt sich nicht beruhigen? Dann können die folgenden Gründe dafür verantwortlich sein. Probiere verschiedene Strategien aus, um Dein Baby zur Ruhe zu bringen und mit möglichst wenig Stress in die Nachtruhe überzugehen.

Weshalb schreien Babys?

Babys sind der Umwelt schutzlos ausgeliefert. Sie können weder laufen, noch anderweitig sich gegen Gefahren schützen. Sie sind daher vollkommen auf die Hilfe der Eltern angewiesen. Solch eine Hilflosigkeit ist ziemlich angsteinflößend und für Dein Baby keine leichte Situation.

Das Schreien ist die einzige Möglichkeit auf die eigenen Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Als Elternteil liegt es an Dir herauszufinden, weshalb Dein Baby denn gerade schreit.

Hunger & Durst

Dein Baby verfügt kaum über einen geregelten Tagesablauf. Umso wichtiger ist es, dass Du einigermaßen feste Zeiten für die Mahlzeiten einhältst. Zwischendurch kann es dennoch vorkommen, dass Dein Baby wieder hungrig ist. Die Entwicklung des Babys benötigt viel Energie und das Schreien ist die einzige Möglichkeit, um auf das Hungergefühl hinzuweisen.

Frische Windel

Volle Windel
Eine volle Windel ist ein häufiger Grund für das Schreien Deines Babys

Die aufgenommene Nahrung muss den Körper wieder verlassen. In einer benutzten Windel zu liegen ist für Dein Baby keine angenehme Erfahrung. Mit dem Schreien deutet es darauf hin, dass eine neue Windel gewünscht wird. Die Verdauung Deines Neugeborenen ist noch unbeständig. An manchen Tagen kann es mehrere Male ein Häufchen in der Windel hinterlassen, während es an anderen Tagen sich kaum erleichtert.

Verdauungsprobleme

Eine unregelmäßige Verdauung ist bei Babys normal. Es könnte aber auch sein, dass es unter Koliken leidet. Der Bauch schmerzt und das Unwohlsein drückt sich im Schreien aus. Lässt sich Dein Baby nicht beruhigen, dann könnte dies ein Hinweis auf eine Kolik sein. Suche den Kinderarzt auf, um Verdauungsprobleme auszuschließen.

Suche nach Geborgenheit

Ohne Eltern in der Nähe wäre Dein Baby der Umgebung schutzlos ausgeliefert. Zwar wird es sich wahrscheinlich in einer komfortablen Kinderwiege befinden, doch die Umwelt wird dennoch als bedrohlich empfunden. Um das Gefühl nach Sicherheit zu stillen, werden die Eltern mit einem lauten Schreien auf die Angst aufmerksam gemacht. Körperliche Nähe und die beruhigende Stimme tragen zur Beruhigung bei.

Warum schreit Dein Baby abends?

Es gibt also einige gute Gründe, weshalb Dein Baby anfängt zu schreien. Der Abend stellt eine besondere Herausforderung dar. Vermutlich verfügt Dein Baby noch über keinen festen Schlafrhythmus und wird fast den gesamten Tag über schlafen. Vom einfachen Tag-Nacht-Wechsel kann es bereits überfordert sein und es schreit abends. Welche Gründe könnte es dafür geben, dass Dein Baby gerade am Abend schreit?

Große Müdigkeit

Ähnlich wie beim Menschen können auch Babys Probleme mit dem Einschlafen haben. Es fühlt sich zwar müde, doch es gelingt einfach nicht in den Schlaf zu finden. Frustriert darüber, setzt das abendliche Schreien ein und es möchte beruhigt werden.

Am einfachsten gelingt das Einschlafen, wenn dies nahe am Elternteil geschieht. Dort kann sich Dein Baby entspannen und fühlt sich sicher. Du solltest Deinem Baby jedoch nicht angewöhnen, dass es nur auf dem Arm einschläft.

Störungen von Außen

Straßenlärm - Baby
Der Straßenlärm beeinträchtigt den Schlaf Deines Babys

Es könnte auch sein, dass die Umgebung für Dein Baby wenig förderlich für den Schlaf ist. Laute Geräusche und zu helles Licht könnten das Einschlafen stören. Umgekehrt vermittelt ein zu dunkles Zimmer ein beängstigendes Gefühl.

Um diese Probleme zu lindern, bietet sich die Verwendung eines Weiße-Rauschen-Gerätes an. Mit diesem blendest Du alle Störgeräusche aus, sodass Dein Baby sich sicher fühlt und das abendliche Schreien abnimmt. Ein Nachtlicht für Kinder erweist sich ebenso nützlich, um die Nacht als weniger bedrohlich darzustellen.

Bauchschmerzen

Am Abend wird meist eine letzte große Mahlzeit eingenommen. Die Verdauung läuft auf Hochtouren und manchmal ist dies mit Bauchschmerzen verbunden. Falls Dein Baby schreit und unaufhörlich weint, können die Schmerzen dafür verantwortlich sei. Ein warmes Moorkissen lindert die Beschwerden und ist eine gute Alternative zu einer Wärmflasche.

Die Schreiphase

Für gewöhnlich schreit Dein Baby nicht ohne Grund. Es mag zwar nicht immer leicht sein zu erkennen, was Dein Baby gerade von Dir möchte, doch mit dem Füttern und etwas Kuscheln lässt es sich meist beruhigen.

Anders sieht dies während der Schreiphase aus. Während dieser schreit Dein Baby in mehreren Wellen. Für wenige Minuten pro Welle ist das Geschrei zu vernehmen, ohne dass Du positiv einwirken könntest. Häufig verausgabt sich Dein Baby während des Schreiens und schläft danach ganz entspannt ein.

Wie lässt sich Dein Baby abends beruhigen?

Dass Dein Baby schreit, ist mit einigen Gründen gerechtfertigt. Instinktiv fütterst Du Dein Baby oder schaust, ob die Windel gewechselt werden muss. Falls Dein Baby schreit und trotz der Maßnahmen nicht aufhört, musst Du andere Wege finden, um zur Beruhigung beizutragen. Die folgenden Techniken erweisen sich in der Praxis bei den meisten Babys als nützlich.

Fliegergriff anwenden

Der Fliegergriff ist eine einfache Methode, um Nähe zu Deinem Baby herzustellen und es in eine komfortable Position zu bringen. Du legst Dein Baby auf Deinen Arm und sicherst das Gesäß mit der freien Hand. Der Kopf liegt in der Armbeuge und mit einem sanften Schaukeln hören die meisten Babys auf zu schreien.

Pucken

Die Suche nach Geborgenheit wird nicht nur mit dem direkten Körperkontakt erfüllt. Viele Babys beruhigen sich, wenn sie fast bewegungslos eingewickelt werden. Hierfür stehen spezielle Pucksäcke zur Verfügung, welche das Einwickeln erleichtern. Auch mit einem Tuch gelingt diese Beruhigungsmethode und bei den meisten Babys stellt sich schnell ein Erfolg ein.

Mit beruhigender Stimme einwirken

Möchte Dein Baby Deine Aufmerksamkeit und hat vielleicht Angst, vermittelt Deine Stimme eine Sicherheit. Durch leichtes Singen oder einfach nur gutem Zureden wird Dein Baby sich abends nicht mehr ängstlich fühlen. Es weiß, dass Du in der Nähe bist und falls Du es vermeiden kannst, dann nimm Dein Baby nicht auf dem Arm. Indem es in der Kinderwiege liegen bleibt, findet es leichter in den Schlaf und erspart Dir jede Menge Arbeit.

Störungen in der Umgebung vermeiden

Die Umgebung sollte möglichst auf den Schlaf abgestimmt werden. Erwachsene würden ebenso unter Schlafstörungen leiden, wenn es zu hell oder laut ist. Dunkle das Zimmer ausreichend ab und übertöne Störgeräusche mit einem Weiße-Rauschen-Gerät. Dein Baby weint nicht mehr, wenn von draußen der Straßenlärm ertönt, sondern wird effektiv davon abgeschirmt.

Bäuerchen fördern

Um die Bauchschmerzen zu lindern, solltest Du nach jeder Mahlzeit Dein Baby dazu bewegen ein Bäuerchen herauszulassen. Dadurch gelangt die aufgenommene Luft nach draußen und Koliken, bei denen Dein Baby auch mal mehrere Stunden am Stück schreit, sollten nicht mehr auftreten. Bei anhaltenden Problemen ist der Kinderarzt der richtige Ansprechpartner, um die Verdauungsbeschwerden zu behandeln.

Wie gehst Du mit dem Schreien um?

Dein Baby schreit abends und Du weißt nicht mehr wie Du damit umgehen kannst? Du verzweifelst zunehmend und die Nerven liegen blank?

Dass irgendwann auch Deine Gelassenheit am Ende ist, ist verständlich. Auch als Mutter ist die Geduld für das eigene Baby nicht grenzenlos. Falls Dein Baby während der ersten Monaten abends schreit und sich nicht beruhigen lässt, solltest Du Deine eigene mentale Gesundheit nicht außer Acht lassen. In Extremfällen ist es nicht verwerflich, Dich um Dich selbst zu kümmern und das Baby für einen Moment schreien zu lassen.

Kurze Auszeit

Spaziergang mit Kind
Ein Spaziergang allein oder mit Kind beruhigt die Nerven und hilft Dir mit dem Schreien umzugehen

Schreit Dein Baby unentwegt und Du hältst die Belastung nicht aus, dann verlasse den Raum. Suche etwas Abstand und Ruhe, um die Energiereserven wieder aufzuladen. Auch ein kurzer Spaziergang kann Wunder wirken, um wieder mit neuer Energie Dich um Dein Baby zu kümmern. Oftmals überträgt sich die Ruhe auch auf Dein Baby. Dadurch beruhigt es sich vielleicht von selber und der Spaziergang hat allen gutgetan.

Familie und Freunde um Unterstützung bitten

Während der ersten Monate dreht sich das gesamte Leben fast nur um das Neugeborene. Erweist sich Dein Baby als äußerst schreifreudig und verlangt nach viel Aufmerksamkeit, sind Deine Eltern oder enge Freunde hoffentlich als Babysitter für Dich da. Einen Abend mal nur mit dem Partner und ohne Baby zu verbringen tut der Partnerschaft gut und sorgt für Harmonie. Damit lässt sich die Schreiphase besser überstehen.

Professionelle Hilfe

Könnten medizinische Ursachen hinter dem Schreien stecken, ist der Kinderarzt der richtige Ansprechpartner. Mit all seiner Erfahrung wird er Tipps geben, um mit dem Schreien umzugehen.

Falls Dein Baby mindestens drei Stunden am Stück regelmäßig schreit, ist auch die Hilfe einer Schreiambulanz nützlich. Diese stehen mittlerweile in vielen Kliniken zur Verfügung und stellen Strategien bereit, um das Schreien zu reduzieren.

Dein Baby schreit abends?

Dass Dein Baby abends schreit, ist nichts Ungewöhnliches. Es ist wahrscheinlich nur müde, aber schafft es nicht von allein einzuschlafen. Daher sucht es nach Deiner Nähe und möchte von Dir umsorgt werden.

Solange Du selber ruhig agierst und Dich von dem Schreien nicht unter Druck setzen lässt, wird Dein Baby die positive Verbindung wahrnehmen und sich selber beruhigen.

Probiere die hier aufgeführten Methoden, um eine Geborgenheit zu vermitteln und Dein Baby am Abend zu helfen. Wechsel Dich mit Deinem Partner ab und nutze eine kurze Auszeit, falls das Geschrei nicht mehr auszuhalten ist. Mit etwas Geduld legt sich diese Phase und Dein Baby wird abends entspannt einschlafen.

Sebastian
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