Der Schlaf sollte eigentlich eine Zeit sein, in der sich Kinder von den Eindrücken des Tages erholen. Sie sind noch jung und benötigen jede Menge Schlaf, damit die Entwicklung nicht beeinträchtigt wird.

Doch manchmal könnte es vorkommen, dass die Nacht nicht so entspannt verläuft. Dein Kind schreckt nachts auf, um entweder verängstigt im Bett zu sitzen oder aggressiv aus dem Bett zu steigen. Es weiß selber kaum was gerade geschieht und muss die Situation begreifen.

Wie kannst Du Dich verhalten, wenn Dein Kind im Schlaf aufschreckt und was können die Ursachen dafür sein?

Weshalb Kinder im Schlaf aufschrecken

Der Nachtschreck äußert sich, indem Dein Kind plötzlich aus dem Tiefschlaf erwacht. Es wird förmlich aus dem Traum gerissen und das Aufwachen ist nur schwer zu begreifen.

Dies führt zu einer Verwirrung und bisweilen auch Verängstigung. Dein Kind könnte nur schwer ansprechbar sein und mit weit aufgerissenen Augen im Bett sitzen.

In der Regel sollte dieser Zustand nur wenige Minuten andauern. In Einzelfällen kann es allerdings vorkommen, dass dieser Schreck bis zu einer Stunde anhält.

Die Ursache für dieses Phänomen liegt in der Verarbeitung der Geschehnisse des Tages. Stress oder Schlafmangel können den „Pavor nocturnus„, wie das nächtliche Aufschrecken genannt wird, verstärken.

Eine anstrengende Phase liegt für Dein Kind während der Einschulung vor. Diese Zeit wird häufiger von dem Aufschrecken begleitet. Manche Kinder erfahren diesen Schreck sogar mehrmals in der Nacht, können sich am nächsten Morgen aber nicht mehr daran erinnern.

Wer ist davon häufiger betroffen?

Es mag sich im ersten Moment bedrohlich anfühlen und Du weißt mit diesem Verhalten kaum etwas anzufangen. Doch das Aufschrecken während des Schlafens tritt bei Kindern gehäuft auf. Bis zu 20 Prozent aller Kinder erleben dieses Phänomen in der Nacht.

Besonders betroffen sind Kleinkinder im Alter von 4 bis 12 Jahren. Beobachtungen zeigen, dass das Aufschrecken familiär gehäuft auftritt. Es scheint also eine genetische Komponente mit diesem Schlafverhalten verbunden zu sein.

Ausgehend von dem Aufschrecken sind aber keine weiteren Risiken bekannt. Es kann also nicht gesagt werden, dass psychische Krankheiten häufiger bei Kindern auftreten, die unter dem Nachtschreck litten.

Mit zunehmenden Alter wird die Fallhäufigkeit geringer. Nur etwa 1 Prozent aller Erwachsenen leidet weiterhin unter dem Aufschrecken.

Wie sollten sich die Eltern verhalten?

Kind schreckt im Schlaf auf
Rede ruhig auf Dein Kind ein, damit es sich wieder beruhigt und weiterschläft

Erlebst Du gerade, dass Dein Kind in der Nacht laut aufschreckt und vielleicht sogar schreit, kannst Du beruhigend eingreifen. Der Nachtschreck ist in den meisten Fällen aber völlig unbedenklich. Zudem erleben die Kinder diesen Moment nicht bewusst und können sich am nächsten Morgen nicht mehr daran erinnern. Daher ist nur ein sanftes Eingreifen notwendig, damit Dein Kind wieder besser einschläft.

Zunächst solltest Du es vermeiden das Kind aufzuwecken. Dies mag zwar die naheliegendste Lösung darstellen, doch es könnte schwierig für Dein Kind sein danach wieder einzuschlafen. Versuche Dein Kind also nicht aus dem Tiefschlaf zu reißen.

Besser ist es, wenn Du von Außen mit beruhigender Stimme auf Dein Kind einredest. Dann wird es sich selber innerhalb weniger Minuten beruhigen und einschlafen, als wäre nichts gewesen. Am nächsten Tag kann sich Dein Kind an diesen Vorfall ohnehin nicht mehr erinnern und wird dies nicht als Belastung empfinden.

Tritt der Nachtschreck gehäuft auf, kann dieser jedoch den Schlaf stören. Daher sollte Wert auf eine gute Schlafhygiene gelegt werden.

Für Kinder gilt, dass diese den Abend ruhig ausklingen lassen sollten. Der Fernseher stellt keine geeignete Abendunterhaltung dar. Dieser könnte den Tiefschlaf negativ beeinflussen. Besser ist das Lesen eines Buches oder andere ruhige Aktivitäten.

Wichtig für Dein Kind ist außerdem ein geregelter Tagesablauf. Dein Kind sollte zu den gleichen Bettzeiten schlafen gehen und eine gewisse Routine entwickeln. Dies kann etwa eine nette Gute-Nacht-Geschichte sein oder ein Hörspiel. Dann wird Dein Kind viel leichter einschlafen und in der Nacht weniger Probleme haben.

Förderlich ist zudem genügend Bewegung während des Tages. Dein Kind sollte sich verausgaben und nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher oder am Schreibtisch sitzen. Mit dieser überschüssigen Energie wird es schwerer fallen, am Abend einzuschlafen. Frische Luft und eine angenehme Umgebung, in welcher sich Dein Kind wohlfühlt, verbessern ebenso den Schlaf. Um die Angst vor der Nacht zu nehmen, könntest Du zum Beispiel ein Nachtlicht für Kinder oder einen Sternenhimmel einsetzen. Dann wirkt die Nacht weniger bedrohlich und es fällt Deinem Kind einfacher sich zu entspannen.

Das nächtliche Aufschrecken

In der Nacht aufzuschrecken, ist für einen Teil der Kinder normal. Es mag als Außenstehender zwar bedrohlich wirken, doch die Kinder sind keiner echten Gefahr ausgesetzt. Sie bekommen nicht einmal mit, weshalb sie gerade verängstigt sind und abwesend wirken. Der Bewusstseinszustand erinnert dabei an Personen, die nachts schlafwandeln.

Rede ruhig auf Dein Kind ein und gestalte den Tagesablauf so, dass es abends entspannt Zubettgehen kann. Dann wird dieses Phänomen mit der Zeit von allein verschwinden und Dein Kind die Nächte ohne Probleme durchschlafen.

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